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Rocket From The Tombs

Amerikanische Proto Punk-Formation, gegründet 1974 in Cleveland, Ohio, von David Thomas (vcl, key, sax) und Peter Laughner (g). Dazu kamen Gene O'Connor alias Cheetah Chrome (g) und John Madansky alias Johnny Blitz (dm), beide von Slash, sowie David Bell (e-b) von The Mirrors. Für kurze Zeit übernahm Stiv Bators von Thomas das Gesangsmikrofon. Er war der bessere Showman, aber Thomas hatte die bessere Stimme.



Madansky wurde durch Wayne Strick abgelöst, der aber schnell wieder gefeuert wurde. Obwohl damals noch keine Punk/New Wave-Szene bestand, schaffte es die Band, im Vorprogramm von Gruppen wie Iron Butterfly, Captain Beefheart oder Television zu spielen.

 

Im Februar 1975 machte RFTT Aufnahmen für die Radiostation WMMS. Davon wurden noch im selben Jahr die Bootleg-Kassetten "A Night Of Heavy Music" bzw. "The WWMS Demos" auf den Markt gebracht. Später wurden die Radio-Aufnahmen auf der Bootleg-LP "Life Stinks" (Jack Slack, 1990) veröffentlicht.

 

Zusammen mit weiterem RFTT-Material erschienen die Radiosessions später auch auf der CD "The Day The Earth Met The ..." (Smog Veil, 2002). Weitere Songs kamen auf Peter Laughners posthum veröffentlichtem Soloalbum "Take The Guitar Player For A Ride" (Tim Kerr, 1994), auf der Pere Ubu-Compilation "Datapanik In The Year Zero" (Geffen, 1996) und auf der Pere Ubu-Bootleg-CD "Ubu Unchained (Punk Vault, 1998) heraus.

 

Wegen musikalischen Differenzen brach Rocket From The Tombs im Sommer 1975 auseinander. Thomas und Laughner gründeten noch im selben Jahr Pere Ubu und veröffentlichten als erstes mit "Thirty Secons Over Tokyo" einen Song, der noch zu den Rocket-Zeiten entstanden war.

 

Cheetah Chrome, Stiv Bators und Johnny Blitz taten sich mit Jimmy Zero alias William Wilden (g) zur Formation Frankenstein zusammen, die sich später The Dead Boys nannte und drei LPs veröffentlichte. Pere Ubu und The Dead Boys spielten später immer wieder RFTT-Songs. Auch Mission Of Burma, Living Colour, Guns n'Roses und Wilco coverten RFTT-Songs.

 

Im Februar 2003 - nach der CD-Wiederveröffentlichung der Radiosession von 1975 - kam es zur Reunion von Rocket From The Tombs. Von der Urformation blieben David Thomas (vcl) und Cheetah Chrome (g, vcl) übrig. Dazu kamen Richard Lloyd (g) von Television, Craig Bell (e-b, vcl) von den Saucers und Steve Mehlman (dm) von Pere Ubu.

 

Mit "Rocket Redux" (Smog Veil, 2004) erschien das erste richtige Album der Gruppe. Bis zum nächsten RFTT-Album "Barfly" (Smog Veil und Fire, 2011) vergingen allerdings sieben Jahre. Dazwischen war die Band lange inaktiv gewesen. Dennoch präsentierte sie sich auf dem neuen Album in der selben Besetzung wie auf "Rocket Redux". 

 

Noch einmal vier Jahre danach überraschte die Band mit "Black Record" (Fire, 2015), einem weiteren Album mit neuem Material. Die Band bestand nun aus Crocus Behemoth alias David Thomas (vcl, musette), Gary Siperko (vcl, g), Buddy Akita (g), Craig Bell (e-b, vcl), Lamont Thomas (perc, backing vcl) und Steve Mehlman (dm, vcl). 2017 löst sich die Gruppe ein zweites Mal nach 1975 auf.             01/24

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