Raymond Boni
- musicmakermark
- 20. Apr.
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Französischer Jazz-Gitarrist und Mundharmonikaspieler, geboren am 15. März 1947 in Toulon, Var. Er begann zunächst als Rock'n'Roll-Amateurmusiker als Pianist im Stile von Bill Haley. Unter dem Einfluss von Charles Mingus kam er mit dem Jazz in Berührung.

Mit 15 Jahren wechselte zur Gitarre und beschäftigte sich mit der Gypsy-Swing von Django Reinhardt und dem Flamenco. Im Alter von 19 Jahren ging er nach London, um dort als Musiker zu arbeiten. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich studierte er am Konservatorium Klavier.
Mit dem Perkussionisten Bertrand Gauthier gründete er 1969 die Formation Association Vivante. "L'oiseau L'arbre Le Béton" (Futura, 1971) hiess seine erste LP unter eigenem Namen, eingespielt ebenso wie sein zweites Album "Rêve En Couleurs" (Palm, 1976) solo. 1973 war er Mitglied des Orchesters von Gérard Marais
Mit Marais (g) entstand auch die Duo-LP "Concert au Totem" (Marge, 1979) sowie 22 Jahre später "La Belle Vie" (Hopi, 2001). 1976 arbeitete er mit den Saxophonisten Hervé Bourde und Claude Bernard zusammen, und war Mitglied des Trios von André Jaume (reeds) und Gérard Siracusa (dm).
Diese Formation spielte "Nommo - Dans Le Caprice Amer Des Sables" (Palm, 1976) ein. Mit Jaume arbeitete Boni fortan eng zusammen. Auf der Doppel-LP "Tales And Prophecies" (Hat Hut, 1981) von André Jaume (ts, bcl, cl, fl) und McPhee machte Boni auf der LP 2 im zweigeteilten Titelstück des Albums mit.
"Songs & Dances Live At Le Mans" (CELP, 1987) und "Impressions Of Jimmy Giuffre" (CELP, 1992) waren später zwei weitere Trio-Aufnahmen dieser drei Musiker. Dazwischen war "Pour Django" (CELP, 1985) eine Duoaufnahme von Boni und Jaume gewesen.
Auch mit Joe McPhee kam es zu weiteren musikalischen Begegnungen. Boni war Mitglied der langjährigen Formation Joe McPhee Po Music. Eine Duoaufnahme von Boni und McPhee hiess "Voices & Dreams" (Emouvance, 2001).
Mit Michael Bisio (b) und Paul R. Harding (narr) als weitere Beteiligte entstand die in Richtung Spoken Word gehende CD "Remembrance" (CjRecord, 2005). Mit Daunik Lazro (as, bars) und Claude Tchamitchian (b) als Co-Leader spielten Boni und McPhee "Next To You" (Emouvance, 2005) ein.
Michael Bisio (b) und Dominic Duval (dm) begleiteten Boni und McPhee auf "Port Of Saints" (CjRecord, 2006). Trioaufnahmen von Boni und McPhee mit Jean-Marc Foussat (synth) kamen unter dem Titel "The Paris Concert" (Kye, 2016) heraus. "Live From The Magic City (Birmingham, Alabama)" (Trost, 2016) war eine weitere Duoaufnahme von Boni und McPhee.
1981 war Boni nach Marseille gezogen, wo er fortan nicht mehr so häufig auftrat und sich mehr auf das Komponieren konzentrierte. Er arbeitete mit der Tänzerin und Choreographin Geneviève Sorin und schrieb Musik für ihr Ensemble.
"L'Homme Étoilé" (Hat Musics, 1983) und "Wanted Mr. $... For : Good!" (Art Maniac 21, 2001), "Welcome" (Emouvance, 2012) und "Mémoire De L'oubli (Images For Donald Ayler)" (Mazeto Square, 2021) waren im Laufe der Jahre weitere Solo-Aufnahmen.
"Le Goût Du Jour" (CELP, 1991) hatte eine Aufnahme des Raymond Boni Octets mit André Jaume (ts), Geneviève Sorin (acc), Jacques Veillé (tp), Jean-Luc Cappozzo (tp, flh), Michèle Fernandez (ss, vcl), Pascal Lloret (p, synth), Bernard Abeille (e-b, b) und Michel Boiton (dm, perc) geheissen.
Später entstand unter als Raymond Boni Fortuna 21 Octet die CD "Terronès - Suite Andalouse Pour Odile, Gérard Et Éric Terronès" (Blue Marge, 2004). Diese Formation bestand neben Boni aus Anna Startseva (vio), Bastien Boni (b), Emmanuel Cremer (cello), Joe McPhee (ss, p-tp), Laura Donnat (vcl) und Rémy Charmasson (g).
New Lousadzak hiess ein Oktett, von dem "Human Songs" (Emouvance, 2006) herauskam. Die Musiker neben Boni waren Rémi Charmasson (g), Daniel Malavergne (tuba, baritone horn), Daunik Lazro (as), Lionel Garcin (ts), Médéric Collignon (vcl, sax, p-tp), Claude Tchamitchian (b) und Ramón López (dm, tabla, perc).
Dazu veröffentlichte Boni zahlreiche Aufnahmen mit anderen Musikern als Co-Leader. Es waren dies Claude Bernard, Lol Coxhill, Maurice Horsthuis, Max Eastley, Terry Day, The Balanescu Quartet, Claude Tchamitchian, Eric Echampard, Joëlle Léandre und andere. 04/26


