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Steve Turre

  • musicmakermark
  • 14. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Jazz-Posaunist, Komponist und Bandleader, geboren am 12. September 1948 in Omaha, Nebraska, aufgewachsen in San Francisco, California. Er lernte zuerst Violine und wechselte im Alter von zehn Jahren zur Posaune.


 

Nach dem Studium spielte er ab 1968 für bei Rahsaan Roland Kirk, ging 1970 mit Carlos Santana ins Studio und arbeitete ab 1972 bei Ray Charles, danach bei Art Blakey und später für viele weitere Musikerinnen, Musiker und Gruppen.

 

Turre bringt auch verschiedene Meeresmuscheln zum Klingen, von denen er ein ganzes, tonlich aufeinander abgestimmtes Sortiment besitzt. Mit Sanctified Shells leitet er ein kleines Orchester, das zum Teil aus Muschelbläsern besteht.

 

Von dieser Mini Big Band erschien unter Turres Namen ein gleichnamiges Album (Antilles, 1993). Prominenteste Mitmusiker waren Robin Eubanks (shells, tb), Herlin Riley (dm), Badal Roy (tabla) sowie Dizzy Gillespie (tp) als Gast

 

Von Steve Turre erschienen über 30 Aufnahmen unter eigenem Namen. Die erste hiess "The Music Of Rahsaan Roland Kirk" (Stash, 1986) und entstand mit Junior Cook (ts), Bill Hardman (tp) und Hilton Ruiz (dm) als Co-Leader sowie mit der Gruppe Vibration Society, der neben Cook, Hardman und Ruiz weitere Musiker und Sängerinnen angehörten.

 

Für "Viewpoint" (Stash, 1987) holte er über zehn Musiker ins Studio. Auf "Fire And Ice" (Stash, 1988) bildete das Steve Turre Quartet mit Cedar Walton (p), Buster Williams (b) und Billy Higgins (dm) die Basis in allen Stücken. Dazu kamen teilweise das Streichquartett Quartette Indigo und/oder  Jerry Gonzalez (perc).

 

"Dedication" (JMT, 1989) 2003) war eine Aufnahme, die Turre (tb, shells, synth, bells, clave) mit Robin Eubanks (tb, b-tb, key, bells) als Co-Leader sowie mit Mulgrew Miller (p, synth), Francheska Tanksley (synth), Charnett Moffett (b), Tommy Campbell (dm), Tony Reedus (dm) und Jimmy Delgado (congas, timbales) eingespielt hatte.

 

Für "Right There" (Antilles, 1991) holte Turre, wie auch für spätere Aufnahmen, viele Musiker ins Studio, dazu oftmals grosse Namen. Auf diesem Album waren es Billy Higgins (dm) sowie Wynton Marsalis und Benny Golson (tp). Auf "Rhythm Within" (Antilles, 1995) standen ihm unter anderem Herbie Hancock (p) und Pharoah Sanders (ts) zur Verfügung.


Auf "Steve Turre" (Verve, 1997) konnte er auf die Mithilfe von Cassandra Wilson (vcl), Randy Brecker (tp, flh), J.J. Johnson (tb) und Mongo Santamaria (congas) zählen. Auf "Lotus Flower" (Verve, 1999) waren Mulgrew Miller (p) und Buster Williams (b) die prominentesten Begleiter.


Für "In The Spur Of The Moment" (Telarc, 2000) holte er unter anderem seinen ehemaligen Arbeitgeber Ray Charles (p) sowie Jack DeJohnette (dm) ins Studio. Auf dem Album "TNT (Trombone-N-Tenor" (Telarc, 2001) agierte Turre mit drei verschiedenen Formationen. Die erste bestand aus James Carter (ts), Mulgrew Miller (p), Buster Williams (b) und Victor Lewis dm).

 

Die zweite Gruppe wurde von Dewey Redman (ts), Peter Washington (b), Stephen Scott (p) und Lewis Nash (dm) gebildet. Formation Nummer drei bestand aus David Sanchez (ts), Stephen Scott (p), Peter Washington (b), Lewis Nash (dm) und Giovanni Hidalgo (congas, timbales, campana).

 

"One4J: Paying Homage To J.J. Johnson" (Telarc, 2003) war eine Hommage an den Posaunisten J.J.Johnson, eingespielt mit Hilfe von Posaunisten wie Joe Alessi, Steve Davis, Robin Eubanks, Douglas Purviance und Andre Hayward sowie mit weiteren Begleitmusikern.

 

Die nächste Aufnahme hiess "Spirits Up Above" (HighNote, 2004), aufgenommen mit James Carter (ts, fl), Vincent Herring (as, ss), Dave Valentine (fl), Mulgrew Miller (p), Buster Willams (b) und Winard Harper (dm). Es folgte "Keep Searchin'" (HighNote, 2006) mit unter anderem Stefon Harris (vibes).

 

"Rainbow People" (HighNote, 2008), "Delicious And Delightful" (HighNote,  2010) und "Woody's Delight" (HighNote, 2012) zeigt Turre mit grösseren Ensembles. Für "The Bones Of Art" (HighNote, 2013) holte er neben anderen Musikern mit Steve Davis, Robin Eubanks und Frank Lacy je nach Stück weitere Posaunisten dazu.

 

Weitere Alben, die alle bei "Smoke Sessions Records" erschienen, hiessen "Spiritman" (2015), "Colors For The Masters" (2016), "The Very Thought Of You" (2018), "Generations" (2022) und "Sanyas" (2024).

 

Turre war Mitglied der Formationen Bob Stewart - First Line Band, Deadline, Don Braden Sextet, Frank Wess Nonet, Jerry Gonzalez And The Fort Apache Band, John Farnsworth Sextet, Lester Bowie's Brass Fantasy, Lester Bowie's New York Organ Ensemble und Libre.

 

Auch spielte er in den Gruppen McCoy Tyner Big Band, Mingus Big Band, Rahsaan Roland Kirk & The Vibration Society, Ralph Moore Quintet, Super All Star, Swing Summit, The Carnegie Hall Jazz Band, The Cedar Walton Sextet, The New Woody Shaw Quintet, The Rongetz Foundation, The So What Brass Quintet, The United Nation Orchestra, Timeless All Stars, Vibration Society und Woody Shaw Quintet.

 

Er war auch auf Aufnahmen von unterschiedlichsten Musikern bzw. Musikerinnen zu hören. Darunter befanden sich Laurie Anderson, The Art Ensemble of Chicago, Mariah Carey, Dizzy Gillespie & The United Nation Orchestra, Max Roach, Pharoah Sanders, John Scofield, Archie Shepp, Horace Silver, Paul Simon und andere.                           04/26

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