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Maggie Nicols

musicmakermark
vor 10 Stunden
3 Min. Lesezeit

Schottische Sängerin, Pianistin und Komponistin, geboren am 24. Februar 1948 in Edinburgh, als Maggie Nicholson. Im Alter von 15 Jahren verliess sie die Schule und wurde Tänzerin und danach Sängerin in einem Striptease-Club in Manchester.


 

Sie arbeitete während sechs Monaten im "Moulin Rouge" in Paris. 1968 trat sie dem Spontaneous Music Ensemble bei, wo sie mit John Stevens (dm), Trevor Watts (as) und Johnny Dyani (b) bei den Aufnahmen des Albums "Oliv" (Marmalade, 1969) dabei war.

 

Anfang der 1970er Jahre organisierte sie Gesangs-Workshops und sang in diversen lokalen Rockbands mit. Danach wurde sie von Keith Tippett in dessen 50köpfige Band Centipede geholt, als diese die Doppel-LP "Septober Energy" (RCA und Neon, 1971) einspielte.

 

Später gehörte sie auch der Tippett-Formation Ark an. Mit Phil Minton, Julie Tippetts und Brian Eley bildete Nicols das Vokalquartett Voice, von dem ein gleichnamiges Album (Ogun, 1977) erschien. Damals begann auch ihre Zusammenarbeit mit dem Schlagzeuger Ken Hyder und seiner Gruppe Talisker.

 

Später in den 1970er Jahren gehörte sie zur Feminist Improvising Group, aus der das Ensemble Canaille und das Trio Les Diaboliques hervorgingen. Bei Les Diaboliques waren Irène Schweizer (p) und Joëlle Léandre (b) ihre Partnerinnen.

 

Eine erste Aufnahme als Co-Leaderin war eine titellose Kassette (Fringe Benefit, 1981), auf der sie auf einer Seite im Trio mit Jon Rose (vio) und John Russell (g) zu hören war. Die andere Seite der Kassette bestritten Rose und Russell im Duo.

 

Im Trio mit Lindsay Cooper (bassoon, sops) und Joëlle Léandre (b) entstand die LP "Live At The Bastille" (Sync Pulse, 1982), im Duo mit Julie Tippetts (vcl, perc, concertina) "Sweet And S'ours" (FMP, 1982).

 

Dieses Duo nannte sich auch Madli's Mum. Nicols bediente bei letzterer Aufnahme auch Perkussionsinstrumente und Pfeifen. Mit Peter Nu (p) nahm sie hintereinander mit "Nicols 'N' Nu" (Leo, 1985) und "Don't Assume" (Leo, 1987) zwei LP auf.

 

Unter dem Namen der beteiligten Musikerinnen und Musiker Irene Schweizer (p), Maggie Nicols (vcl), George Lewis (tb), Joëlle Léandre (b) und Günter Sommer (dm) erschien "The Storming Of The Winter Palace" (Intakt, 1988).

 

"Mr. Invisible And The Drunken Sheilas" (FMP, 1988) war eine Trioeinspielung mit dem Ehepaar Julie Tippetts (vcl) und Keith Tippett (p). Nach fast zehn Jahren ohne Aufnahme als Leaderin oder Co-Leaderin erschien "Nevergreens" (AFM, 1998), eine Trioaufnahme mit Pinguin Moschner (tuba) und Joe Sachse (g).

 

Am "Freedom Of The City"-Festival 2001 bildete sie ein Trio mit Caroline Kraabel (as) und Charlotte Hug (viola). Aufnahmen des damaligen Auftrittes erschienen mit anderen auf der Doppel-CD "Freedom Of The City 2001: Small Groups" (Emanem, 2002). Nach diesem Auftritt entstand in einem Studio "Transitions" (Emanem, 2002) und Jahre später "Dizziness" (Creative Sources, 2023).


2002 stellte Maggie Nicols unter dem Projektnamen The Gathering ein grossorchestrales Tribut an John Stevens zusammen, bei dem 25 Musikerinnen und Musiker mitwirkten. Zwei Monate nach einem Auftritt wurde die Musik im Studio für die CD "For John Stevens" (Emanem, 2003) aufgenommen.

 

Hoots And Roots nannte sich ein Duo mit Ken Hyder (dm), von dem "Life And Death" (Ayler, 2009) erschien. Als Trio Blurb nahm sie mit John Russell (g) und Mia Zabelka (vio, vcl) ein gleichnamiges Album (Extraplatte, 2013) auf. Fünf Jahre später war "W" (Evil Rabbit, 2018) ein zweites Album dieses Trios. 

 

Mit Lisa Ullén (p) und Matilda Rolfsson (b-dm) realisierte sie als Trio Generations die LP "Unfolding" (Particular, 2019). I Am Three & Me war eine Gruppe mit Nikolaus Neuser (tp), Silke Eberhard (as) und Christian Marien (dm), die "Mingus' Sounds Of Love" (Leo, 2019) herausbrachte.

 

Als This Friendship Is Sailing spielte Nicols mit weiteren Musikern die C30-Kassette "Live On Curious Ear Radio" (Beartown, 2021), den 34:56-minütigen DL-Track "This Friendship Is Sailing" (Scatter, 2022) und die CD "Shape Shifters" (Vernacular, 2023) ein.

 

Weitere Duo- oder Trioaufnahmen entstanden ab Anfang der 2010er Jahre als Co-Leaderin mit Susanna Ferrar, Sylvia Hallett, Julie Tippetts, Caroline Kraabel, Charlotte Hug, Mark Wastell, Phil Hargreaves, Peter Upreth, Joëlle Léandre, Roger Turner, Mark Wastell, Geoff Eales, Robert Mitchell und anderen.

 

Während des Lockdowns im Frühling 2020 nahm sie zu Hause solo das DL-Album "Creative Contraditcion: Poetry, Story, Song & Sound" (Takuroko, 2020) auf. Die Fortsetzung war die Doppel-CD "Are You Ready?" (Otoroku, 2022).

 

Zudem war sie Mitglied der Gruppen Cats Cradle, Future Ancestors, Hoots And Roots, Iskra 1912, London Improvisers Orchestra, Loverly, Mummy, Music Now Ensemble 1969, Perfect Trouble, Pulse!, Sean Bergin's Song Mob, Siapiau, The Dedication Orchestra, The Glasgow Improvisers Orchestra, The Relative Band, Vario II und Voices From Somewhere.     10/26

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