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Mark Wastell

  • musicmakermark
  • vor 7 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Britischer Experimentalmusiker (cello, elect, amplified textures) und Labelbetreiber, geboren 1958. Zum ersten Mal in Erscheinung trat er auf der CD "Icarius" (FMR, 1995), wo er an der Seite von Phil Wachsmann (vio, elect), Roger Curphy (b), Carol Ann Jackson (vcl) und Trevor Taylor (perc, elect) spielte.


 

1996 entstanden auch zwei Kassetten, die als erste Veröffentlichungen auf Wastells eigenem "Confront"-Label erschienen. Es waren dies "At The Club Room" (Confront, 1996) der Gruppe Scant mit Wastell, Richard Sanderson (elect) und Robin Musgrove (perc), sowie "Refraction" (Confront, 1997), eingespielt als Collision Duo mit Nick Smith (vio, vcl, perc).

 

Phil Durrant (vio, synth, treatments) und Wastell (cello, amplified textures) realisierten zusammen mit Matt Davies (tp, elect, field recordings) zuerst eine titellose CD-R (Confront, 2000) mit einer Spieldauer von 29 Minuten und später die CD "Open" (Erstwhile, 2003).

 

Auf der ersten der beiden Aufnahmen spielten die drei Musiker auf ihren herkömmlichen Instrumenten, auf der zweiten verstärkt auf elektronischem Equipement. Ein 30:21-minütiges Stück mit Rhodri Davies (harp), Alessandra Rombolá (fl) und Matt Davis (tp) erschien auf einer titellosen CD-R (Confront, 2000).

 

Zusammen mit Tony Wren (b) und Charlotte Hug (viola) taten sich Wastell und Phil Durrant zum Quatuor Accorde zusammen. Dieses Streichquartet spielte zwischen 1998 und 2000 live und im Studio "Angel Gate" (Emanem, 2001) ein. Zur selben Zeit experimentierte auch Evan Parker auf der Triple-CD "Strings With Evan Parker" (Emanem, 2001) mit Streichern, zu denen Wastell gehörte.


Mit Graham Halliwell (as, as feedback) realisierte Wastell im Duo die CD-R"Faktura" (Absurd, 2002), die Mini-CD-R "Tractatus De Imagine Mundi" (Kning Disk, 2006) und das DL-Album "@ Bonnington" (Confront,  2018). Ab 2004 bildeten Halliwell und Wastell mit Bernhard Günter (e-cellotar, elect) die Formation +minus.


Seit Beginn der 2000er Jahre erschienen von Mark Wastell über 70 Aufnahmen, auf denen der meist als Co-Leader mitwirkte. Dabei traf er auf Musikerinnen und Musiker wie Matt Davis, Phil Durrant, Hervé Boghossian, John Tilbury, David Lacey, Paul Vogel, Keith Rowe, Max Eastley, Evan Parker, Rhodri Davies, Lasse Marhaug, Burkhard Beins, John Butcher und Julie Tippets.

 

Weitere musikalische Partner und Partnerinnen waren David Sylvain, Nikos Veliotis, Richard Sanderson, Robin Musgrove, Arild Andersen, Clive Bell, Ståle Liavik Solberg, Mike Cooper, John Bisset, Jan Bang, David Toop, Maggie Nicols, Chris Abrahams, Jason Kahn, Taku Unami, Angharad Davies, Simon H. Fell, Alex Ward und andere. Dazu kamen auch mehrere Aufnahmen unter Wastells Namen.


"Tâmpûrâ" (2005) war eine labellose Mini-CD-R von Wastell (elect) mit einem 19:33-minütigen Solotrack. Auf den CD-R "Vibra # 1" (w.m.o./r, 2005) und "Vibra # 2" (Longbox, 2005) sowie später auf der CD "Come Crimson Rays" (Kning Disk, 2007) war Wastell solo auf einem 24 oder 32 Inch grossen Tamtam, einer Art Gong, zu hören.


Die insgesamt fünf Werke wurden unter dem Titel "Vibra Trilogy" (Confront, 2024) in DL-Form zusammengefasst. Die Fortsetzung der dem verstorbenen Roger Sutherland von Morphogenesis gewidmeten "Vibra"-Reihe war die Mini-CD-R "Vibra: Trent" (Linear Obsessional, 2015) mit einem 18:49-minütigen Tamtam-Stück.

 

Solo hatte Wastell (p, tam-tam, tubular bell) auch den 33:43-minütigen Track auf der CD "Amoungst English Men" (absinthRecords, 2006) aufgenommen. Für das 28:26-minütige Stück auf der CD "Caressed On The Brow By Unseen Hands" (L'innomable, 2006) holte Wastell (cello) nicht weniger als zehn Musikerinnen und Musiker dazu.

 

Die Mini-CD-R "After Hours" (Cathnor, 2009) bestand aus einem 15:13-minütigen Track. "Quartet" (Confront, 2015) hiess eine Free Improv-CD, die Wastell (cello) mit Alan Wilkinson (as, bcl) sowie Dominic Lash und Olie Brice (b) realisiert hatte. "Keith Tippett : In Memoriam" (Amplify 2020, 2020) war ein 7:15-minütiger DL-Track, der während der Pandemie in Rahmen einer Serie erschien.

 

32:03 Minuten lang war der DL-Track "Like Planets [Unreel]" (Confront, 2020) mit Wastell (div instr), David Sylvain (voice, field recordings) und Biliana Voutchkova (vio, sampl). Die beiden CD-R "Cello-Intern Solos" (Confront, 2022) und "Pre-existing Commitments" (Hundred Years Gallery, 2023) sowie die DL-EP "Cello-Intern XVIII" (scatterArchive, 2024) bestanden aus Cello-Soloaufnahmen.

 

Dazu war Wastell Mitglied mehrerer weiterer Gruppen. Mit Simon H. Fell (b) und mit Rhodri Davies (harp) bildete er das Trio IST bzw. ist, von dem ab 1997 mehrere Aufnahmen erschienen. Wastell machte auch bei anderen Projekten von Fell mit.

 

Dazu bildeten Wastell und Davies mit Chris Burn (p) und Phil Durrant (vio, elect) das Quartett Assumed Possibilities. Von dieser Formation kamen "Assumed Possibilities" (Confront, 1998) und "Still Point" (Rossbin, 2002) heraus. Wastell war auch Mitglied des Chris Burn Ensembles.

 

Bei The Sealed Knot taten sich Wastell und Rhodri Davies mit Burkhard Beins (perc) für mehrere Aufnahmen zusammen. Ein Quartett von Wastell (cello) und Rhodri Davies mit Matt Davis (tp) und Angharad Davies (viola) hiess D / D / D / W und veröffentlichte "Hanwell" (Confront, 2020). Oceans Of Silver & Blood war ein Duo mit Joachim Nordwall.

 

Zudem ist/war Mark Wastell Mitglied des London Improvisers Orchestra, der Grossformationen The Seen und Live-Tempera, einer Company von Derek Bailey sowie der Gruppen Lots Of Strings Quartet, John Butcher's Dragon 10, Banns, Beforehand, Belaska, Broken Consort, Scant, The Scotch of St. James, The Spencer Grady 3 und Wunderkammer.

 

Er ist auf Aufnahmen von John Wall, Lol Coxhill, Hans Koch und anderen zu hören. Wastell war Besitzer des Londoner Schallplattenladens "Sound 323", wo regelmässig Konzerte stattfanden.         08/26

 

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