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Tim Ries

  • musicmakermark
  • 6. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Contemporary Jazz-Saxophonist, Klarinettist, Flötist, Komponist und Bandleader, geboren am 15. August 1959 in der Nähe von Detroit, Michigan. Sein Vater Jack Ries war ein professioneller Trompeter, seine Mutter spielte Piano und seine drei Schwestern sangen und spielten ebenfalls Klavier.


 

1971 wurde Ries Mitglied der Michigan All State Band in Ann Arbor. Während der 1970er Jahre nahm er Saxophon-Unterricht, unter anderem bei Lynn Klock und Larry Teal an der Interlochen Arts Academy. An der University of North Texas, Denton machte Ries 1981 seinen Bachelor of Music in Jazz Studies.

 

Drei Jahre später legte er an der University of Michigan, Ann Arbor den Master-Grad in Saxophon nach. Sein Lehrer am Instrument an der Hochschule in Ann Arbor war Donald Sinta. Später studierte er nach eigenen Angaben von 1986 bis 1988 bei David Liebman in New York City und von 1996 bis 1999 bei Michael Brecker in Hastings-on-Hudson.

 

Zu seinen wichtigsten Lehrern in Jazz-Komposition gehörten William Bolcom von der University of Michigan (1982–84) sowie Bob Brookmeyer und Manny Albam vom BMI Composers Workshop (1988–90). Erste Aufnahmen machte Ries als Mitglied der North Texas State University Lab Band, The Joe Roccisano Orchestra, des Maria Schneider Orchestras und der Joe Henderson Big Band.

 

Dazu stand er als Mitglied von Ensembles oder Orchestern von Maynard Ferguson, Bob Belden, Jeff Williams, Michael Davis, Chris Dahlgren, Scott Wendholt, David Clayton-Thomas und anderen im Studio.

 

Dave Liebman zog ihn für die Aufnahmen von "Classique" (Owl, 1992) bei, wo Ries (bars) mit Gunnar Mossblad (ss), Steve Wilson (as) und Dave Riekenberg (ts) ein Saxophonquartett bildete, das neben einem Woodwind- und einem Streichquartett Stücke von Liebman interpretierte. 

 

Ab 1982 unterrichtete er an diversen Universitäten und Musikschulen. Mit Franck Amsallem (p) als Co-Leader sowie mit Scott Colley (b) und Bill Stewart (dm) entstand "Regards" (Free Lance, 1993). Mit Leon Parker (dm, perc) als Begleiter nahmen Tim Ries und Franck Amsallem "Is That So?" (Sunnyside, 1996) auf.

 

Als Tim Ries Quintet veröffentlichte er "Universal Spirits" (Criss Cross, 1998). Scott Wendholt (tp), Ben Monder (g), Scott Colley (b) und Billy Drummond (dm) waren seine Begleiter. Auf "Alternate Side" (Criss Cross, 2001) waren Monder und Drummond erneut dabei.

 

Dazu kamen Greg Gisbert (tp, flh), Michael Davis (tb), Larry Goldings (p, org), seine Frau Stacey Shames (harp) und John Patitucci (b). Für "The Rolling Stones Project" (Concord, 2005) mit Cover-Versionen von Stones-Songs holte Ries neben vielen Jazzmusikern auch die Stones Keith Richards (g), Ron Wood (g) und Charlie Watts (dm) ins Studio.

 

Als Sängerinnen/Sänger wirkten Bernard Fowler, Sheryl Crow, Luciana Souza, Norah Jones und Lisa Fischer. Dazu kamen je nach Track die Gitarristen John Scofield, Ben Moder und Bill Frisell und Bassist Darryl Jones, der als Ersatz für Bill Wyman mit den Stones auf der Bühne stand.

 

Die Fortsetzung davon war die Doppel-CD "Stones World (The Rolling Stones Project II)" (Sunnyside, 2008), die erneut mit Hilfe von Keith Richards, Ron Wood, Charlie Watts und dieses Mal auch Mick Jagger sowie weiteren Musikerinnen und Musikern realisiert wurde. Ab den 2000er Jahren war Ries mehrmals als Begleitmusiker mit den Stones unterwegs.    

 

Tim Ries (ss, ts), Danny Walsh (as, ts) und Charles Pillow (ss, ts, bcl) waren Co-Leader auf "Jam Session Vol. 27" (SteepleChase, 2008). Begleitet wurden sie von Andy LaVerne (p), David Finck (b) und Jaz Sawyer (dm).

 

Unter dem Gruppennamen Tim Ries Quintet erschienen zwei weitere Aufnahmen in jeweils unterschiedlichen Besetzungen. "Live At Smalls" (SmallsLIVE, 2010) zeigt Ries (ts, ss) mit  Chris Potter (ts), Kálmán Oláh (p) John Patitucci (b) und Billy Drummond (dm).

 

Auf "Live At Smalls Vol. 2" (SmallsLIVE, 2015) ist Ries zusammen mit Nicholas Payton (tp), Kálmán Oláh (p), Hans Glawischnig (b) und Terreon Gully (dm) zu hören.

 

Unter den Namen der beteiligten Musiker Béla Szakcsi Lakatos (p), Tim Ries (sax), Robert Hurst (b) und Rudy Royston (dm) war "Climate Change" (Budapest Music Center, 2014) erschienen. Als Gast war noch Lajos Horvath (vio) dabei.

 

Für die Aufnahmen der Doppel-CD "Heritage/Evolution - Volume 1" (Innova, 2015) verstärkte sich das aus Saxophonisten bestehende PRISM Quartet mit weiteren Saxophonisten wie Tim Ries, Steve Lehman, Dave Liebman, Rudresh Mahanthappa, Greg Osby, und Miguel Zenon. "Life Changes" (BFMS und Ropeadope, 2019) hiess eine Produktion, auf der Ries von zehn Musikerinnen und Musikern, darunter Jack DeJohnette (dm), begleitet wurde.

 

Tim Ries besitzt bei discogs.com fast 200 Einträge als Musiker. Darunter befinden sich viele Bootleg-Aufnahmen, die ihn als Zuzüger der Rolling Stones zeigen. Er wirkte zudem in den Gruppen 1:00 O'Clock Lab Band, Blood, Sweat And Tears, David Liebman Big Band, Jeff Williams Quintet, New York City Horns, Saffron, The Gotham Jazz Orchestraund The Steve Davis Project mit.

 

Im Studio begleitete er neben anderen Joey Calderazzo, Incognito, Chris Dahlgren, Badal Roy, George Michael, David Clayton-Thomas, Mono Grosso, Donny Osmond, John Patitucci, Frank Kimbrough, Joe Locke, Donald Fagen, Chaka Khan, Jack DeJohnette, Bernard Fowler und andere.                                                                            06/26

 

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