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Yochk'O Seffer

  • musicmakermark
  • 20. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Ungarisch-französischer Jazz-Saxophonist, geboren am 10. Juli 1939 im ungarischen Ort Miskolc als József Seffer. Er lebt seit der Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes 1956 durch die Sowjetunion in Frankreich und nennt sich auch Jeff Seffer.


 

In Frankreich studierte Seffer Saxophon bei Marcel Mule am Konservatorium von Paris und war zuerst vor allem in der klassischen Musik tätig, ehe er den Jazz auf der einen sowie zeitgenössische Musik wie jene von Pierre Boulez auf der anderen Seite entdeckte.

 

Nach dem Konservatorium besuchte er die Kunstschule Beaux-Arts de Paris, wo er bis 1964 studierte. Er spezialisierte sich auf Fresken und Kirchenfenster und begann ab 1965 eigene Skulpturen auszustellen. Er suchte dadmals eine Synthese aus Bildhauerei, Malerei und Musik.

 

Von 1963 bis 1968 spielte er im Orchester von Eddy Mitchell. 1970 tat er sich mit Siegfried Kessler (p, e-p, fl), Didier Levallet (b) und Jean-My Truong (dm) zum Free Jazz-Ensemble Perception zusammen, von dem mehrere Aufnahmen erschienen.

 

1971/1972 war Seffer Mitglied der Zheuhl-Gruppe Magma und des Seitenprojekts Univeria Zekt. Mit dem Magma-Mitglied François "Faton" Cahen gründete er danach mit Zao eine eigene Zeuhl-Fusion-Gruppe, von der mehr als ein halbes Dutzend Aufnahmen herauskamen.

 

Seffer und Cahen traten auch als Ethnic Duo auf und veröffentlichten unter diesem Gruppennamen "Ethnic Duo" (Blue Marge, 1980), "En Public Au "Chêne Noir" D'Avignon, 1980" (Great Winds, 2009) und "Tarass Boulba" (Acel, 2021). Die Aufnahmen zum zweiten und dritten Album stammten beide von 1980.

 

Mit François Causse (dm, perc) bzw. als Ethnic 3 kam "Live" (Musea, 2008) zu Stande. Dazu erschien vom Faton Cahen-Yochk'O Seffer Septet "Zao Family" (Cristal, 2006). Cahen starb 2011.

 

Yochk'O Seffer Neffesh Music hiess eine Gruppe mit einem stets wechsenden Lineup, von der mehrere Aufnahmen erschienen. Die ersten hiessen "Délire" (Moshé-Naïm, 1976), "Ima" (Moshé-Naïm, 1977) und "Ghilgoul" (Sun und Garou Garou, 1978).

 

"Neffesh-Music" (Emen und Moshé-Naïm, 1995) war lange nach dem vorläufigen Ende der Band eine Compilation. Später reaktivierte Seffer die Gruppe und spielt mit "Ezz-thetics Travel" (2008) und "Sugàrzo Terep" (Acel, 2019) zwei weitere Alben ein.

 

Seffer leitete eine ganze Reihe von weiteren Bands. Vom Sax Septuor erschienen die Kassette "Septuor" (F.L.V.M., 1986) und die CD "Benyomash" (Emen, 2002). Keine eigene Aufnahme erschien von Yochk'O Seffer S.T.S., einer Gruppe, die Seffer 1987 zur Lancierung seiner Tochter Debora Seffer (vio) aufgestellt hatte.

 

Debora Seffer veröffentlichte später unter ihrem eigenen Namen mehrere Alben. "Yog 3" (Musea Parallele, 1999) war ein Album der Yochk'O Seffer Big-Band. Yochk'O Seffer String Orchestra hiess eine Gruppe und ein Album (Cristal, 2004). Vom Yochk'O Seffer 4tet mit Sébastien Lovato (p), Didier Levallet (b und Jean-Pascal Molina (dm) kam "Acèl Toll" (Great Winds, 2011)

 

Seine erste eigene Aufnahme war "Magyar-Ló" (Le Chant Du Monde, 1976) gewesen. Es handelte sich um unbegleitete Soloaufnahmen, auf der Seffer (ts, sops, bcl, p) je nach Stück ein anderes Instrument spielt.

 

Auch "Chromophonie 1 "Le Diable Angélique" (G-C Editions & Productions, 1982) "Chromophonie 2 "Le Livre de Bahir" (G-C Editions & Productions, 1983) und "Adama (Yochkophonie N° 1)"(Moshé-Naïm, 1986) waren mehr oder wenigere Soloalben. Lediglich auf dem ersten war in allen Stücken Lajos Horvath (vio) mit dabei.

 

Von Yochk'O Seffer erschienen im Laufe der Jahre fast 20 weitere Alben unter seinem Namen oder als Co-Leader neben Leuten wie Siegfried Kessler, François Mechali, Thollem McDonas und anderen.  Für "Ornette For Ever" (Moshé-Naïm, 1996) konnte Seffer Coleman persönlich ins Studio holen.

 

Weitere Musiker waren Debora Sefer (vio), Didier Levallet (b) und Tony Marsh (dm). "Condor" (Musea Parallele, 2009) war ein 3-CD-Set mit Quintettaufnahmen, die mit Sylvain Miller (sax), Joëlle Léandre (b), Jean-Pascal Molina (dm) und François Causse (perc) eingespielt worden war.

 

Mit unterschiedlich zusammengesetzten Gruppen entstanden die Tracks beiden Doppel-CDs "Acel III Lyrikus-Szozat" (Great Winds, 2013) und "From New York To Budapest" (Great Winds, 2013).

 

"Musicien, Plasticien" (Acel, 2015) hiess ein 65-seitiges Buch über Seffer als Maler und Bildhauer sowie mit zwei CD-R, die mit "Chromophonie - Peintre, Plasticien" und  "Chromophonie - Kagul 33" betitelt waren und grösstenteils Soloaufnahmen enthielten.        04/26

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