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Amy Winehouse

  • musicmakermark
  • vor 4 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Englische Soul-, R&B-, Pop- und Jazz-Sängerin, geboren am 14. September 1983 in Enfield, London. Ihre erste Gitarre bekam sie im Alter von 13 Jahren geschenkt. Zwei Jahre später wechselte sie auf die Sylvia Young's Stage School, eine Art Schmiede für britische Nachwuchsstars.


 

Dort hielt es sie aber nicht lange aus. Winehouse beschloss, auf eine Mädchenschule zu wechseln. Mit 16 begann sie Geschichte zu studieren und spielte bei einem Jugend-Jazzorchester.2001 unterschrieb Winehouse einen Vertrag bei "Island Records".

 

Ihr Debütalbum hiess "Frank" (Island, 2003). Stilistisch mischte Winehouse darauf Elemente aus Jazz, Pop, Soul und Reggae zusammen. Das Album verkaufte sich allein in Grossbritannien über eine Million Mal und gelangte dort auf Platz 13 der Albumcharts.

 

In den amerikanischen Billboard 200 schaute Platz 33 heraus und in den US-R&B/Hip Hop-Charts Platz 26. Die vier ausgekoppelten Singles standen auf Plätzen zwischen 57 und 71 in der britischen Hitparade.

 

Auf ihrem zweiten Album "Back To Black" (Island, 2006), eingespielt unter anderem mit Hilfe des Antibalas Afrobeat Orchestras,  überwogen Soul-Elemente mit deutlichen Anleihen an Motown und die amerikanische Musik der 1960er Jahre. Mit ihre gelang Winehouse der Durchbruch.

 

Das Album verkaufte sich weltweit 20 Millionen Mal, davon 4 Millionen Mal in Grossbritannien und 3 Millionen Mal in den USA. "Back To Black war fast überall auf der Welt auf Platz 1 der Albumcharts. Einzig in den Billboard 200 reichte es nur zu Platz 2. In den US-R&B/Hip Hop-Charts kam die Britin Winehouse damit in die Top-5.

 

"Rehab", eine der vielen Singleauskoppelungen aus diesem Album, kam als beste aller Winehouse-Singles mit 1,2 Milliionen verkauften Exemplare auf Platz 7 in Grossbritannien und mit 2 Millionen verkauften Stück in den USA auf Platz 9 der Billboard Hot 100.

 

Vier weitere Singles aus dem zweiten Album belegten in den UK-Charts Plätze zwischen 8 und 33. Eine davon wurde auf Platz 77 der Billboard Hot 100-Liste geführt. Die beiden Alben wurden mangels einem dritten Album zusammen mit je einer Bonus-CD zu einem 4-CD-Set (Island, 2008) zusammengefasst.

 

Mit "Sessions@AOL" (Island, 2004) und "iTunes Festival: London 2007" (Island, 2007) veröffentlichte Winehouse auch zwei DL-Only-EPs. Dazu war "Told You I Was Trouble: Live in London" (Universal, 2007) eine Live-DVD mit dem Mitschnitt eines Auftrittes in London.

 

Mit ihrem Drogen- und Alkoholkonsum sorgte sie fortwährend für Schlagzeilen. Im Juli 2007 liess sie auf ärztlichen Rat wegen eines Erschöpfungszustandes kurzfristig mehrere Festivaltermine absagen. Am 9. August 2007 brach Winehouse zusammen und wurde deswegen ambulant behandelt.

 

Ihr Management sprach von "schwerer Erschöpfung". Darüber hinaus kämpfte sie gegen Magersucht. Im Oktober 2007 wurde sie in Norwegen wegen Besitzes von sieben Gramm Marihuana verhaftet. Ende November 2007 sagte Winehouse alle weiteren noch für 2007 geplanten Auftritte aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme ab.

 

Ende Januar 2008 begab sie sich in eine Entzugsklinik in London, nachdem zuvor ein Video veröffentlicht wurde, das sie beim Rauchen einer Crack-Pfeife zeigte. Nach Angaben ihres Vaters litt sie unter dem Anfangsstadium eines Lungenemphysems, das vor allem durch das Rauchen von Crack verursacht wurde.

