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Ol'Dirty Bastard

  • musicmakermark
  • 11. Jan. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanischer Rapper, Produzent und Hip Hop-Musikergeboren am 15. November 1968 in Brooklyn, New York, als Russell Jones. Zusammen mit seinen Cousins RZA und GZA gründete er zu Beginn der 1990er Jahre das New Yorker Hip Hop-Kollektiv Wu-Tang Clan. Weitere Mitglieder waren Raekwon, Ghostface Killah, Inspectah Deck, Method Man, Masta Killa und U-God.


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Er war das prominenteste aber auch umstrittendste Mitglied des Clans und kam mehrmals wegen Drogen- und Waffenbesitz, Diebstahl und anderen Delikten in Polizeihaft. Er trat auch als ODB, Ason Unique, The Bebop Specialist, Big Baby Jesus, BZA, Dirt Dog, Dirt McGirt, Dirty, The Father, Freeloading Rusty, Joe Bananas, Michael Phipps, Ol'Dirt Schultz, Osirus, Prince Delight, The Professor oder Shimmy Shimmy Yah auf.

 

ODB war nach Method Man das zweite Clan-Mitglied, das ein Solo-Album veröffentlichte. Es hiess "Return To The 36 Chambers: The Dirty Version" (Elektra, 1995) und zielte mit dem Titel auf das Debut-Werk des Clans. Das Album verkaufte sich über eine Million Mal und landete bei den Billboard 200 auf Platz 7 und bei den R&B/Hip Hop-Alben auf Platz 2.

 

In die Schlagzeilen geriet er, weil er mit zwei seiner 13 Kinder in seiner Limousine bei der Sozialhilfe vorfuhr und dort Beiträge kassierte – dies obwohl sein Debut-Album ein kommerzieller Erfolg war. Das Ganze wurde von einer TV-Equipe gefilmt. Bei einer Grammy-Verleihung geriet er derart in Rage, weil Puff Daddy für das beste Rap-Album ausgezeichnet wurde, dass er laut sein Missfallen kund tat.

 

Nach seinem zweiten Solo-Album "U.S. Nigga Please" (Elektra, 1999) – eingespielt zwischen zwei Gefängnis-Aufenthalten und mit den Plätzten 10 (Billboard 200) und 2 (R&B/Hip Hop-Alben) wieder ein Erfolg - trennte sich "Elektra" vom Rapper und schob später mit "The Dirty Story: The Best Of Ol'Dirty Bastard" (2001) und "The Definitive Ol'Dirty Bastard Story" (2005) zwei Compilations nach, obwohl ODB für das Label nur zwei Alben eingespielt hatte.

 

ODB nächstes Soloalbum hiess "The Trials And Tribulations Of Russell Jones" (Riviera/D-3, 2002). Es bestand aus Vocals, die ODB vor seinem erneuten Gefängnisaufenhalt eingespielt hatte und die nachträglich mit Musik und Gast-Rap-Beiträgen aufgepeppt wurden. Das Album verkaufte sich mit den Plätzen 33 bei den Billboard 200 und 6 bei den R&B/Hip Hop-Alben nicht schlecht.

 

2003 wurde er zwar wieder aus dem Gefängnis entlassen, erhielt aber Hausarrest und wurde so zum Star einer TV-Reality-Show. Im Herbst 2004 arbeitete er an seinem neuen Album, als er am 13. November 2004 – zwei Tage vor seinem Geburtstag - im New Yorker Studio des Clans zusammenbrach und zwei Stunden später starb. Er wurde 35 Jahre alt.

 

Die Aufnahmen kamen erst später und nach mehreren Anläufen als "A Son Unique" (Def Jam/Roc-A-Fella, 2006) heraus, schafften es allerdings nicht in die Charts. Mit dem Mixtape "Osirus" (Sure Shot, 2005) und der Live-Aufnahme "Free To Be Dirty! Live" (Nutch Digital, 2005) erschienen nach ODBs Tod auch zwei weitere Aufnahmen.

 

Dazu kamen mit "In Memory Of... Vol. 3" (101 Distribution, 2007) und "The Last Tape (Greatest Hits)" (Wu Music, 2011) zwei Compilations.    01/24

 

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