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Ned Rothenberg

  • musicmakermark
  • 15. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit

Amerikanischer Free Improv-Alt und Tenorsaxophonist, Bassklarinettist, Flötist sowie Ocarina- und Shakuhachi-Spieler, geboren am 15. September 1956 in Boston, Massachusetts. Er studierte am Oberlin Konservatorium und am Berklee College of Music.


 

1978 zog er nach New York City, wo er mit John Zorn, Fred Frith, Elliott Sharp und Arto Lindsay spielte. Seine erste Aufnahme machte er 1978 als Mitglied des Trios Fall Mountain, das neben Rothenberg aus Jim Katzin (vio) und Bob Ostertag (elect) bestand.

 

Die Aufnahmen erschienen auf der LP "Early Fall" (Parachute, 1979). Für einzelne Tracks hatte das Trio zusätzlich noch David Wiles (perc) und Richard Rogers (p) beigezogen. Anfang der 1980er Jahre trat Rothenberg mit den beiden Soloalben "Trials Of The Argo" (Lumina, 1981) und "Portal" (Lumina, 1983) in Erscheinung.

 

Im Laufe der Jahre veröffentlichte Rothenberg mehrere weitere Soloaufnahmen (siehe Ned Rothenberg in Solo- und Duoaufnahmen). 1985 gründete er mit Elliott Sharp (div g, e-b, elect, vio) und Samm Bennett (dm, perc, e-perc, vcl) das Trio Semantics.

 

Ende der 1980er Jahre formierte Rothenberg mit Robert Dick (div fl, picc) und J.D.Parran (div cl und fl) bzw. Herb Robertson (tp, flh) das Bläsertrio New Winds. Ab Anfang der 1990er Jahre trat Rothenberg mit seinem Sextett Ned Rothenberg Double Band auf die Szene.

 

"Opposites Attract" (New World und CounterCurrents, 1991) nannte sich eine Aufnahme mit Paul Dresher (g, loops, sampl) als Co-Leader sowie mit Anthony Jackson (e-b), Mark Dresser (b), Bobby Previte (dm) und/oder Samm Bennett (dm, e-dm, shakers) als Mitmusiker.

 

Mit Steve Lacy (ss), Roy Nathanson (ts) und Eric Sleichim (bars) bildete Rothenberg eine weitere reine Bläsergruppe, die sich Antonyms 1 nannte. Vom Zusammentreffenn der vier Musiker erschien nur die eine CD "Established Mode Of Speech" (Sub Rosa, 1993).  

 

Für "Power Lines" (New World, 1995) stellte Rothenberg ein Ensemble zusammen, dem Mark Feldman (vio), Ruth Siegler (vio, viola), Erik Friedlander (cello), Josh Roseman (tb), Kenny Berger (bcl, bars), Dave Douglas (tp), Mark Dresser (b), Glen Velez (perc) und Michael Sarin (dm) angehörten.

 

Auf der CD "Cafe 9. 15" (Phenotype, 1996) wurde eine Begegnung von Rothenberg mit der japanischen Gruppe Altered States dokumentiert. "Amulet" (Leo, 1996) mit Sainkho Namchylak. (vcl) war die erste richtige Duoeinspielung.

 

Es folgten weitere (siehe ebenfalls Ned Rothenberg in Solo- und Duoaufnahmen). Ein Trio mit Jerome Harris (g, b-g) und Samir Chatterjee (tabla) hiess Sync und spielte "Port Of Entry" (Intuition, 1998) sowie "Harbinger" (Animul, 2004) ein.

 

Auf der dritten Sync-Aufnahme "In Diaspora" (Tzadik, 2006) kamen mit Mark Feldman (vio) und Erik Friedlander (cello) zwei Streicher dazu. Deshalb hiess die Gruppe auf dieser Aufnahme auch Sync With Strings.

