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The Beau Brummels

musicmakermark
vor 3 Minuten
4 Min. Lesezeit

Amerikanische Rock/Pop-Gruppe, gegründet 1964 in San Francisco, California, von Sal Valentino (vcl), Ron Elliott (g), Declan Mulligan (g, e-b, harmonica), Ron Meagher (e-b) und John Petersen (dm). Im Zuge der Beatles-Mania, die auch auf die USA überschwappte, wurde die Band endeckt und von "Autumn Records" unter Vertrag genommen.


 

Die ersten Aufnahmen wurden von Sylvester Stewart alias Sly Stone von Sly & The Family Stone produziert. Schon mit ihrer ersten Single "Laugh, Laugh" (Autumn, 1964) landete die Band Platz 15 auf der Billboard Hot 100. Mit der zweiten Single "Just A Little" (Autumn, 1965) schaute sogar Platz 8 heraus.


Die beiden Singles stammten vom ersten Album "Introducing The Beau Brummels" (Autum, 1965), das auf Platz 24 der Billboard 200 kletterte. Die beiden Singleauskoppelungen aus dem zweiten Album "The Beau Brummels, Volume 2" (Autumn, 1965) waren mit den Plätzen 38 und 52 nicht mehr so erfolgreich und auch das Album selber schaffte den Sprung auf die Billboard 200 nicht.

 

Zwischen 1965 und 1967 veröffentlichte die Band vier Non-Album-Singles, von denen es nur gerade die ersten beiden noch knapp unter die 100 bestverkauften Singles schafften. Mit "Beau Brummels '66" (Warner, 1966) folgte ein drittes Album, das allerdings ausschliesslich aus Coverversionen bestand und keine Chartsplatzierung erreichte.

 

Die Band hatte für ihr vorheriges Label "Autumn Records" Songs für eine dritte LP mit neuem Material eingespielt hatte. Dqw Album erschienen erst viel später zusammen mit Outtakes, Demos und anderem raren Material aus den Jahren 1964 bis 1966 auf der Triple-CD "San Fran Sessions" (Sundazed, 1996).

 

Das vierte Album "Triangle" (Warner, 1967) schaffte es mit Platz 197 knapp in die US-Hauptcharts. Es enthielt neues Material, eingespielt mit einer Vielzahl von Gästen wie Van Dyke Parks (harpsichord, key), James Burton und Donnie Lanier (g), Jim Gordon (dm), The Blossoms (backing vcl) sowie Bläsern und Streichern.

 

Vom Original-Lineup waren nur noch Valentino, Elliott und Meagher mit dabei. Declan Mulligan war 1965 ausgestiegen, John Petersen 1966. Danach stieg auch Ron Meagher aus. Das verbliebene Duo Valentino und Elliott ging nach Memphis, Tennessee, um mit dortigen Musikern ein weiteres Album einzuspielen.

 

Sie verpflichteten Kenny Buttrey, der zwischen 1966 und 1969 für Bob Dylan getrommelt hatte, sowie Jerry Reed (g) David Briggs (key) und Norbert Putnam (e-b). Das Album wurde wie das Studio, in dem es entstand, "Bradley's Barn" (Warner, 1968) getauft.

 

Es tauchte nicht in den Charts auf. Kurz nach dem Erscheinungen lösten sich die Beau Brummels auf. Sal Valentino schloss sich Stoneground an und war als Leadsänger dieser Band bei drei Alben mit dabei.

 

Elliott spielte auf dem Debutalbum "Song Cycle" (Warner, 1967) von Van Dyke Parks mit, arbeitete als Arrangeur von The Everly Brothers und veröffentlichte mit "The Candlestickmaker" (Warner, 1970) ein eigenes Album. Später spielte er auch auf Alben von Van Morrison, Randy Newman und Little Feat.

 

Mulligan und Meagher, zwei weitere Ex Bummels-Mitglieder, spielten zu jener Zeit bei der Black Velvet Band. 1974 kam es zu einer Reunion der Beau Brummels in der Originalbesetzung und kurz danach, Mitte Februar, zu Auftritten im Shire Road Pub in Fair Oaks Village in der Nähe von Sacramento, California.

 

Deren Mitschnitte kamen später unter dem Titel "Live!" (Dig, 2000) heraus. Bei diesen Konzerten spielte die Band auch elf neue Songs, von denen ein Grossteil auf dem nächsten Studioalbum "The Beau Brummels" (Warner, 1975) zu hören waren. Die LP kam auf Platz 180 der US-Albumcharts.

 

Obwohl sich die Band nach diesem Album wieder auflöste, kamen die Musiker im Verlaufe der Jahrzehnte mehrmals wieder zusammen, um aufzutreten. Sal Valentino und Jackie Green spielten mit befreundeten Musikern live "Positively 12th & K: A Bob Dylan Tribute" (Dig, 2000) ein.

 

Valentino selber veröffentlichte mit "Dreamin' Man" (Rhythm Method, 2006) sein erstes Album unter eigenem Namen, Mit "Come Out Tonight" (Fat Pet, 2006) und "Every Now And Then" (Dig, 2007) folgten zwei weitere. John Petersen starb am 11. November 2007 an einem Herzinfarkt.

 

Die verbliebenen Originalmitglieder gingen später erneut ins Studio, um mit "Continuum" (Baysound, 2013) ein neues Album einzuspielen. Das Album enthielt Drumspuren, die Peterson schon 1965 eingespielt hatte. Neben neuen Songs enthielt das Album auch Re-Recordings von alten Songs. "The Lost Session" (New Shot, 2026) enthielt Live-in-Studio-Aufnahmen von 1975.

 

Von den Beau Brummels kamen viele Compilations oder Sammlungen mit alten, bisher unveröffentlichtem Material heraus. Neben der erwähnten Triple-CD "San Fran Sessions" wurden unter dem Titel "Magic Hollow" (Rhino, 2005) auf vier CDs nicht weniger als 113 Songs, davon 42 vorher noch nie veröffentlichte, herausgebracht.

 

Dazu kamen Single-B-Seiten, Demos, Outtakes und andere Raritäten Die Songs stammen aus allen Schaffensperioden dieser Band. Über acht CDs erstreckte sich das Box-Set "Turn Around: The Complete Recordings 1964-1970" (Now Sounds, 2021).

 

Es bestand aus den ersten fünf Alben bis "Bradley's Barn" inklusive Zusatzmaterial. CD 6 war mit "The Autumn Demo Session 16 April 1965" betitelt, CD 7 mit  "Sal & Ron". Diese CD bestand aus Material, das Sal Valentino und/oder Ron Elliott eingespielt hatten. CD 8 hiess "The Singles: As & Bs".  


"Two Days 'Til Tomorrow (The Warner Bros Non Album Singles 1966-1970)" (Hanky Panky, 2022) kam in Form einer LP heraus.                       10/26

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