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Wlodzimierz Kotoński

  • musicmakermark
  • 28. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Polnischer Komponist, geboren am 23. August 1925 in Warschau. Er studierte von 1945 bis 1951 an der Höheren Staatlichen Musikschule bei Piotr Rytel. Zudem nahm er 1950/1951 privaten Unterricht bei Tadeusz Szeligowski.



In den 1950er Jahren widmete er sich im Auftrag des Nationalen Kunstinstituts der Erforschung der polnischen Volksmusik. Dabei entstand das Buch "Góralski i zbójnicki" (1956). Zwischen 1957 und 1961 nahm Kotoński an den Darmstädter Ferienkursen teil.


Er befasste sich mit elektroakustischer Musik und arbeitete ab 1958 regelmässig mit dem Experimentalstudio des Polnischen Rundfunks zusammen. Seine 1959 entstandene "Etiuda na jedno uderzenie w talerz" war die erste elektronische Komposition Polens.


In den nachfolgenden Jahren arbeitete er mit vielen weiteren Zentren für elektroakustische Musik in Europa zusammen. Es waren dies das Studio des Westdeutschen Rundfunks in Köln (1966/1967), die Groupe de Recherches Musicales ORTF in Paris (1970), das Experimentalstudio des Südwestfunks Baden-Baden Studio in Freiburg (1979), das Stiftelsen Elektroakustik Musik i Sverige in Stockholm (1984) und die Groupe de musique expérimentale de Bourges (1986).


Ab 1967 unterrichtete er Komposition an der Staatlichen Hochschule für Musik, der heutigen Fryderyk-Chopin-Universität für Musik, wo er auch das Studio für elektronische Musik leitete. Als Gastprofessor unterrichtete er Komposition und elektronische Musik an mehreren ausländischen Universitäten und Akademien.


Ab den 1960er Jahren waren seine Werke auf einigen Schallplatten des polnischen Staatslabels "Polskie Nagrania Muza" greifbar. Zuerst kamen einige LPs heraus, auf denen jeweils Stücke von mehreren Komponisten zu hören waren.


Später waren nur die LP "Electronic And Instrumental Music" (1974) und die CD "Awangarda" (2013) ausschliesslich der Musik von Kotoński gewidmet. 1963 veröffentlichte Wlodzimierz Kotoński das Buch "Instrumenty perkusyjne we współczesnej orkiestrze" bzw. "Schlaginstrumente im modernen Orchester" (Schott).


Es folgten 1989 die Monographie "Muzyka elektroniczna" und 1999 das "Leksykon współczesnej perkusji", das Lexikon der zeitgenössischen Perkussion. Wlodzimierz Kotoński starb am 4. September 2014 im Alter von 89 Jahren in Warschau. 05/26

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