 

Ende Mai 2011 begab sie sich erneut in eine auf die Behandlung von Sucht- und psychischen Problemen spezialisierte Londoner Klinik der Priory Group. Am 18. Juni 2011 sollte sie in Belgrad der Auftakt zu ihrer Tour stattfinden. Erst kurz zuvor hatte Winehouse einen Alkoholentzug erfolgreich abgeschlossen.

 

Winehouse erschien betrunken und torkelnd auf der Bühne, stürzte gelegentlich und brachte es auf nur wenige Gesangsminuten, welche sie weitgehend lediglich gemurmelt und lallend bestritt. Der elfköpfigen Band konnte sie nur schwer folgen, viele Songs mussten mehrfach abgebrochen und neu begonnen werden.

 

Die Tour wurde im Anschluss zunächst unter-, dann abgebrochen. Am 23. Juli 2011 wurde Amy Winehouse tot in ihrer Londoner Wohnung aufgefunden. Sie war an einer Alkoholvergiftung mit 4,16 Promille im Blut ums Leben gekommen. Sie wurde, wie Jimi Hendrix, Janis Joplin und Jim Morrison, nur 27 Jahre alt.

 

Posthum erschien das Album "Lioness: Hidden Treasures" (Island, 2011) mit bisher unveröffentlichten Songs und Demos. Angesichts des Hypes um Winehouse war es nicht verwunderlich, dass sich das Album millionenfach verkaufte und Platz 1 in den englischen Charts belegte. Selbst in den Billboard 200 in den USA schaute Platz 5 heraus.    

 

"Amy Winehouse At The BBC" (Island, 2012) hiess ein Set mit einer CD und einer DVD. Die CD bestand aus Songs, die sie zwischen 2004 und 2009 in BBC-Sendungen gesungen hatte. Die DVD trug den Titel "Arena: Amy Winehouse - The Day She Came To Dingle" und enthielt sowohl Live- wie Dokumaterial.

 

Eine Deluxe-Variante dieses Box-Sets bestand aus der CD sowie zwei weiteren DVD mit den Titel "A Tribute To Amy Winehouse By Jools Holland" und "Amy Winehouse - BBC One Sessions Live At Porchester Hall". "Amy" (Island, 2015) hiess ein Soundtrack zu einr Dokumentation über Winehouse.

 

Das Album bestand aus bisher unveröffentlichten Songs von Winehouse und solchen des Brasilianers Antônio Pinto. Die CD kam in den UK-Albumcharts in die Top-20. Unter den Titeln "The Album Collection" (Island, 2012) und "The Albums" (Island, 2015) wurden ihre drei Alben "Frank", "Back To Black" und "Lioness: Hidden Treasure" zu einer Triple-CD zusammengefasst.

 

"The Collection" (Island, 2015) enthielt auf drei Doppel-LPs und zwei LPs die drei Alben, dazu eine LP mit Raritäten und der Konzert-Mitschnitt "Live In London". Dieser erschien auch separat in Form einer Doppel-LP und unter dem Titel "I Told You I Was Trouble - Live In London" (Island, 2015).

 

Das "The Collection"-Paket wurde später auch in Form eines 5-CD-Sets (Universal, 2020) angeboten. "12×7: The Singles Collection" (Universal, 2020) bestand aus zwölf-Singles auf Vinyl. Für "Remixes" (Republic, 2021) unterzogen mehrere Musikerinnen und Musiker Songs von Winehouse einer Neuabmischung.

 

Diese stammten von Harmonic 33, Seiji, MJ Cole, Hot Chip, Mushtaq, Ghostface Killah, Al Usher, Kardinal Beats, Jay-Z, Skeewiff, Alix Alvarez, Mylo, The Rumble Strips und Truth & Soul. "Live At Glastonbury 2007" (Island und UMC, 2022) war eine weitere Konzertaufnahme.

 

"Back to Black: Songs from the Original Motion Picture" (Island, 2024) war der Soundtrack zu einem Dokumentarfilm über Winehouse. Je nach Version enthielt er 12 oder 26 Tracks. Die Songs stammten nicht von Winehouse allein.

 

Zu hören waren auch The Shangri-Las, Billie Holiday, Minnie Riperton, Sarah Vaughan, Dinah Washington, Thelonious Monk, The Specials, Little Anthony & The Imperials, Donny Hathaway, The Libertines, Tony Bennett und Willie Nelson.                                                 08/26

 

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