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Mark Whitecage

  • musicmakermark
  • vor 4 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Amerikanischer Free Improv-Sopran- und Altsaxophonist, Klarinettist, Komponist,  Soundskulpturen-Künstler, Labelbesitzer und Bandleader, geboren am 4. Juni 1937 in Litchfild, Connecticut. Im Alter von 6 Jahren spielte er erstmals in der familieneigenen Gruppe und erhielt mit 12 Jahren die Union Card, die ihm das Auftreten als Profimusiker erlaubte.


 

Zu ersten Aufnahmen kam Whitecage mit James Duboise (brass), Bobby Naughton (p), Mario Pavone (b) und Laurence Cook (dm) als Mitglied der Free Jazz-Gruppe Nature's Consort, von der ein gleichnamiges Album (Otic, 1969) erschien. Er war Mitglied der Bley-Peacock Synthesizer Show, als diese Formation "Revenge: The Bigger The Love The Greater The Hate" (Polydor, 1971) aufnahm.

 

In den 1970er Jahren war Whitecage Mitglied der Galaxy Dream Band von Gunter Hampel. Bis in die 1980er Jahre machte er bei Aufnahmen von The Composers Collective, Jeanne Lee, Noah Young, INTERface, David Eyges, Dan Rose, Mario Pavone, Saheb Sarbib & His Multinational Big Band und anderen mit.

 

Mit seiner Frau, der Klarinettistin und Fotografin Rozanne Levine, gründete er 1990 das eigene Label "Acoustics". Die erste "Acoustic"-Aufnahme hiess "Mark Whitecage & Liquid Time" (1991) eingespielt mit Dave Douglas (tp), Michael Jefry Stevens (p), Peter LeMaitre (dm) und Joe Fonda (b).

 

In der Folge erschienen eine ganze Reihe von Aufnahmen unter eigenem Namen. Mark Whitecage Quartet hiess eine Gruppe mit Tomas Ulrich (cello), Dominic Duval (b) und Jay Rosen (dm). Von dieser Formation erschien als erstes "Caged No More" (CIMP/Cadence, 1996).

 

Auf "3 + 4 = 5" (CIMP/Cadence, 1998) verschmolzen das Mark Whitecage Quartet und das Trio des Pianisten Joseph Scianni  mit Duval und Rosen zu einem Quintett. Auf "Fragments Of A Dream" (Acoustic, 2000), der dritten Aufnahme des Mark Whitecage Quartets, spielte anstelle von Ulrich Sabir Mateen (as, ts, cl, fl). 

 

Ein anderes Quartett nannte er Other Quartet. Es bestand aus Sabir Mateen (as, ts, cl, fl), Joe Fonda (b) und Harvey Sorgen (dm) und spielte "Consensual Tension" (CIMP/Cadence, 1998) ein. In der Besetzung Whitecage, Mateen, Chris Dahlgren (b) und Jay Rosen (dm) spielte das Other Quartet "Research On The Edge" (CIMP/Cadence, 1999) ein. 

 

Eclectic Electric nannte Whitecage eine Formation die aus drei Vierteln seines Quartetts (Whitecage, Ulrich und Rosen) sowie aus Chris Dahlgren (b, elec) und Sabir Mateen (as, ts) bestand. Ende 1998 und Anfang 1999 entstanden in New York live die Trio- und Quartett-Aufnahmen für "Moon Blue Boogie" (Acoustics, 2000).

 

Bei diesen Aufnahmen verfremdete Whitecage seine Klänge erstmals mit elektronischen Zusatzgeräten. Whitecage wurde in jener Zeit oftmals vom Label "CIMP/Cadence" für Aufnahmen engagiert.

 

Als Mitglied einer "CIMP"-Allstarformation mit Joe McPhee (ss, ts. tp), Paul Smoker (tp), David Prentice (vio), Peter Kowald und Dominic Duval (b) sowie Jay Rosen (dm) entstanden "CIMPhonia 1998 Part 1" (CIMP/Cadende, 1998) und "CIMPhonia 1998 Part 2" (CIMP/Cadence, 1999).

