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Alan Wilkinson

  • musicmakermark
  • 28. Aug.
  • 4 Min. Lesezeit

Englischer Free Improv/Free Jazz-Bariton-, Alt- und Sopransaxophonist und Bandleader, geboren am 22. August 1955 in Ilford in Ost-London. Er war kurze Zeit in Manchester tätig, zog dann aber 1975 nach Leeds, um sich dort auf seine Tätigkeit als Kunstmaler zu konzentrieren.


 

Dann begann er Altsaxophon zu spielen und wurde Mitglied der Gruppe Crow, wo er auf Mathew Coe alias Xero Slinsby, Richard Ward und seinen späteren langjährigen Partner, den Schlagzeuger Paul Hession traf. 1979 formierte Wilkinson zusammen mit Hession und Pete Halham (ts) das Trio Art, Bart & Farbo.

 

Dieses existierte drei Jahre. Nach dem Besuch der Improvised Music Summer School in South Wales formierten Wilkinson und Hession ein weiteres Trio, und zwar mit dem Pianisten Akemi Kuniyoshi.

 

Dazu trat Alan Wilkinson auch im Duo entweder mit Hession oder mit Steve Hubback (dm, perc) auf. In den Jahren 1985 bis 1988 spielte Wilkinson im Trio mit Steve Noble (dm, perc) und Tony Moore (b). Dazu war Wilkinson in jener Zeit auch Mitglied des Ubiquity Orchestras.

 

Zwischen 1987 und 1989 bildete er mit Willi Kellers (dm), Christoph Winckel (b) und Alex Maguire (p) ein Quartett. Dazu spielte er mit Phill Durrant, Thebe Lipere, Will Evans, Louis Moholo, Keith Tippett, Barre Phillips, Ernst Reijseger und Susanna Ferrar.

 

Bei einer Company-Week von Derek Bailey kam er in Kontakt mit Don Byron, Robyn Schulkowski, Ikue Mori und Phil Minton. Erste Aufnahmen machte er erst 1988 als Mitglied eines Ensembles von Hugh Metcalfe. Allerdings war Wilkinson auf der LP "My Guitar Is A Virgin" (Klinker Zoundz, 1988) nur in einem Track zu hören.

 

Die wichtigste Gruppe von Wilkinson ist das 1989 gegründete Trio Hession/Wilkinson/Fell mit Simon H. Fell (b) und Paul Hession (dm) als Partner. Die drei Musiker arbeiteten auch zu zweit in anderen Gruppen oft zusammen (siehe alle Hession/Wilkinson/Fell).

 

"Seedy Boy" (Bruce's Fingers, 1994) hiess seine erste Solo-Veröffentlichung. Sie erschien als Kassette und enthielt Aufnahmen, die zwischen 1989 und 1994 in England und Deutschland im Studio oder bei Auftritten aufgezeichnet wurden.

 

Später kam mit "Practice" (Bo'Weavil, 2011) eine zweite Solo-Aufnahme in Form einer CD heraus. 1992 gehörte er mit Roberto Bellatalla (b) und Mark Sanders (dm) zum John Law Quartet. Er war nur auf "Exploded On Impact" (Slam, 1993), der ersten von drei Aufnahmen dieser Gruppe, mit dabei.

 

"In A Sentimental Mood" (Incus, 1996) war eine Duo-CD mit Stefan Jaworzyn (g), mitgeschnitten bei einem Konzert 1996. Auf "Duos, London 2001" (Incus, 2002) ist Alan Wilkinson einer der Duopartner von Derek Bailey (g). Beim Freedom Of The City-Festival 2003 trat er mit Marcio Mattos (b) und Steve Noble (dm, perc) unter dem Namem Free Base auf.

 

Ein über 20-minütiger Track fand sich auf "Freedom Of The City 2003: Small Groups" (Emanem, 2004). Dann ging Free Base ins Studio, um mit "The Ins And Outs" (Emanem, 2005) ein eigenes Album einzuspielen. Beim Freedom Of The City-Festival 2005 spielte Wilkinson mit Phil Durrant (laptop) und Mark Sanders (dm, perc).