 

Dazu kamen weitere eigene Aufnahmen wie "Ghost Stories" (Tzadik, 2000), realisiert mit Min Xiao-Fen (pipa), Erik Friedlander (cello), Satoshi Takeishi(perc) und Riley Lee (shakuh). Eine Trioaufnahme mit seinem früheren Semantics-Kollegen Samm Bennett (dm, perc, elect) und Kazuhisa Uchihashi (g, e-b, daxophone, effects) hiess "Are You Be" (Animul, 2002) und erschien unter dem Gruppennamen R.U.B..

 

"The Fell Clutch" (Animul, 2007) hiess ein Album mit Stomu Takeishi (e-b) und Tony Buck (dm). "Free Zone Appleby 2007" (psi, 2009) enthielt Trioaufnahmen mit Paolo Angeli (g, elect) und Evan Parker (ss, ts). Mit Catherine Jauniaux (vcl) und Barre Phillips (b) nahm er live "While You Were Out" (Kadima, 2010) auf.

 

"Ryu Nashi: No School–New Music For Shakuhachi" (Tzadik, 2010) nannte sich eine Ensemble-Aufnahme, bei der viele wichtige, nicht-japanische Shakuhachi-Spieler mitmachten.  "Quintet For Clarinet And Strings" (Tzadik, 2010) war eine Aufnahme, auf der sich Rothenberg vom Mivos Quartet begleiten liess.

 

Im Trio mit Mark Feldman (vio) und Sylvie Courvoisier (p) entstand "In Cahoots" (Clean Feed, 2016). Auf dem 6-CD-Set "Momentum 1: Stone" (Audiographic, 2016) von Ken Vandermark bestritten Rothenberg, Vandermark (reeds), Håvard Wiik (p) und Tom Rainey (dm) CD 3.

 

Ivo Perelman (ts), Mat Maneri (viola), Hank Roberts (cello) und Ned Rothenberg (bcl) waren Co-Leader auf "Strings 2" (Leo, 2018). Zusammen mit Sainkho Namchylak (vcl) und Dieb13 (tt) entstand "Antiphonen" (Klanggalerie, 2020).

 

"Lockdown" (Clean Feed, 2021) hiess eine Trioaufnahme mit Sylvie Courvoisier (p) und Julian Sartorius (dm, perc). Für "Crossings Four" (Clean Feed, 2023) holte er Sylvie Courvoisier (p), Mary Halvorson (g) und Tomas Fujiwara (dm) dazu. Rothenberg war Leader der amerikanischen Abteilung der transatlantischen Grossformation Transatlantic Trance Map.

 

Von dieser erschien "Marconi’s Drift (False Walls, 2024). Die sechsköpfige britische Abteilung spielte bei diesem Konzert am 17. Dezember 2022 in London unter der Leitung von Evan Parker, die ebenfalls sechsköpfige amerikanische in New York City. Die beiden Klangkörper waren übers Internet miteinander verbunden.

 

Rothenberg war 1978 Mitglied des Creative Orchestras von Anthony Braxton gewesen. Braxton zog ihn auch zu anderen Aufnahmen bei. Dazu machte er Aufnahmen mit Jason Hwang, Kip Hanrahan, Heiner Goebbels, Tenko, Seigen Ono, Sato Michihiro, Nicolas Collins, Jeffrey Schanzer, Robert Dick, John King, Liu Sola, Marisa Monte, Tom Varner, Ed Jackson und Bob Ostertag.

 

Dazu kamen Aufnahmen mit Steve Swell, James Falzone, Michael Musillami, Adam Rudolph, Denman Maroney, Anthony Coleman, Elvis Costello, Marc Ribot, Daniel Zamir, Bobby Previte, Roy Nathanson, Phil Haynes, Luc Houtkamp und anderen.


Zudem machte Rothenberg bei mehreren Projekten von John Zorn mit. Evan Parker berief ihn mehrmals in sein Electro-Acoustic Ensemble.      04/26

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