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Aaron Copland

musicmakermark
vor 16 Minuten
2 Min. Lesezeit

Amerikanischer Komponist, geboren am 14. November 1900 in Brooklyn, New York City. Er wurde als Sohn litauischer Einwanderer geboren. Nach expressionistisch-experimentalen Frühwerken wandte er sich später einem klar verständlichen, rhythmisch geprägten tonalen Stil zu, der Volkslieder, Märsche und Tänze einschloss.


 

Er verschloss sich nie der zeitgenössischen Musik und liess auch Harmonien und Rhythmik des Jazz in seine Werke einfliessen. Der Komponist und Dirigent Leonard Bernstein setzte sich sehr für seine Musik ein.

 

Schon mit 15 Jahren wollte er Komponist werden. Seine musikalische Ausbildung erhielt er von Leopold Wolfsohn und vom Gershwin-Lehrer Rubin Goldmark. Ab 1921 studierte er am Amerikanischen Konservatorium in Fontainebleau, wo auch Nadia Boulanger unterrichtete.

 

Nach seiner Studienzeit in Paris entschloss sich Copland, Werke mit amerikanischem Charakter zu schreiben, indem er Jazz als amerikanische Ausdrucksweise verwendete. Sein erstes wichtiges Werk war das Ballett "Grohg", aus dem Copland thematisches Material für seine spätere "Dance Symphony" übernahm.

 

Andere wichtige Werke in dieser ersten Periode waren "Short Symphony" (1933), "Music for Theater" (1925) und "Piano Variations" (1930). Die durch den Jazz inspirierte Periode war jedoch kurz. Bald begann er zugänglichere Musik zu komponieren.

 

Coplands zweite Periode begann um 1936, als er "Billy the Kid" und "El Salón México" komponierte. Sein bekanntestes Werk ist "Fanfare for the Common Man" für Blechblasinstrumente und Perkussion, 1942 auf Bestellung des Dirigenten Eugène Goossens entstanden.

 

Das Stück wurde später auch von der britischen Pog Rock-Band Emerson, Lake & Palmer auf dem Album "Works Volume I" (Atlantic, 1977) interpretiert. Schon 1972 hatte ELP auf dem Album "Trilogy" (Island, 1972) mit "Hoedown" ein Werk Coplands interpretiert.

 

"Fanfare" taucht auch als Hauptthema im vierten Satz von Coplands "Third Symphony" auf. Im selben Jahr schrieb Copland "Lincoln Portrait". Copland wurde deshalb immer mehr als Komponist mit starkem Bezug zur amerikanischen Musik wahrgenommen.

 

Für sein Stück "Appalachian Spring" erhielt Copland 1945 den Pulitzer-Preis. Copland war auch ein wichtiger Filmmusik-Komponist, obwohl er nie dauerhaft in Hollywood arbeitete und die Zahl seiner Filmkompositionen überschaubar ist. Eine seiner ersten Arbeiten entstand 1939 für die John-Steinbeck-Verfilmung "Von Mäusen und Menschen".

 

Für seine Musik zu William Wylers Filmdrama "Die Erbin" wurde er 1950 mit einem Oscar ausgezeichnet. Die Suite "Music for Movies" umfasst mehrere der Themen, die er für Filme komponiert hatte.  Coplands Musik wurde auch nach seinem Tod in Filme eingebaut.

 

Weil Copland, der mit sozialistischen Ideen sympathisierte, während der Präsidentschaftswahlen von 1936 die Kommunistische Partei der USA verteidigt hatte, ermittelte das FBI während der McCarthy-Zeit in den 1950er Jahren gegen ihn. Er wurde auf die schwarze Liste der Hollywood-Studios gesetzt.

 

Die Untersuchung wurde 1955 ausgesetzt und 1975 endgültig eingestellt. Es wurde nie bewiesen, dass Copland Mitglied der kommunistischen Partei war. 1964 überreichte ihm US-Präsident Lyndon B. Johnson die Freiheitsmedaille, die höchste zivile Auszeichnung in den USA.

 

Copland war ein Freund von Leonard Bernstein und hatte grossen Einfluss auf dessen Kompositionsstil. Im Gegenzug gilt Bernstein als der beste Dirigent der Werke Coplands. Ab etwa 1960 widmete sich Copland verstärkt dem Dirigieren und komponierte ab den 1970er Jahren nur noch wenig.

 

Copland starb am 2. Dezember 1990 im Alter von 90 Jahren in North Tarrytown, New York. Seine Werke sind auf Hunderten von Aufnahmen zu verewigt.                                                         09/26

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