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Rush

Kanadisches Hard Rock-Trio, gegründet 1968 in Willowdale in der Nähe von Toronto, Ontario, von Jeff Jones (e-b, vcl), Alex Lifeson (g) und John Rutsey (dm). Jones wurde schon nach wenigen Tagen durch Geddy Lee (key, vcl) ersetzt. Die Gruppe nannte sich zuerst The Projection und war 1968/1969 als Hadrian aktiv. Erst dann erfolgte die Umbenennung in Rush


Rutsey machte dann 1974 wegen gesundheitlichen Problem Neil Peart (dm) Platz, der von diesem Zeitpunkt an alle Texte schrieb. Rutsey starb am 11. Mai 2008. Das Lineup Lifeson, Lee und Peart blieb bis zu Pearts Tod im Januar 2020 zusammen. Rush beeinflusste spätere Bands wie Metallica, The Smashing Pumpkins, Dream Theater oder Symphony X.


Das Trio holte sich 23 Gold- und 14 Platin-Auszeichnungen für Schallplattenverkäufe. Mit weltweit 35 Millionen verkaufen Alben ist Rush zusammen mit den Beatles, Kiss, den Stones und Aerosmith eine der erfolgreichsten Band in der Rockgeschichte. Die erste Veröffentlichung war 1973 eine Single mit dem Buddy Holly-Cover "Not Fade Away" und der Eigenkomposition "You Can't Fight It".


Weil kein Label anbiss, gründete Rush mit "Moon" eine eigene Schallplattenfirma. Dort erschien 1974 auch die Debut-LP "Rush". Das Album schlug erst ein, als DJ Donna Halper von der Radiostation WMMS in Cleveland, Ohio, den Song "Working Man" auf ihre reguläre Playlist nahm.


"Mercury" nahm die Band unter Vertrag und brachte das Album im selben Jahr noch einmal heraus. In der Folge konnte Rush bei "Mercury" bis 1989 über ein Dutzend Studio- und Livealben herausbringen. Ende der 1980er Jahre wechselte Rush zu "Atlantic", wo beginnend mit "Presto" (1989) weitere Alben erschienen.


Nach der "Test For Echo"-Tournee 1997 legte die Band eine rund fünfjährige Pause ein, weil Drummer Neil Peart von mehreren Schicksalsschlägen heimgesucht wurde. Er verlor innerhalb von wenige Monaten seine Tochter und seine Frau. Mit "Vapor Trails" (Atlantic, 2002) kehrte die Band wieder auf die Szene zurück.


Die Live-CD "Rush In Rio" (Atlantic, 2003), die EP "Feedback" (Atlantic, 2004), die Live-Aufnahme "R30: 30th Anniversary World Tour" (Atlantic, 2005) und "Snakes & Arrows" (Atlantic, 2007) waren die nächsten Aufnahmen von Rush, gefolgt von der entsprechenden Konzert-Doppel-CD "Snakes & Arrows Live" (Atlantic, 2008). Danach erschienen wiederum ein Dutzend Alben, einige davon auch mit Liveaufnahmen, die aus früheren Mitschnitten bestanden.


Nach der R40-Tournee, dokumentiert auf der Triple-CD "R40 Live" (New Rounder, 2015), gab die Band ihren Rückzug aus dem Konzertleben bekannt. Vor allem Neil Peart musste wegen gesundheitlichen Problemen ab 2015 kürzer treten. Anfang 2018 wurde das Ende von Rush bekannt gemacht. Die Band verabschiedete sich ohne Abschiedstournee oder -konzert still und leise.


Rush veröffentlichte 19 Studio- und elf offizielle Livealben. Ausser zwei Livealben erreichten alle die Billboard 200. Zwölf davon schafften es in die Top-10 der Billboard 200. Von Rush erschienen auch 40 Singles und EPs. Darunter befand sich die kanadische Nummer-1-Single "New World Man/Vital Signs" (Mercury, 1982), die auf Platz 21 auch in den Billboard Hot 100 die bestplatzierte Single der Band war.


Von Rush erschienen mehr als zwei Dutzend Compilations, Elf davon waren offizielle Veröffentlichungen. Dazu kamen zwölf Boxsets. Die Triple-LP "Archives" (Mercury, 1978) enthielt die ersten drei Alben "Rush", "Fly By Night" und "Caress Of Steel". "Chronicles" (Vertigo, 1990) war eine "Greatest Hits"-Sammlung in Form einer Doppel-CD, die sich allein in den USA über zwei Millionen Mal verkaufte.


Einfache CDs stellten "Retrospective I 1974-1980" (Anthem, 1997), "Retrospective II 1981-1987" (Anthem, 1997) und "Retrospective III 1989-2008" (Anthem, 2009) dar sowie dazwischen "The Spirit of Radio: Greatest Hits 1974-1987" (Mercury/Polygram, 2003). "Icon" (Mercury, 2010) war eine weitere Compilation. "Sector 1, 2 und 3" (alle Island Mercury, 2011) waren drei aufwendige Box-Sets mit jeweils fünf Rush-Alben in chronologischer Reihenfolge sowie mit je einer DVD.


Das 5-CD-Set "5 Classic Albums" (Mercury, 2012) bestand aus mehreren Alben, die vor 1989 erschienen waren. Eine Fortsetzung war die 7 CD starke Box "The Studio Albums: 1989-2007" (Anthem, 2013). 10/23



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