Aki Takase in Hommage-Aufnahmen
- musicmakermark
- 26. Dez. 2025
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Die in Deutschland lebende japanische Jazz-Pianistin Aki Takase spielte über einen längeren Zeitraum mehrere musikalische Hommagen an einige der grossen Musiker des Jazz ein. Diese entstanden solo, im Duo oder mit grösseren Formationen.
Zu dieser Reihe gehörten die Duo-CDs "Blue Monk" (Enja, 1993) mit David Murray (ts) und "Duet For Eric Dolphy" (Enja, 1997) mit Rudi Mahall (bcl). Auf der Doppel-CD "Ornette Coleman Anthology" (Intakt, 2007) widmete sich Takase mit Silke Eberhard (as, cl, bcl) einem anderen Giganten des Jazz.
Nach den ersten Hommage-Einspielungen in Duos, waren weitere Tribute-Projekte mit Gruppen entstanden. "St. Louis Blues" (Enja, 2001) war das Resultat des "W.C. Handy"-Projekts von Takase, bei dem sie von Rudi Mahall (bcl), Fred Frith (g), Nils Wogram (tb) und Paul Lovens (dm) begleitet wurde.
Mit Eugene Chadbourne (g) an Stelle von Frith sowie mit Thomas Heberer (tp) als weiterer Musiker, realisierte Takase 2004 auch "Aki Takase Plays Fats Waller" (Enja, 2004). Von dieser Formation ohne Wogram erschien auch eine DVD (La Huit, 2006) mit Liveaufnahmen von 2005.
Ein Mitschnitt eines Auftritts von 2004, ebenfalls ohne Wogram, kam neun Jahre später unter dem Titel "Plays Fats Waller In Berlin" (Jazzwerkstatt, 2013) auf den Markt.
Für "New Blues" (Yellowbird, 2012) holte sie mit Eugene Chadbourne (g, banjo, vcl), Rudi Mahall (bcl), Nils Wogram (tb) und Paul Lovens (dm, perc) fast die gesamte Formation ins Studio, mit der sie die W.C.Handy/Fats Waller-Projekte realisiert hatte.
Alex von Schlippenbach wirkte in einem Stück als Gast auf der Trompete mit. Ein Mitschnitt des Fats Waller-Projekts von 2009 mit Chadbourne, Wogram, Mahall und Lovens kam unter dem Titel "Plays Fats Waller At Babylon Berlin" (Jazzwerkstatt, 2019) in DL-Form heraus.
"My Ellington: Takase Plays The Duke" (Intakt, 2013) war eine Hommage in Form einer Solo-CD. Später spielte sie im Duo mit Daniel Erdmann (ts, ss) "Ellington" (Enja, 2024) ein. "Carmen Rhapsody" (BMC, 2023) enthielt vor allem Kompositionen von Bizet, gespielt von Takase mit Daniel Erdmann (ts, ss), Vincent Courtois (cello) und Mayumi Nakamura (mezzo-soprano).
Eine weitere Hommage-Aufnahme war Eric Dolphy gewidmet und hiess "So Long, Eric!" (Intakt, 2014). Mitwirkende waren Alexander von Schlippenbach (p), Karl Berger (vibes), Rudi Mahall, Tobias Delius und Henrik Walsdorff (reeds), Axel Dörner (tp), Nils Wogram (tb), Wilbert de Joode und Antonio Borghini (b) sowie Han Bennink und Heinrich Kobbling (dm). 12/25