 

Duval und Rosen bildeten ab Mitte der 1990er Jahre praktisch bei allen  Aufnahmen von Whitecage die Rhythmusgruppe. So auch im Mark Whitecage Trio. Von dieser Gruppe erschienen "Free For Once" (CIMP/Cadence, 1996), "Split Personality" (GM, 1998) sowie die im französischen Tours eingespielten Live-CDs "Fractured Standards & Fairy Tails- Live On Tour In Tours, Vol. 1 und 2" (beide Acoustics, 2000),

 

Weitere Aufnahmen des Trios hiessen "The Paper Trail" (Acoustics, 2001) mit Aufnahmen von 1995 und "No Respect" (Acoutstics, 2002). Das Whitecage-Trio bildete auf "Moons Of Jupiter" (CIMP/Cadence, 1997) mit Steve Swell (tb) das Steve Swell Quartet. Mit dem blinden Feri Nemeth (ts) tat sich das Trio für die Aufnahmen von "Common Ground" (Harmónia Produkció, 2001) zusammen.

 

Mark-n-Marshall bzw. Marshall Allen Quartet nannte sich eine Gruppe, in dem sich Whitecage und der Sun Ra-Weggefährte Marshall Allen (as) die Leaderrolle teilen. Unterstützt wurden sie für "Tuesday" und "Monday" (beide CIMP/Cadence, 1998) von Dominic Duval (b) und dem Sun Ra-Musiker Luqman Ali (dm).   

 

Dazwischen waren weitere Aufnahme von Whitecage als Co-Leader oder als Solist erschienen. Mit Michael Jefry Stevens (b) entstand im Duo "Short Stories" (Red Toucan, 1998). Auf "Turning Point" (Acoustics, 2000) mit unbegleiteten Soloaufnahmen bearbeitete Whitecage seine Klänge mit elektronischen Geräten.

 

Auch die CD-R "Ducks On Acid" (Acoustics, 2003) war eine Soloaufnahme, erschienen unter dem Namen Mark Whitecage & His Virtual Combo. Mit Roy Campell, später Thomas Heberer (tp), Joe Fonda (b) und Lou Grassi (dm) bildet er The Nu Band, von der ab Anfang der 2000er Jahre mehrere Aufnahmen erschienen.

 

Im Duo mit seinem langjährigen Weggefährten Dominic Duval (b) spielte er "Rules Of Engagement Vol. 1" (Drimala, 2003) ein. "Bush Wacked; A Spoken Opera" (Acoustics, 2005) erschien unter dem Namen Mark Whitecage & The BiCoastal Orchestra.

 

Das Orchestra war ein Quintett mit Whitecage (as, cl, vcl), Rozanne Levine (cl, vcl), Scott Steele (g), Bill Larimer (p, vcl) und Robert Mahaffay (dm). Eine Trioaufnahme mit Adam Lane (b) und Lou Grassi (dm) trug den Titel "Drunk Butterfly" (Clean Feed, 2008). 

        

Zudem war er Mitglied der Gruppen Dominic Duval Quintet, Dominic Duval's String Ensemble, Erhard Hirt New York Connection, Free Jazz Art, Jay Rosen Quartet, Saheb Sarbib Quartet, Saheb Sarbib Sextet, The Fonda/Stevens Group, The Michael Jefry Stevens/Dominic Duval Quintet und anderen.

 

Er spielte an der Seite seiner Lebenspartnerin Rozanne Levine sowie mit Perry Robinson, Karen Borca, Max Johnson, Jacques Coursil, Dom Minasi und anderen. Mark Whitecage starb am 8. März 2021 im Alter von 83 Jahren.

 

"Live@VisionFest20" (Not Two, 2022) nannte sich nachträglich eine 2015 mitgeschnittene Quatett-Aufnahme mit Perry Robinson (bcl), Ken Filiano (b, elect) und Lou Grassi (dm).                               04/26

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