top of page

Arthur Lee Maye

  • musicmakermark
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag

Amerikanischer  Doo-Wop/R&B-Sänger und Baseballspieler, geboren am 11. Dezember 1934 in Tuscaloosa, Alabama. Er wuchs teilweise in Los Angeles, California, auf wo er während seiner Highschool-Zeit anfing, in mehreren Vokalgruppen als Tenor zu singen.


 

Die erste davon waren The Carmels mit Eugene Taylor, Delmar Wilburn, Norman Manley und Charles Holmes als weitere Sänger. 1953 freundete er sich mit dem Bariton Richard Berry an, mit dem er zusammen mit Thomas "Pete" Fox, Obediah Jessie und A. V. Odum die Debonairs gründete.

 

Odum und Maye verliessen die Band, bevor diese sich nach einigen Umbesetzungen mit Cornel Gunter und Beverly Thompson in The Flairs umbenannte. Das Netzwerk dieser jungen Doo-Wop-Sänger um Berry, Maye und auch Jesse Belvin, wurde Jeff High Sound genannt.

 

Viele der Sänger wurden später Mitglieder von R&B-Bands wie den Coasters, den Platters, den Penguins oder den Medallions. Für erste Aufnahmen tat sich Maye mit Richard Berry und Johnny Coleman zu den "5" Hearts zusammen. Das Trio konnte die Single "The Fine One/Please Please Baby" (Flair, 1954) aufnehmen.

 

Als The Rams spielte das Trio mit "Rock Bottom/ Sweet Thing" (Flair, 1955) eine zweite Single ein. Danach formierte Maye mit Johnny Coleman von den "5" Hearts/The Rams sowie mit Odell Cole und Little Johnny Morris die Gruppe Arthur Lee Maye & The Crowns, die bei "RPM" und später bei "Speciality" Singles aufnehmen konnte.

 

Die Gruppen von Maye waren personell eng verbunden mit The Flairs, einer anderen Doo Wop-Gruppe aus dem Raum Los Angeles. Maye und seine Sänger traten auch als Arthur Lee Maye & Group, Arthur Lee Maye & The Dreamers oder The Off-Beats in Erscheinung. Nur von letzterer Gruppe erschien 1964 eine Single.

 

Ende 1965 stellte der Produzent Johnny Otis mit Arthur Lee Maye, Mel Williams, Harold Lewis und Sonny Moore eine Band zusammen, mit der er Coverversionen populärer R&B-Hits einspielte. Die Stücke, bei denen das Quartett von Richard Berry und Jesse Belvin unterstützt wurden, veröffentlichte Otis unter dem Bandnamen The Jayos auf der LP "Johnny Otis Rock and Roll Hit Parade – Vol. 1" (Dig, 1965).

 

Beim selben Label sowie bei anderen erschienen auch weitere Singles von Arthur Lee Maye & The Crowns. Ab 1956 wurden Arthur Lee Mayes Aufnahmen vielfach unter seinem Namen veröffentlicht Bei diversen Labels erschienen bis Ende der 1960er Jahre mehrere Singles.

 

Doch mit der Zeit stellte Maye seine musikalischen Ambitionen zugunsten der sportlichen Karriere vorerst zurück. Arthur Lee Maye war bereits als Teenager an der High School auch ein talentierter Baseballspieler. 1954 wurde er von den Milwaukee Braves verpflichtet.

 

Er wurde zuerst bei assoziierten Clubs in den Minor Leagues eingesetzt, so bei den Boise Pilots, den Eau Claire Braves, den Yakima Braves und denn Evansville Braves. Ab 1959 spielte er unter dem Namen Lee Maye als Outfielder 13 Spielzeiten professionell in der Major League.

 

Er spielte zuerst bei seinem Stammverein in Milwaukee. 1965 wurde er an die Houston Astros verkauft. 1967 bis 1969 spielte er bei den Cleveland Indians, dann eine Saison bei den Washington Senators. Seine letzte Station waren die Chicago White Sox, denen er bis 1971 angehörte.

 

Während seiner Profi-Karriere wurde er 1288 mal eingesetzt und brachte es auf einen Karriere-Schlagdurchschnitt von .274, darunter vier Saisons mit über .300. Er schlug 94 Home Runs sowie 419 RBIs und erzielte 533 Runs.

 

Wegen seiner sportlichen Verpflichtungen musste er die Studio-Aufnahmen stets in die Zwischensaison von Oktober bis Februar legen und konnte seine Songs allenfalls im Folgejahr selbst auf Tour vermarkten, was einer sinnvollen Promotion und Ankurbelung des Chartverlaufs abträglich war.

 

Mitte der 1960er Jahre konnte sich Maye wieder öfter im Studio blicken lassen. Huey Meaux produzierte in Muscle Shoals einige Titel für "Jamie Records". Nach seiner Karriere als Profisportler arbeitete Maye bei Amtrak und gab mit "Moonlight/I’m Happy and in Love" (Antrell, 1985) nach 16 Jahren noch einmal eine Single heraus.

 

Er starb am 17. Juli 2002 67-jährig in Riverside, California. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Psychedelic Pop-Singer/Songwriter, Musiker und Bandleader Arthur Lee (1945-2006) oder mit dem  Soul-Sänger Arthur Lee Conley alias Arthur Conley (1946-2003).    01/26

Compendium musicum

©2023 von Compendium musicum. Erstellt mit Wix.com

bottom of page