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Victoria Spivey

  • musicmakermark
  • 5. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanische Bluessängerin und Musikerin, geboren am 15. Oktober 1906 in Houston, Texas. Sie hatte drei Schwestern, von denen alle drei professionelle Sängerinnen waren. Eine davon, Addie "Sweet Peas" bzw. "Sweet Pease" Spivey (1910–1943), nahm zwischen 1929 und 1937 mehrere Titel für grössere Labels auf.


 

Victoria Spivey selber heiratete vier Mal. Victorias Karriere begann im Umfeld der familieneigenen String Band. Als ihr Vater starb, trat sie, erst siebenjährig, alleine auf. 1918 wurde sie vom Lincoln Theater in Dallas für die Begleitung von Filmen engagiert

 

Als Teenager trat sie in lokalen Bars, Nightclubs oder bei anderen Gelegenheit auf, meist solo, bei Gelegenheit begleitet von Blind Lemon Jefferson. 1926 liess sie sich in St. Louis, Missouri, nieder, wo sie von "Okeh Records" unter Vertrag genommen wurde.

 

Sie hatte sofort Erfolg und spielte bis 1929 in New York City mehrere Titel für dieses Label ein. Dann wechselte sie zu "Victor". Zwischen 1931 und 1937 machte sie Aufnahmen für "Vocalion" und "Decca". Zum Teil wurde sie von King Oliver, Louis Armstrong, Lonnie Johnson, oder Red Allen begleitet.

 

Während der Depressionszeit war sie als Schauspielerin tätig. Regisseur King Vidor holte sie für seinen ersten Film "Hallelujah!" vor die Kamera. Sie war danach bis in die 1940er Jahre als Schauspielerin oder in Musicals zu sehen, oftmals an der Seite des Vaudeville-Tänzers Billy Adams, einem ihrer vier Ehemänner.

 

1951 zog sich Spivey vom Showbusiness zurück und spielte Orgel bzw. leitete einen Kirchenchor. 1961 fand sie zur sekulären Musik zurück. Sie war in vier Songs auf dem Album "Idle Hours" (Prestige Bluesville, 1962) von Lonnie Johnson zu hören.

 

Später ging sie zwei weitere Male mit Lonnie Johnson für Alben ins Studio. Auf "Woman Blues" (Prestige Bluesville, 1962) war sie Leaderin und auf The Queen And Her Knights" (Spivey, 1965) waren Lonnie Johnson, Little Brother Montgomery, Memphis Slim und Sonny Greer ihre Mitmusiker.

 

Neben eigenen Alben arbeitete sie auf anderen mit Alberta Hunter, Lucille Hegamin, Buddy Tate, Hannah Sylvester, Roosevelt Sykes, Big Joe Williams, Willie Hogg, Willie Dixon, Otis Spann, Sammy Lawhorn und The Easy Riders Jazz Band zusammen. 1963 war sie Teil des Tourneepakets American Folk Blues Festival.

 

Auf dem 1961 gegründeten, eigenen Label "Spivey Records" brachte sie Musik von Sippie Wallace, Lucille Hegamin, Otis Rush, Otis Spann, Willie Dixon, Roosevelt Sykes, Big Joe Turner, Buddy Tate und Hannah Sylvester heraus.

 

Auch damals neue Künstlerinnen und Künstler wie Luther "Guitar Junior" Johnson, Brenda Bell, Washboard Doc, Bill Dicey, Robert Ross, Sugar Blue, Paul Oscher, Danny Russo und Larry Johnson konnten dort Aufnahmen veröffentlichen. Victoria Spivey starb am 3. Oktober 1976 in New York City im Alter von 69 Jahren.

 

Ihr Schaffen wurde auf vielen Compilations zusammengefasst. Den umfangreichsten Überblick geben die vier unter dem Obertitel "Complete Recorded Works In Chronological Order" veröffentlichte CDs (alle Dolcument, 1995).

 

Die Einzelteile hiessen "Order Volume 1 (11 May 1926 To 31 October 1927), "Volume 2 (31 October 1927 To 24 September 1929)", "Vol. 3 (1 October 1929 To 7 July 1936)" und "Volume 4 (30 August 1936-21 July 1937)".        05/26

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