 

Am 1. Mai 2006 trat Wilkinson im Trio mit Eddie Prévost (dm) und Joe Williamson (b) am "Freedom Of The City"-Festival in London auf, wo die CD-EP "Along Came Joe" (Matchless, 2006) mitgeschnitten wurde. Gleichzeitig erschien von Prévost und Wilkinson die Duo-CD "So Are We, So Are We" (Matchless, 2006).

 

In einer anderen Trio-Besetzung – mit John Edwards (b) und Steve Noble (dm) - entstanden "Obliquity" (Bo'Weavil, 2007), "Live At Cafe Oto" (Bo'Weavil, 2009), "3 Of A Kind" (Bo'Weavil, 2018) und "Forth The 4 th" (Ping Pong, 2023).

 

Ein Aufeinandertreffen mit Peter Brötzmann (ts, tarogato, cl) und Wilkinson mit Simon H. Fell (b) und Willi Kellers (dm) als Begleiter wurde auf "One Night At Burmanstofts" (Bo'Weavil, 2007) dokumentiert. Die LP "Dem Ol'Apple Pie Melodies" (Bo'Weavil, 2010) zeigt Wilkinson mit dem New Yorker Free Noise-Duo Talibam!.

 

Später enthielt die C40-Kassette "It Is Dangerous To Lean Out" (Monofonus Press und Astral Spirits, 2016) weitere Aufnahmen von Wilkinson und Talibam!. Die labellose CD-R "Malice Aforethought" (2019) zeigt Wilkinson und Talibam! bei einem Auftritt am Festival von Nickelsdorf 2019).

 

Im Rahmen der Gruppe Akode tat sich Alan Wilkinson mit den Norwegern Kim Johannesen (g), Ola Høyer (b) und Dag Erik Knedal Andersen (dm) zusammen, um "Sa(n)dnes(s)" (Gaffer, 2012) sowie später die CD-R "North And South" (Confront, 2015) aufzunehmen.

 

Unter dem Titel "The Founder Effect I und II" (beide Treader, 2013) erschienen zwei CDs, eingespielt im Rahmen einer Marathonsession von Alan Wilkinson (bars), Pat Thomas (synth), John Coxon (g, key) und Steve Noble (dm). Die bei der selben Session eingespielte Aufnahme "The Founder Effect III" (Treader, 2013) war eine Duoaufnahme mit Thomas und Noble.

 

Im Duo mit Janne Tuomi (dm, perc) entstand "Validi Sekmentti At Pori Art Museum" (Karkia Mistika, 2014). "L.O.T.U.S." (Omlott, 2017) sowie "Live at Cafe Oto, Again (Bootleg Series)" (Konstrukt Music, 2019) dokumentierten das Aufeinandertreffen der türkischen Free Improv-Gruppe Konstrukt mit Wilkinson, Alexander Hawkins (p) und Daniel Spicer (tp, flh, sax, div instr) als Gäste.

 

"Double Vortex" (A New Wave Of Jazz, 2017) zeigt Wilkinson auf CD 2 dieser Doppel-CD mit Colin Webster (bars), John Dikeman (ts), Dirk Serries (g) und Andrew Lisle (dm). Mit David Birchall (g) und Andrew Cheetham (dm) wurde bei einem Auftritt die Kassette "Live at Islington Mill" (Tombed Visions, 2018) mitgeschnitten.

 

Es folgten weitere Duoaufnahmen oder Veröffentlichungen als Co-Leader mit Musikern wie Tasos Stamou, Noel Meek, Roger Turner, Andrew Cheetham, Dirk Serries, NO Moore, John Edwards, Eddie Prévost, Alex Ward, Seymour Wright und vielen anderen.

 

Wilkinson war auch Mitglied der Gruppen Alex Maguire's Cat O'Nine Tails, Dikeman Lisle Serries Webster Wilkinson Quintet, Feetpackets, Impetus Group, Mark Wastell Quartet, Sportchestra!, Unkestra und Hatka. 08/26

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