top of page

The Louvin Brothers

  • musicmakermark
  • 23. März
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanisches Country-, Bluegrass- und Gospel-Duo, gegründet Ende der 1940er Jahre von dem am 7. Juli 1927 in Section, Alabama, geborenen Charles Loudermilk alias Charlie Louvin und dem am 21. April 1924 ebenfalls in Section, Alabama, geborenen Ira Loudermilk alias Ira Louvin.


 

Sie waren Cousins des Singer/Songwriters und Songschreibers John D. Loudermilk. Die Brüder wuchen in ärmlichen Verhältnissen auf einer Farm in den Appalachen auf. Ab ihrer frühesten Kindheit mussten Charles und Ira auf den Feldern arbeiten. Eine der wenigen Ablenkungen war die Musik.

 

Sie lernten Gitarre zu spielen und gewannen als Teenager einen Talentwettbewerb, der ihnen einen täglichen Auftritt in einer Radioshow ermöglichte. Bald kamen Engagements in lokalen Clubs hinzu.

 

Zu Beginn der 1940er Jahre wurde wurde Charles kurze Zeit zum Militär eingezogen. Ira schloss sich währenddessen der Band von Charlie Monroe an.  Nach dem Ende von Charles' Dienst arbeiteten sie beim Radiosender WNOX in Knoxville, Tennessee.

 

Nachdem sich der Songwriter Fred Rose für sie eingesetzt hatte, nahmen sie 1947 für das "Decca"-Label eine Schellack-Schallplatte auf. Da ihnen der Name Loudermilk als unpassend für eine Karriere im Musikgeschäft erschien, nannten sie sich fortan Louvin Brothers.

 

1951 wurden die Louvin Brothers vom "MGM"-Label unter Vertrag genommen. Für dieses Label spielten sie zwölf weitere Schellack-Schallplatten ein. Nach zwei Jahren wurde der Vertrag aufgelöst, und das Brüderpaar musste als Postangestellte arbeiten.

 

Fred Rose ermöglichte ihnen 1952 einen Schallplattenvertrag mit dem "Capitol"-Label. Bei "Capitol" wurden die Brüder von Ken Nelson betreut, der ihr Potenzial erkannte. Allerdings kam es nach der ersten veröffentlichten Aufnahme zu einer Karriere-Pause, als Charles anlässlich des Koreakrieges erneut zum Militär eingezogen wurde.

 

Nach ihrer Wiedervereinigung mussten die Louvin Brothers erneut eine längere Durststrecke überwinden. Ihr Produzent Ken Nelson schaffte es, sie 1955 bei der Grand Ole Opry unterzubringen. Im selben Jahr gelangte ihr selbst geschriebener Song "When I Stop Dreaming" in die Top 10, auf Platz 8 der Country-Charts.

 

Der erste und zugleich auch einzige Nummer-1-Hit war noch im selben Jahr "I Don't Believe You've Met My Baby". Hatten die Louvin Brothers bisher überwiegend Gospel-Musik gespielt, bevorzugten sie jetzt Country, ohne allerdings die christliche Musik ganz aufzugeben.

 

Zu ihrem Markenzeichen wurde ihr Close-Harmony-Gesang verbunden mit der hohen Tenorlage Iras. Den akustischen Hintergrund bildeten Gitarre und Mandoline. Die Louvins konnten bald weitere Schallplatten in den Top 10 der Country-Charts platzieren.

 

Es waren dies "You're Running Wild" (1956), "Hoping You Are Hoping" (1957), "Cash On The Barrelhead" (1956) und "My Baby's Gone" (1958). Diese Titel erschienen teilweise schon im damals neuen 7"-Single-Format.

 

Damals dominierte bereits der Rock'n'Roll, klassische Duos waren kaum noch gefragt. Mit den Everly Brothers waren zudem jüngere Konkurrenten aufgetaucht. Neben dem immer schwieriger werdenden Umfeld gab es private Probleme. Die Brüder stritten sich häufig, und Ira wurde zum Alkoholiker.

 

1963 kam es zur Trennung. Beide blieben bei "Capitol", um solo weiterzuarbeiten. Charles Louvin war noch lange Jahre erfolgreich. Ira Louvin starb am 20. Juni 1965 nur wenige Monate nach der Trennung mit seiner vierten Frau bei einem Autounfall 41-jährig in Williamsburg, Missouri.

 

Die Louvin Brothers komponierten mehr als 500 Songs. Neben den vielen Singles erschienen fast 30 Alben oder Compilations. Nicht weniger als 8 CDs umfasste die Compilation "Close Harmony" (Bear Family, 1992). 4 CDs stark war das Box-Set "Eight Classic Albums" (Real Gone, 2013).

 

"Complete Recorded Works: 1952-1962" (Enlightement, 2015) war ein 6-CD-Set. "Close Harmony" (Bear Family, 2016) enthielt auf acht CDs sämtliche Aufnahmen, welche die Louvin Brothers für die Labels "Apollo", "Decca", "MGM" und "Capitol" je eingespielt hatten.

 

Begleitet wurde die Box von einem 52-seitigen Burch. 1979 wurden die Brüder in die Nashville Songwriters Hall of Fame aufgenommen, 2001 in die Country Music Hall of Fame. Charlie Louvin starb am 26. Januar 2011 83-jährig in Wartrace, Tennessee.

 

Mit "Livin', Lovin', Losin': Songs Of The Louvin Brothers" (Universal South, 2003) erschien ein Tribute-Album mit Louvin-Songs gesungen und gespielt von Joe Nichols und Rhonda Vincent, Emmylou Harris und Rodney Crowell, James Taylor und Alison Krauss, Vince Gill und Terri Clark, Merle Haggard und Carl Jackson.

 

Dazu kamen Ronnie Dunn und Rebecca Lynn Howard, Glen Campbell und Leslie Satcher, Linda Ronstadt und Carl Jackson, Patty Loveless und Jon Randall, Dolly Parton und Sonya Isaacs, Marty Stuart und Del McCoury sowie Johnny Cash und Pam Tillis mit The Jordanaires.

 

Das Album wurde 2004 mit einem Grammy ausgezeichnet, ebenso das Duo von James Taylor mit Alison Krauss.                                    03/26

Compendium musicum

©2023 von Compendium musicum. Erstellt mit Wix.com

bottom of page