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Oliver Johnson

  • musicmakermark
  • 13. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanischer Jazz-Schlagzeuger, geboren am 5. Dezember 1944 in Oakland, California. Er spielte zuerst Trompete und wechselte während der Armeeausbildung zum Schlagzeug. 1964 verliess er die Armee und schloss sich als Perkussionist einer Latin Band an.


 

Seine Jazzkarriere begann 1965 als Begleiter von Donald Raphael Garrett. Später spielte er in Gruppen um Dewey Redman, Andrew Hill, Bobby Hutcherson, Dexter Gordon, den Blueser Memphis Slim, Sam Rivers und Johnny Griffin.

 

Seine ersten Aufnahmen machte er mit dem Pianisten Danny Zeitlin, als dieser mit den beiden Rhythmusgruppen Charlie Haden (b) und Jerry Granelli (dm) bzw. Joe Halpin (b) und Oliver Johnson (dm) die LP "Zeitgeist" (Columbia, 1967) aufnahm.

 

Johnson interessierte sich auch für Musik, die über den Jazz hinausging. Er machte bei Experimenten mit Tonbändern und elektronisch erzeugter Musik mit, die ein Musikerkreis um Steve Reich und Terry Riley damals unternahmen.

 

Ab Ende der 1960er Jahre lebte Johnson in Paris, wo er zunächst vor allem mit anderen aus den USA stammenden Free Jazz-Musikern wie Alan Silva, Anthony Braxton, Dewey Redman, Sam Rivers, Archie Shepp, dem Art Ensemble of Chicago, Oliver Lake und David Murray arbeitete.

 

Zwischen 1978 und 1989 war er Mitglied der vielen Gruppen von Steve Lacy wie Steve Lacy & Cie, Steve Lacy Five, Steve Lacy Four, Steve Lacy Nine, Steve Lacy Quartet, Steve Lacy Quintet, Steve Lacy Seven, Steve Lacy Sextet und Steve Lacy Trio.

 

Daneben arbeitete er auch mit Jean-Luc Ponty, George Duke, Hampton Hawes, Bobby Hutcherson, Maynard Ferguson, Yusef Lateef, Attila Zoller, Johnny Griffin, Tiziana Ghiglioni und François Chassagnite. Von Johnson erschienen nur wenige Aufnahmen unter eigenem Namen oder als Co-Leader.

 

Ein Trio mit Kent Carter (b) und Takashi Kako (p) nannte sich TOK und veröffentlichte unter diesem Gruppennamen mit "Paradox" (Japo, 1979) nur eine Aufnahme. Später kamen unter dem Namen der drei beteiligten Musiker weitere Aufnahmen heraus.

 

Diese hiessen "Micro Worlds" (Break Time, 2000) und waren am 31. August und am 1. September 1976 in einem Pariser Studio mit Irene Aebi (vio, vcl) in einem Track aufgezeichnet worden. Möglicherweise kamen diese Aufnahmen schon damals heraus.

 

Im Trio mit Tchangodei (p) und Steve Lacy (ss) entstand "The Bow" (Volcanic, 1984). Aus der selben Zeit müssen die Aufnahmen von "Sans Chemin" (Volcanic) stammten, auf der Tchangodei (p), Jean-Jacques Avenel (b), Steve Potts (ss), George Lewis (tb) und Johnson (dm) als Co-Leader agierten.

 

Oliver Johnson wurde am 6. März 2002 ermordet auf einer Bank in der Rue Pierre Lescot in Paris aufgefunden. Nach den Ermittlungen der Polizei hatte ihn ein Clochard umgebracht.  Er wurde 57 Jahre alt.      04/26

 

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