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P.P. Arnold

Amerikanische Soul-Sängrin, geboren am 3. Oktober 1946 in Los Angeles, California, als Patricia Ann Cole. Sie stammt aus einer Familie, in der Gospel gesungen wurde. Deshalb begann sie schon im Alter von vier Jahren zu singen. Anfang der 1960er Jahre arbeitete sie als Backing-Sängerin für Bobby Day.



Danach bildete sie mit Maxine Smith und Gloria Scott eine Version von The Ikettes, der Backingvocal-Band von Ike & Tina Turner. Die drei Sängerinnen tourten einige Zeit mit der Ike & Tina Turner Revue durch die USA und kamen 1966 nach England, wo sie eine Tournee mit den Rolling Stones absolvierten.

 

Mick Jagger war so beeindruckt von Arnolds Stimme, dass er Stones-Manager Andrew Oldham bat, der Sängerin einen Vertrag bei dessen Label "Immediate Records" zu geben. Oldham war einverstanden, und Arnold verliess die Ikettes, um in London zu bleiben. Ihre ersten Alben hiessen "The First Lady Of Immediate" und "Kafunta" (beide Immediate, 1968).

 

Aus dem ersten Album wurde vorab die Single "The First Cut Is the Deepest" (Immediate, 1967) ausgekoppelt, die in Grossbritannien auf Platz 18 der Charts kletterte. Der Song stammte von Cat Stevens, der ihn im selben Jahr auf dem Album "New Masters" (Deram, 1967) veröffentlichte. Später nahmen auch Keith Hampshire, Rod Stewart, Papa Dee und Sheryl Crow diesen Song auf.

 

Zwei weitere Singles aus dem ersten Album kamen in die Top-50 der britischen Charts, darunter "(If You Think You're) Groovy", geschrieben von Steve Marriott und Ronnie Lane von den Small Faces. Als Gegenleistung steuerte Arnold den Backinggesang für einzelne Songs der Faces bei und ging mit der Band auf Tournee.

 

Ihrer ersten Backing-Band waren die Blue Jays, danach die spätere Bombastic Prog Rock-Band The Nice. Die Sängerin tourte als Opener für Jimi Hendrix, The Who, den Kinks, David Bowie und Blind Faith durch die Lande. Mit "Angel of the Morning" vom zweiten Album hatte sie einen Top-30-Hit.

 

Nach dem Ende von "Immediate" wechselte sie zu "Polydor", wo ihre zwei Singles von Barry Gibb produziert wurden. 1970 spielte Arnold neben P. J. Proby im Rock-Musical "Catch a Fire" und war auf den Aufnahmen des Rock-Musicals "Jesus Christ Superstar" (MCA, 1970) zu hören. Ihre Begleitband bestand damals aus Tony Ashton, Kim Gardner und Roy Dyke von Ashton, Gardner und & Dyke sowie aus Steve Howe von Yes.

 

Sie steuerte Backingvocals für Nick Drake, Dr. John, Gary Wright, Humble Pie, Ashton, Gardner & Dyke, Graham Nash, Stephen Stills & Manassas, Gravy Train, Chris Jagger, Freddie King, Nektar, Jimmy Witherspoon, Nils Lofgren, Eric Burdon und andere bei. Inzwischen hatte sie sich wieder in den USA niedergelassen.

 

Nachdem ihre Tochter aus ihrer früheren Ehe bei einem Autounfall ums Leben gekommen war, zog sie sich einige Zeit aus der Musik-Szene zurück. 1978 kehrte sie in die Öffentlichkeit zurück und ab 1981 spielte in einigen TV-Serien mit. 1982 kehrte sie nach England zurück, wo sie mit Steel Pulse und The Kane Gang arbeitete.

 

Ab 1984 begann sie auch wieder aufzutreten, nahm eine Rolle im Musical "Starlight Express" an und war zusammen mit Boy George im Soundtrack des Filmes "Electric Dreams" zu hören. Sie arbeitete mit oder für Andy Gibb, Peter Gabriel, The Beatmasters, Dexter Wansel, Loose Ends, The KLF, Ocean Colour Scene, Primal Scream, Chaz Jankel und Roger Waters.

 

"Five In The Afternoon" (Curb, 2007) hiess ein Album mit Dr. Robert alias Bruce Robert Howard (vcl, g, e-b, p) als Co-Leader. Ihr drittes eigenes Album hiess "The Turning Tide" (Kundalini, 2017), enthielt aber Material, das zwischen 1968 und 1970 unter der Aufsicht von Barry Gibb und Eric Clapton eingespielt, aber danach nicht veröffentlicht worden war.

 

Neues Material kam erst auf "The New Adventures Of..." (Ear, 2019) heraus.                                                                                     02/24

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