Mat Mathews
- musicmakermark
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Holländischer Jazz-Akkordeonist, geboren am 18. Juni 1924 in Den Haag als Mathieu Hubert Wijnandts Schwarts. Er lernte während des Zweiten Weltkrieges Akkordeon zu spielen. Nachdem er am Radio Joe Mooney gehört hatte, entschied er sich in Richtung Jazz zu bewegen.

Von 1947 bis 1950 sowie wieder ab 1968 war er Mitglied der Swing-Gruppe De Millers. 1952 liess er sich in New York City nieder. Dort gründete er mehrere eigene Gruppen. Die ersten hiessen The Mat Mathews Quartet und Mat Mathews Quintet.
Mit diesen Gruppen teilte er sich je ein 10"-Split-Album mit dem Tony Scott Quartet. Auf dem zweiten begleiteten die beiden Gruppen die Sängerin Carmen McRae. Zum Quintett gehörten teilweise Oscar Pettiford oder Herbie Mann. Auch von anderen eigenen Gruppen kamen nur wenige oder nur vereinzelte Aufnahmen heraus.
Diese Gruppen nannten sich Mat Mathews And His All-Stars, Mat Mathews Combo, Mat Mathews Ensemble, Mat Mathews Quintet, Mat Mathews Sextet, Mat Mathews Tentette, Mat Mathews Trio und The Mat Mathews Orchestra.
Unter seinem eigenen Namen erschienen beginnend mit "Accordion Solos" (Brunswick, 1956), "Gentle Art Of Love" (Dawn, 1956), "The Modern Art Of Jazz By Mat Mathews" (Dawn, 1956) und "4 French Horns Plus Rhythm" (Elektra, 1957) mehr als ein Dutzend Alben.
Begleitet wurde er dabei je nach Album oder Stück von Mann, Pettiford, Gigi Gryce (as), Art Farmer (tp), Joe Puma (g), Milt Hinton (b), Kenny Clarke (dm). Er war Mitglied von Gruppen um Puma.
Mit Herbie Mann (ts, fl, cl), Joe Puma (g) und Whitey Mitchell (b) bildete er Ende der 1950er Jahre die Kammerjazz/Latin/Easy Listening-Gruppe New York Jazz Quartet, die sich auch New York Jazz Ensemble nannte. 1964 kehrte er in die Niederlanden zurück, wo er seine Karriere fortsetzte.
Mat Mathews starb am 12. Februar 2009 im Alter von 84 Jahren in Clarence Center, New York. 03/26


