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Michał Urbaniak

  • musicmakermark
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Polnisch-amerikanischer Jazz-Violinist, Saxophonist und Bandleader, geboren am 22. Januar 1943 in Warschau. Er studierte Violine und erlernte als Autodidakt Saxophon. Von 1962 bis 1964 spielte er im Quintett von Krzysztof Komeda.


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Er machte ab 1965 Aufnahmen als Mitglied des Rolf Kühn Quintetts, des Jazz Workshops Ost-West sowie mit Krzysztof Sadowski, Czesław Niemen und den Novi Singers. "Urbaniak's Orchestra" (Atlas, 1968) hiess eine Aufnahme seines gleichnamigen Quartetts.

 

Dieses bestand neben dem Leader (vio, fl, vcl) aus Urszula Dudziak (vcl), Wojciech Karolak (org) und Andrzej Dąbrowski (dm, vcl). Michal Urbaniak's Group hiess eine Anfang der 1970er Jahre aktive Gruppe, der als wichtigste Musiker Adam Makowicz (p) und Urszula Dudziak (vcl) angehörten.

 

In unterschiedlichen Besetzungen spielte die Gruppe die Alben "Live Recording" (Polskie Nagrania Muza, 1971), "Paratyphus B" (Spiegelei, 1973) und "Inactin" (Spiegelei, 1973) ein. "The Beginning" (Catalyst, 1976) war später eine Compilation.

 

Mit den Violinisten Don "Sugarcane" Harris, Jean-Luc Ponty und Nipso Brantner sowie mit Begleitern bildete Urbaniak den New Violin Summit, dessen Arbeit sich in einem gleichnamigen Album (MPS, 1972) niederschlug. Ein weiteres Gipfeltreffen hiess "We'll Remember Komeda" (MPS, 1973) und kam unter anderem mit Tomasz Stanko (tp) und Attila Zoller (g) zu Stande.


Eine weitere eigene Gruppe hiess Michał Urbaniak Constellation. Diese veröffentlichte "Super Constellation" (CBS, 1973) und "In Concert" (Polskie Nagrania Muza, 1973). Später wurde von dieser Gruppe "Historic Concert Live at Warsaw National Philharmonic Hall 1973" (UBX Urbaniak Masters Series, 1997) nachgeliefert.


Vom Nachfolgeprojekt Michal Urbaniak's Fusion erschienen "Atma" (Columbia, 1974), "Smiles Ahead" (MPS, 1977) und "Heritage" (MPS, 1978). Mitte der 1970er Jahre wanderte er mit seiner damaligen Frau, der Jazzsängerin Urszula Dudziak, in die USA aus, wo sie in New York City lebten und sich in der Fusionszene etablieren konnten.


Es folgten rund 50 Aufnahmen unter Urbaniaks Namen. Dazu kamen rund ein Dutzend Alben unter Gruppenbezeichnungen wie Funk Factory, Michael Urbaniak Jazz Trio, Michal Urbaniak Quartet, The Larry Coryell/Michael Urbaniak Duo, Urbanator, Urbaniak-Coryell Band, Urbaniax und Urbanizer.

 

Michał Urbaniak besitzt bei discogs.com über 230 Einträge als Musiker. Er wurde zu Aufnahmen von Oliver Nelson, Arif Mardin, Charles Earland, Don Pullen, Teo Macero, Billy Cobham, Horace Parlan, George Benson, Earl Klugh, Paul Bley, Freddie Hubbard, Beastie Boys, Lenny White, A Tribe Called Quest, Randy Brecker und anderen engagiert.

 

Miles Davis holte Urbaniak für einen Track seines Albums "Tutu" (Warner, 1986) ins Studio. Er spielte auf den meisten Aufnahmen seiner Frau Urszula Dudziak und war auf vielen Aufnahmen von Krzysztof Komeda zu hören, die nachträglich veröffentlicht wurden. Michał Urbaniak starb am 20. Dezember 2025 im Alter von 82 Jahren. 12/25

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