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The Last Poets

  • musicmakermark
  • 5. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 19. Okt.

Amerikanische Poetry-, Spoken Word- und Pre-Hip Hop-Formation, gegründet am 19. Mai 1968 im Marcus Garvey Park im New Yorker Stadtteil Harlem, von den Musikern und Dichtern Gylan Kain, David Nelson und Abiodun Oyowele. Die Gründung erfolge am Geburtstag des Bürgerrechtlers Malcolm X (1925-1965).


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Der Bandname stammte von einem Buch des Südafrikaners Little Willie Copaseely. Nelson verliess die Gruppe im Herbst 1968 und wurde durch Felipe Luciano ersetzt. Danach gründete Luciano mit The Young Lords eine eigene Gruppe. Für ihn stiess Alafia Pudim alias Jalaluddin Mansur Nuriddin dazu.


Es folgten im Laufe der Jahre weitere Besetzungswechsel. Insgesamt neun Künstler waren über kurz oder lang Mitglied der Last Poets. Das erste Album hiess "Last Poets" (Douglas, 1970). Darauf bestand die die Gruppe aus den drei Spoken Word-Künstlern Nuriddin, Umar Bin Hassan und Abiodun Oyewole, begleitet von Nilaja (perc).


Bevor die Gruppe auf Tournee gehen konnte, wurde Oyewole wegen eines Raubüberfalls zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Nur noch im Trio entstand das zweite Album "This Is Madness" (Douglas, 1971). "Right On!" (Juggernaut, 1971) war der Soundtrack zu einem Dokumentarfilm über die Last Poets. Das Ganze erschien unter dem Gruppennamen The Original Last Poets.

 

Dies, weil auch die Musik dazu von einem Pre-Lineup der Poets, vom Trio Felipe Luciano, Gylan Kain und David Nelson stammte. Zwei weitere Tracks dieses Ur-Trios fanden auch den Weg auf den Sampler "Black Spirits: Festival Of New Black Poets In America" (Black Forum und Motown, 1972).

 

Nach dem "This Is Madness"-Album stiess der Ex-Jazz-Schlagzeuger Suliaman El Hadi als Ersatz für den zu einer Sekte übergetretenen Umar Bin Hassan zu den Last Poets. Mit ihm und Nilaja (perc) nahm Nuriddin "Chastisement" (Blue Thumb, 1972) auf. Als nächstes veröffentlichte Nuriddin unter dem Namen Lightnin' Rod sein eigenes Album "Hustler's Convention" (Douglas, 1973).

 

Auf "At Last" (Blue Thumb, 1973) war dann wieder das Trio Jalaluddin Mansur Nuriddin, Sulaiman El-Hadi und Umar Bin Hassan am Werk. "Jazzoetry" (Douglas, 1976) war eine erste Compilation, bestehend aus Material der ersten drei Alben. Mehrere der Songs erschienen in Form von Neuabmischungen durch Ron St. Germain.

 

Für "Delights Of The Garden" (Douglas, 1977) tat sich das damals aktuelle Last Poets-Duo Jalaluddin Mansur Nuriddin & Sulaiman El-Hadi mit dem Schlagzeuger Bernard Purdie zusammen. Das Duo Nuriddin und El-Hadi bildete auch acht Jahre später auf "Oh My People" (Celluloid, 1985) den Kern der Gruppe.

 

Die Aufnahme wurde von Bill Laswell produziert, der teilweise zusammen mit Bernie Worrell (synth), Aiyb Dieng (perc), Phillip Wilson (dm) und anderen selber bei den Aufnahmen mitwirkte. Auf "Freedom Express" (Acid Jazz, 1988)  war das Duo Nuriddin und El-Hadi immer noch zusammen.

 

"Retro-Fit" (Celluloid, 1992) war eine weitere Compilation. "Holy Terror" (P-Vine, 1993) hiess eine Aufnahme des anderen Last Poets-Duos, bestehend aus Abiodun Oyewole und Umar Bin Hassan. "Scatterap/Home" (Bond Age, 1994) stammte von Nuriddin/El-Hadi, "Time Has Come" (Mercury und Mouth Almighty, 1997) von Oyewole und Bin Hassan. 

 

Danach folgten mit "The Prime Time Rhyme of The Last Poets - Best Of Vol. 1 und 2" (beide On The One, 1999) zwei Compilations des Duos Nuriddin und El-Hadi. Von den Last Poets erschienen mehrere weitere Compilations. Nach fast 20 Jahren Pause meldeten sich die Last Poets mit "Understand What Black Is" (Studio Rockers, 2018) zurück.

 

Am Werk war auf dieser Aufnahme das Duo Oyewole und Bin Hassan. Fast zur selben Zeit starb am 4. Juni 2018 das Jalaluddin Mansur Nuriddin. Suliaman El-Hadi und Nilaja waren schon früher verstorben. Von "Understand What Black Is" erschien unter dem Titel "Understand What Dub Is" (Studio Rockers, 2019) eine Dubversion aus der Hand von Prince Fatty.

 

"Transcending Toxing Time" (Studio Rockers, 2019) war ein Album mit neuem Material von Oyewole und Bin Hassan mit Baba Donn Babatunde (perc). 2019 spielte der nigerianische Schlagzeuger Tony Allen Drum-Parts für Abiodun Oyewole und Umar Bin Hassan ein.


Daraus wurde unter dem Zuzug weiterer Musiker ein grösseres Projekt, das 2022/2023 von den Last Poets fertiggestellt und unter dem Titel "Africanism" (Africa Seven, 2024) veröffentlicht wurde. Tony Allen war inzwischen  am 30. April 2020 im Alter von 79 Jahren in einem Spital in Paris verstorben. 10/25

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