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The Righteous Brothers

musicmakermark
vor 16 Stunden
4 Min. Lesezeit

Amerikanische Pop- und Blue-Eyed-Soul-Gesangsduo, gegründet 1962 im Orange County, California, von Bobby Hatfield und Bill Medley. Beide waren zuvor in anderen Gruppen tätig gewesen. Hatfield war in Anaheim Mitglied von The Variations gewesen, Medley sang in Santa Ana bei The Paramours.



Auf Vermittlung durch einen Dritten fanden Hatfield und Medley zusammen, als sich The Paramours 1962 neu formierten. Nach der Single "There She Goes (She's Walking Away)" (Moonglow, 1962) brachen The Paramours endgültig auseinander. Hatfield und Medley beschlossen Anfang 1963, als Duo unter dem Namen The Righteous Brothers weiterzumachen.

 

The Righteous Brothers bleiben beim selben Label wie The Paramours und veröffentlichten die drei Alben "Right Now!" (Moonglow, 1963), "Some Blue-Eyed Soul" (Moonglow, 1964) und "This Is New!" (Moonglow, 1965).

 

Die ersten beiden schafften es in die Top-15 der Billboard 200, das dritte erschien erst nach einem Labelwechsel. Dazu kam ein Dutzend Singles, von denen zwei mit den Plätzen 49 bzw. 75 bei den Billboard Hot 100 kleine Hits darstellten.

 

Nichtdestotrotz war das Duo im August/September 1964 als Opener für The Beatles bei deren erster US-Tour tätig. Allerdings stiegen die Righteous Brothers vorzeitig aus, weil sie an der Ostküste zu wenig bekannt waren. Im Oktober/November 1964 standen sie aber als Opener bei der US-Tournee von The Rolling Stones auf der Bühne.


Ebenfalls noch 1964 wurde das Duo vom Produzenten Phil Spector entdeckt und von dessen Label "Phillis" als erster weisser Act unter Vertrag genommen. Spector beauftragte Barry Mann und Cynthia Weil einen Song für die Righteous Brothers zu schreiben.


Dieser hiess "You've Lost That Lovin' Feelin'" (Phillis, 1964) und wurde 1965 gleich ein Nummer-1-Hit in diversen Charts, darunter bei den Billboard Hot 100 sowie in England.

 

Das Lied wurde später mehrfach gecovert, unter anderem von Cilla Black, Dionne Warwick, Roberta Flack & Donny Hathaway, Long John Baldry, Hall & Oates, Joan Baez, Elvis Presley und anderen. Auch viele dieser Covers fanden sich in den Charts wieder.

 

Der Song war zudem einer der meistgespielten bei den amerikanischen Radiosendern im 20. Jahrhundert mit mehr als acht Millionen Airplays bis Ende 1999. Bis zum Ende ihrer Beziehung mit Phil Spector hatte das Duo eine Reihe von weiteren Hits.

 

Derr Erfolg von "You've Lost That Lovin' Feelin'" konnte das Duoo nie wieder annähernd wiederholen. Drei Singles erreichten immerhin die Top-10 der Billboard Hot 100. Mit "You've Lost That Lovin' Feelin'" und "Just Once In My Life..." (beide Philles, 1965) und landeteten zwei der drei Alben für Spector in den Top-10 der Billboard 200.

 

"Back To Back" (Philles, 1965) gelangte in die Top-20. The Righteous Brothers hatten Auftritte in Filmen und eine eigene Show in Las Vegas. Nach dem Ende ihrer Geschäftsbeziehung mit Spector unterschrieb das Duo 1966 bei "Verve".

 

Allerdings musste "Verve" das Duo mit 600'000 Dollar aus dem laufenden Vertrag mit Spector herauskaufen. Die erste Single hiess "(You're My) Soul and Inspiration" (Verve, 1966). Es handelte sich wiederum um einen Song von Barry Mann und Cynthia Weil, den das Songschreiberpaar nach dem Erfolg von "Lovin' Feelin'" zwar angefangen, aber nicht zu Ende geschrieben hatte.

 

Medley bat sie, den Song fertig zu stellen und produzierte ihn so, dass er wie ein Phil Spector-Song klang. Damit hatten The Righteous Brothers sofort wieder Erfolg. Die Single bescherte dem Duo den zweiten Nummer-1-Hit bei den Billboard Hot 100.

 

In England reichte es zu Platz 15. Das dazugehörende Album "Soul & Inspiration" (Verve, 1966) erreichte Platz 7 bei den Billboard 200. Danach hatten The Righteous Brothers ein paar weitere Top-40-Hits in den Billboard Hot 100, doch ihr Stern war langsam am Sinken. 

 

Im Februar 1968 löste sich das Duo auf. Bill Medley schlug eine Solokarriere ein, während sich Bobby Hatfield mit Jimmy Walker von The Knickerbockers zusammentat und unter dem bisherigen Gruppennamen The Righteous Brothers weitermachte.

 

Dieses Duo veröffentlichte mit "Re-Birth" (Verve, 1969) auch ein Album, ging ging aber 1971 auseinander. Schon 1974 taten sich Medley und Hatfield für zwei Jahre wieder zusammen. Mit "Rock and Roll Heaven" (Haven, 1974) hatte das Duo dann wieder einen Top-3-Hit in den Billboard Hot 100.

 

"Give It to the People" (Haven, 1974) und "Sons of Mrs Righteous" (Haven, 1975) waren neben mehreren weiteren Singles zwei weitere Alben in jener Zeit. Nach 1975 tauchten The Righteous Brothers nur noch mit Compilations oder Neuaufnahmen älterer Songs in den Charts auf.

 

Zwischen 1976 und 1981 setzten Hatfield und Medley ihre Aktivitäten aus, nachdem Medleys Frau gestorben war. Danach setzte das Duo seine Karriere fort. Mit einer Neueinspielung von "Unchained Melody" (Curb, 1990) schaffte die Gruppe nach 1965 erneut nach den Einzug in die Top 20 der Billboard Hot 100 mit dem selben Song.

 

Beim ersten Mal hatte "Unchained Melody" auf Platz 4 gestanden. Bobby Hatfield wurde am 5. November 2003 in seinem Hotelzimmer in Kalamazoo, Michigan, tot aufgefunden. Er sollte am selben Abend im Miller Auditorium der Western Michigan University auftreten.

 

Hatfield wurde 63 Jahre alt. Die Todesursache war Herzversagen wegen Kokainkonsum. Bill Medley trat später solo auf. Von den Righteous Brothers erschienen über 100 Compilations, darunter viele nicht autorisierte.       10/26

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