Sylvia Hallett
- musicmakermark
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Britische Free Improv-Violinistin, Akkordeonistin und Vokalistin, geboren 1953. Sie studierte Musik am Dartington College. Danach hielt sie sich für zwei Jahre für ein Kompositionsstudium bei Max Deutsch in Paris auf.

Ab Ende der 1970er Jahre war sie Teil der britischen Improvisationsszene. Mit den Multiinstrumentalisten Clive Bell und Stuart Jones bildete Hallett (vio, p, mand, fiddle, mbira, vcl) zwischen Anfang der 1980er und Anfang der 1990er Jahre das Trio British Summer Time Ends.
Ab 1984 gehörte auch sie zur improvisierenden Akkordeonband Accordions Go Crazy an, die mit "Overboard" (1988), "Zombie Dancer" (1989) und "The Art Of Paper-Folding" (1991) beim Label "Trikont-Unsere Stimme" drei Alben herausbringen konnte.
"Skimming" (Mash, 1992) hiess eine unbegleitetete Soloaufnahme von Hallett (vio, vcl, acc, key, perc). Unter dem Gruppennamen Arc nahm sie mit Danny Kingshill (cello, voice) und Gus Garside (b, elect) die Kassette "Remembering" (Uneasy Listening, 1991) auf.
Später folgte mit "Out Of Amber" (Slam, 1993) und "The Pursuit Of Happiness" (Emanem, 2009) zwei weitere Aufnahmen dieses Trios. "Let's Fall Out" (Mash, 1994) und "White Fog" (Emanem, 2001) waren zwei weitere unbegleitete Soloaufnahmen gewesen.
Auf "Free Zone Appleby 2003" (psi, 2004) war sie in Duo-, Quartett- und Quintett-Aufnahmen mit Tony Coe (cl), John Edwards (b), Alan Hacker (cl), Marcio Mattos (cello), Evan Parker (ss), Philipp Wachsmann (vio, elect) und Kenny Wheeler (flh) zu hören.
"The Geographers" (Emanem, 2005) war ein Duoalbum mit ihrem Ehemann Clive Bell (hca, shaku, div perc, goathorns, cretan pipes, khene, fl). Später taten sich Hallett und Bell mit Roberto Filoseta (p) für die Trioaufnahme "Acoustic Dream" (UH, 2007) zusammen.
Paper Factory hiess eine Gruppe von Hallett mit Clive Bell (shak, hca), Mike Svoboda (tb, conch), Mike Adcock (acc, p, hca, perc) und Can-Mitglied Hans Joachim Irmler (org, elect). "Schlachtfest-Session I" (Staubgold, 2005) hiess die einzige Aufnahme.
Mit Mike Adcock (acc, g, perc, div instr) entstand "Reduced" (The Orchestra Pit, 2011), mit Anna Homler (vcl) "The Many Moods Of Bread And Shed" (Orchestra Pit, 2012). Sylvia & I war ein Duo mit Chris Dowding (div tp, flh, elect), von dem mehrere, meist labellose Aufnahmen in diversen Formaten erschienen
Mit David Ross (elect) als dritter Musiker nannten sich Hallett und Dowding Hymn. Von diesem Trio kam "Silence, Then Birds" (Confront, 2019) heraus. "Tree Time" (2020) hiess ein via Bandcamp verbreitetes Soloalbum. Ein 28:48-minütiger DL-Solotrack hiess "Telescope" (scatterArchive, 2022).
"Betamax Vs Sylvia Hallett" (Picot, 2026) zeigt Hallett in einer Richtung Dub gehenden Aufnahme mit ihrem Sohn Maxwell Hallett alias Betamax. Der 30:14-minütige DL-Track "Slow Spinning" (scatterArchive, 2026) zeigt Hallett im Duo mit Hello Spiral alias Joe Baldwin (g, elect).
"Brixton 1982" mit Lol Coxhill (ss) und Susanna Ferrar (vio, hca, bamboo pipes, bells) sowie "Madli's Mums 30-03-87" (beide scatterArchive, 2026) mit Ferrar, Maggie Nicols (voice) und Julie Tippetts (voice) waren Aufnahmen aus dem Archiv von Ferrar.
Hallett war auch auf Aufnahmen von Lol Coxhill, Jac Beroccal, Ken Hyder's Talisker, The Comet Is Coming, Frank Chickens, Susanna Ferrar, Steve Beresford, Jah Wobble, London Improvisers Orchestra und anderen zu hören.
Zudem arbeitete sie in verschiedenen Theater- und Tanz-Projekten. Sie trat mit der Royal Shakespeare Company auf und schrieb mehrere Hörspiele als Auftragskompositionen für die BBC. 08/26


