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Reverend Gary Davis

  • musicmakermark
  • 5. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanischer Piedmont Blues-Sänger, Gitarrist und Bandleader, geboren am 30. April 1896 im Laurens County, South Carolina. Noch während seiner Kindheit erblindete er vollständig. Er lernte autodidaktisch Gitarre, Banjo und Mundharmonika spielen.


 

Im Gegensatz zu den meisten heutigen Fingerpickern zupfte er nur mit Daumen und Zeigefinger, was aber für den Piedmont Blues typisch war. Zunächst trat er bei Parties in seinem Heimatort auf, danach zog er nach Durham, North Carolina, und lebte dort als Strassenmusiker.

 

Um 1927 wurde er Baptistenprediger, daher der Titel Reverend. Anfang der 1930er Jahre lernte er Blind Boy Fuller kennen. Mit ihm machte er im Juli 1935 in New York City seine ersten Aufnahmen für das Label "AMC".

 

Auch mit Brownie McGhee und Sonny Terry war Davis damals unterwegs. 1942 liess sich Gary Davis mit seiner zweiten Frau in New York nieder. Ab Mitte der 1950er Jahre nahm er für Labels wie "Asch", "Folkways" oder "Prestige" auf und hinterliess ein reichhaltiges Repertoire bestehend aus Blues, Ragtime und Gospelmusik.

 

Im Zuge des Folk Revivals wurde Davis Ende der 1950er Jahre wiederentdeckt. Musiker wie Stefan Grossman, Ry Cooder, Jerry García, Jorma Kaukonen und David Bromberg bezeichneten ihn als Einfluss, während Bob Dylan oder Peter, Paul & Mary Stücke von ihm aufnahmen.

 

Mit Pink Anderson teilte er sich die Split-LP "American Street Songs" (Riverside, 1956). Sein erstes Album "Harlem Street Singer" (Prestige Bluesville, 1960) erschien unter dem Namen Blind Gary Davis. Erste Alben als Reverend Gary Davis waren "A Little More Faith" (Prestige Bluesville, 1961) und "Say No To The Devil" (Prestige Bluesville, 1962).

 

"Pure Religion And Bad Company" (77 Records, 1962) war ein weiteres Album als Blind Gary Davis. Danach folgten wieder als Reverend Gary Davis "Pure Religion!" und "The Guitar & Banjo Of Reverend Gary Davis" (beide Prestige Folklore, 1964). Über seinen Tod hinaus erschien eine ganze Reihe von weiteren Alben und viele Compilations.

 

Unter letzteren befanden sich die 3-CD-Sets "Demons And Angels (The Ultimate Collection)" (Shanachie, 2000), "At Home And Church: 1962-1967" (Stefan Grossman's Guitar Workshop, 2010) und "See What The Lord Has Done For Me - Rare & Unissued Recordings" (Stefan Grossman's Guitar Workshop, 2020).

 

Auf dem Weg zu einem Auftritt erlitt Gary Davis einen Herzinfarkt. Er starb am 5. Mai 1972 76-jährig in Hammenton, New Jersey.        05/26

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