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Ras Michael

musicmakermark
24. Sept.
2 Min. Lesezeit

Jamaikanischer Reggae-Musiker, Sänger und Bandleader, geboren 1943 in St. Mary als Michael George Henry. Er wuchs in einer Rastafari-Gemeinschaft auf und liess sich als Teenager im Waterhouse-Bezirk von Kingston nieder, wo er mit lokalen Musikern spielte.


 

Mitte der 1960er Jahre gründete er das "Zion Disc"-Label. Dazu arbeitete er im Studio One von Coxsone Dodd als Sessionmusiker. Er wurde das erste Mitglied der Rastafari-Gemeinschaft, das eine eigene Radioshow erhielt. Diese hiess "The Lion of Judah Time" und wurde erstmals 1967 via JBC ausgetrahlt.

 

Ab Mitte der 1970er Jahre erschienen erste eigene Aufnahmen. Als Dadawah veröffentlichte er das Album "Peace And Love – Wadadasow" (Wild Flower, 1974), aus dem eine Single ausgekoppelt wurde.

 

Im selben Jahr erschienen mit "Nyahbinghi" (Trojan, 1974) und "Freedom Sound" (Dynamic Sounds, 1974) auch die ersten beiden Alben mit seiner Band The Sons of Negus, die traditionellen Nyabinghi-Gesang und -Rhythmen in die Musik einbaute und diese mit elektrischer Instrumentierung verband.

 

Dazwischen war Ras Michael bei Sessions von Lee "Scratch" Perry in dessen Black Ark Studio tätig, als Bob Marley dort Aufnahmen machte. Ras Michael trat auch an der Seite von Marley auf. Bis 2003 erschienen rund ein Dutzend weitere Alben von Ras Michael & The Sons Of Negus.

 

"Rally Round" (Shanachie, 1985) und "New Name" (Reggae Best, 1994) waren zwei Compilation dieser Formation. Das Dadawah-Album "Peace & Love" und das Sons Of Negus-Album "Nyahbinghi", beide von 1974, wurden später zusammen auf einer CD (Trojan, 1998) wieder veröffentlicht.  

 

Von Ras Michael erschienen auch Alben unter eigenem Namen. Es waren dies "Zion Train" (SST, 1988), "Know Now" (Shanachie, 1989), "Mediator" (High Times, 1992), "Merry Peasant" (2B1 Records, 2004), "Live By The Spirit" (Hen House, 2020) und "Jah Love" (Zion, 2022).

 

"Anthology" (Culture Press, 2001) war zudem eine Compilation, die unter Ras Michaels Namen erschien. Ras Michael war auch als Prediger, Botschafter und als dipomatischer Vertreter der Ethiopian Orthodox Tawahido Church international tätig.

 

Zudem war er Mitbegründer und Präsident des Rastafarian International/ Marcus Garvey Culture Centers in Los Angeles und des Fly Away Culture Center in Kingston, Jamaica.                          09/26

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