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Aki Takase

  • musicmakermark
  • 26. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Japanische Jazz-Pianistin, Keyboarderin, Koto-Spielerin, Komponistin und Bandleaderin, geboren am 26. Januar 1948 in Osaka und aufgewachsen in Tokio. Sie spielt seit dem dritten Lebensjahr Klavier.


 

Sie studierte an der Toho Gakuen Music University, entdeckte den Jazz und wurde 1971 professionelle Musikerin. Erste Aufnahmen machte sie als Begleiterin des Psychedelic/Folk Rock-Musikers Tomoaki Kamijo, der Jazz-Saxophonisten Seiichi Nakamura und Hidefumi Toki, des Jazz-Bassisten Yoshio Ikeda sowie als Mitglied des Yoshio Ikeda Quintets.

 

1978 konnte Aki Takase (p, e-p, melodica, vocoder, synth) mit "Aki" (Seven Seas, 1978) ihre erste Aufnahme unter ihrem eigenen Namen einspielen. Es handelte sich um ein Trio-Album mit Nobuyoshi Ino (b, e-b, cello, bells) und Takuji Kusumoto (dm, perc).

 

Mit Ino und Steve Jackson (dm) als Begleiter folgte mit "As Time Goes By" (Toshiba, 1979) eine zweite Trioeinspielung. Von Aki Takase erschienen im Laufe der Jahre viele weitere Trio-Aufnahmen (siehe Aki Takase in Trioaufnahmen). 1979 absolvierte sie einen längeren USA-Aufenthalt.

 

"Minerva's Owl" (Union Jazz, 1981) hiess das nächste Album, aufgenommen 1981 im Quartett mit Ino, Dave Liebman (reeds) und Motohiko Hino (dm). Im selben Jahr entstand mit Yoshio Ikeda (b) die erste Duoaufnahme "Esprit" (Union Jazz, 1982). Später folgten weitere Duoalben mit anderen Mitmusikerinnen oder Mitmusikern (siehe Aki Takase in Duoaufnahmen).

 

"ABC" (Union Jazz, 1982) war eine Quartett-Aufnahme von 1982 mit Sheila Jordan (vcl), Cecil McBee (b) und Bob Moses (dm). Aki Takase lebt und arbeitet seit Anfang/Mitte der 1980er Jahre in Deutschland. Sie ist Ehefrau von Alexander von Schlippenbach. Gemeinsam mit ihrem Mann leitete sie die Grossformation Berlin Contemporary Jazz Orchestra.

 

Seither erschienen mehrere Soloalben: "Perdido" (Enja, 1982) wurde 1982 bei einem Festival in Nürnberg eingespielt. Die LP "Twilight Monologues" (Lunatic, 1984) enthielt je ein längeres Solostück von Takase, Masahiko Sato, Ichiko Hashimoto und Takashi Kako.

 

Weitere Soloaufnahmen hiesen "Shima Shoka" (Enja, 1990) und "Le Cahier du Bal" (Leo, 2001), letztere inspiriert vom Tänzer Anzu Furukawa. Auf "Diagonal" (Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, 2002) spielte sie zu Gedichten von Yoko Tawada.

 

Die nächste Soloaufnahme war "Something Sweet, Something Tender" (Enja, 2007).  "My Ellington: Takase Plays The Duke" (Intakt, 2013) war eine Hommage an einen der Grossen des Jazz in Form einer Solo-CD. Solo oder in Gruppe ehrte sie im Laufe der Jahre viele weitere Jazzmusiker (siehe Aki Takase in Hommage-Aufnahmen).

 

"Hokusai - Piano Solo" (Intakt, 2019) war die nächste Soloaufnahme. In einem der 12 Tracks war Ehemann Alexander von Schlippenbach mit dabei. "Close Up Of Japan" (Enja, 1993) war mit Nabuyoshi Ino (b) und dem Toki String Quartet eingespielt worden.

 

Auf "Oriental Express" (Enja und Omagatoki, 1996) wurde Takase von ihren Landsleuten Igarashi Issei (tp), Hayashi Elithi (as, ss), Katayama Hioaki (ts, bars), Itaya Hiroshi (tb), Nobuyoshi Ino (b) und Koyama Shota (dm) begleitet.

 

"Procreation" (Enja, 2004) war eine Aufnahme von Aki & The Good Boys. Die Boys bestanden aus Walter Gauchel (ts, fl, vcl), Rudi Mahall (bcl), Johannes Fink (b) und Heinrich Köbberling (dm, perc). Mit Toby Delius (ts, cl) anstelle von Gauchel entstand die zweite Good Boys-Aufnahme "Live At Willisau Jazz Festival" (Jazzwerkstatt, 2008).

 

Auf "Tarantella" (psi, 2006) präsentierte sie Aufnahmen von 1997 ihres so genannten Piano Quintets, bestehend aus Aleks Kolkowski (vio), Maurice Horsthuis (viola), Tristan Honsinger (cello) und Nobuyoshi Ino (b).  


Auf "Free Zone Appleby 2006" (psi, 2007) spielten Takase, Phil Wachsmann (vio, elect), Evan Parker (ss, ts), Paul Rutherford (tb), Rudi Mahall (bcl), Alexander von Schlippenbach (p) und Paul Lovens (dm) in Duos, Trios und im Quartett.

 

Die japanische Produktion "Makkana Ohirune" (Videoarts Music, 2010) zeigt Takase in Begleitung von Kimiko Itoh und Pierre Gilles (vcl), Nobuyoshi Ino (b) und Heinrich Koebberling (dm, perc). Mit Tobias Delius (ts, Jan Roder (b) und Sven-Åke Johansson (dm) als Co-Leader entstand "Tune Up" (SÅJ, 2013). 

 

La Planète hiess ein Quartet mit Louis Sclavis (cl, bcl), Dominique Pifarely (vio) und Vincent Courtois (cello), von dem "Flying Soul" (Intakt, 2014) erschien. Unter dem Titel "The First Years In Europe" (Enja, 2015) wurden ihre "Enja"-Alben "Song For Hope" (1982), "Shima Shoka" (1990), "Alice" (1992), "Oriental Express" (1996) und "Duet For Eric Dolphy" (1997) in Form einer 5-CD-Box wiederveröffentlicht.

 

Als Aki Takase Japanic nahm sie mit Daniel Erdmann (ts, ss), DJ Illvibe (tt, elect), Johannes Fink (b) und Dag Magnus Narvesen (dm) "Thema Prima" (BMC, 2019) auf. Auf der zweiten Japanic-Aufnahme "Forte" (BMC, 2024) spielte Carlos Bica (b) für Fink. Dazu kamen als Gäste Alexander von Schlippenbach (p) und Nils Wogram (tb).

 

Dazu ist Takase zu hören auf Aufnahmen des Jazzensembles des Hessischen Rundfunkes oder als Mitglied in Bands von Leadern wie Rudi Mahal oder Sven-Åke Johansson. Musikalische Begegnungen hatte sie auch mit Charlie Mariano, Anthony Braxton, Louis Sclavis, Christof Lauer, George Lewis und anderen.                                           12/25

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