Lucifer's Friend
musicmakermark
vor 7 Stunden
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Deutsche Rock-Band zwischen Heavy Metal und Prog und Hard Rock, gegründet 1970 in Hamburg von Peter Hesslein (g), Peter Hecht (key, p, org), Dieter Horns (e-b) und Joachim Rietenbach (dm), die damals bei The German Bonds spielten.

Von dieser Band waren Mitte/Ende der 1960er Jahre mehrere Singles erschienen. Als Sänger zogen sie den Briten John Lawton bei, der mit Stonewall in Deutschland auf Tournee war und parallel zu seiner Karriere als Rocksänger Mitglied der Vocal-Pop-Gruppe Les Humphries Singers war.
Zuerst trat die Band als Asterix auf und spielte mit Tony Cavanna als zweiten Sänger ein gleichnamiges, allerdings erst nachträglich veröffentlichtes Album (Decca, 1971) ein. Dann erfolgte die Umbenennung in Lucifer's Friend und ein gleichnamiges Album (Philips, 1970).
Das Original-Lineup, teilweise verstärkt durch Gastmusiker wie Herb Geller (ss) und andere, spielte mit "....Where The Groupies Killed The Blues" (Vertigo,1972), "I'm Just A Rock 'N' Roll Singer" (Vertigo, 1973) und "Banquet" (Vertigo, 1974) drei weitere Alben ein, ehe Curt Cress neuer Schlagzeuger für den verstorbenen Joachim Rietenbach wurde.
Nach der LP "Mind Exploding" (Vertigo, 1976) und der Compilation "The Devil's Touch" (Fontana, 1976) wechselte John Lawton zu Uriah Heep, wo er auf "Firefly" (Bronze, 1977) David Byron ersetzte. Lawton spielte mit Uriah Heep zwei weitere Studioalbumen ein.
Vor den Aufnahmen zum nächsten Studioalbum "Good Time Warrior" (Elektra, 1978) formierte sich Lucifer's Friend neu. Vom bisherigen Lineup blieben noch Peter Hesslein (g), Peter Hecht (key, p, e-p, org, synth, clavinet) und Dieter Horns (e-b) übrig. Neu in die Band kamen Mike Starrs (vcl), Herbert Bornholdt (dm, perc) und Peter von Asten (backing vcl).
Mit "Rock Heavies: Lucifer's Friend" (Vertigo, 1980) erschien eine zweite Compilation innerhalb von kurzer Zeit. Im selben Jahr gab die Band mit "Sneak Me In" (Elektra, 1980) auch ein weiteres Studioalbum heraus, auf dem Adrian Askew als zweiter Keyboarder eingesetzt wurde, während von Asten nicht mehr dabei war.
Für das vorläufig letzte Album "Mean Machine" (Elektra, 1981) kehrte John Lawton als Sänger zur Lucifer's Friend zurück. Askew machte bei diesen Aufnahmen nicht mehr mit. Danach brach die Band für mehrere Jahre auseinander. Anfang/Mitte der 1990er Jahre kam es zu einer kurzzeitigen Reunion.
Die Band nahm als Lucifer's Friend II bzw. Als Lucifer's Friend Featuring John Lawton das Album "Sumogrip" (Castle Communications, 1994) auf. Neben Hesslein und Lawton bestand die Gruppe auf dieser Aufnahme noch aus Jogi Wichmann (key), Andreas Dicke (e–b) sowie Curt Cress oder Udo Dahmen (dm).
Danach brach die Band ein zweites Mal auseinander. 2014 erfolgte eine weitere Reunion von Lawton und Hesslein mit Jogi Wichmann (key), Dieter Horns (e-b) und Stephan Eggert (dm) als weitere Mitusiker. Für die Doppel-CD-Compilation "Awakening" (Lucifer, 2015) steuerte das neue Lineup vier neue Songs bei.
Keyboarder Wichmann war bei den Aufnahmen nicht dabei. Die Keyboard-Parts spielte Hesslein ein. "Live @ Sweden Rock 2015" (Lucifer's, 2015) enthielt damals aktuelle Liveaufnahmen während das CD/DVD-Set "Live At Rockpalast" (Repertoire, 2015) die Band in Aufnahmen von 1978 zeigte.
"Too Late To Hate" (Lucifer's, 2016) war wieder einmal ein Album mit neuem Material, eingespielt vom Quintet John Lawton (vcl), Peter Hesslein (g), Jogi Wichmann (key), Dieter Horns (e-b) und Stephan Eggert (dm).
Unter dem Titel "The Triple Album Collection" (Warner, 2016) wurden die drei "Elektra"-Alben "Good Time Warrior" von 1978, "Sneak Me In" von 1980 und "Mean Machine" von 1981 auf drei CDs wiederveröffentlicht. Mit mehreren Mitmusikerinnen und Mitmusikern wurde das nächste Studiowerk "Black Moon" (Lucifer's, 2019) realisiert.
Die Compilation "Last Stand" (Lucifer's, 2021) bestand aus Tracks der drei davor erschienen Studioalben "Sumogrip", "Too Late To Hate" und "Black Moon".
Die Bandmitglieder waren vor allem zu Beginn der 1970er Jahre meist gemeinsam in diverse Nebenprojekte involviert. So traten die Lucifer's Friend-Musiker ohne John Lawton auch als Hell Preachers Inc., Brother T & Family, Electric Food und Pink Mice auf. Auf "Heartbeat" (RCA Victor, 1980), dem Soloalbum von John Lawton, machte die gesamte Band mit. 09/26


