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Bernhard Günter

  • musicmakermark
  • vor 14 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Deutscher Experimental-Musiker, Multiinstrumentalist, Komponist und Labelbesitzer, geboren 1957 in Neuwied, Rheinland-Pfalz. In seiner Jugend spielte er zuerst Schlagzeug und elektrische Gitarre. 1980 zog er für einige Zeit nach Paris.


 

Dort besuchte er Vorlesungen von Pierre Boulez am IRCAM und studierte zeitgenössische Kompositionstechniken am Collège de France. 1986 kehrte er nach Deutschland zurück und begann 1987 mit dem Komponieren von Computermusik.

 

Für die Vorbereitung und die Aufnahme seiner ersten Werke brauchte er fünf Jahre. Die Musik von Bernahrd Günter ist scheinbar gesten- und emotionslos, mikroskopisch detailliert und bewegt sich knapp über der hörbaren Oberfläche.

 

Seine ersten Aufnahmen hiessen "Un peu de neige salie" (Selektion, 1993) und "Détails agrandis" (Selektion, 1995). Beide Alben wurden von "Table Of The Elements" 1996 bzw. 1998 wiederveröffentlicht. "Un peu de neige salie" kam 2003 in einer überarbeiteten Form bei "Trente Oiseaux" noch einmal heraus und "Détails agrandis" folgte 2005 beim selben Label.

 

"Itinéraire" (Selektion, 1995) war eine Split-CD mit Frans de Waard, Asmus Tietchens, Achmin Wollscheid und Giancarlo Toniutti. "Home, Unspeakable" (Trente Oiseaux, 1996) entstand mit John Duncan. Mit John Hudak nahm er einen fast 30-minütigen Track auf, der auf der Compilation "A Fault In The Nothing" (Ash International, 1996) erschien.

 

Auf 3-Mini-CD-Set "Un océan de certitude" (V2_Archief, 1996) ist Günter zusammen mit Ralph Wehowsky zu hören. Eine der drei Mini-CDs entstand gemeinsam, die beiden anderen sind Soloaufnahmen von Günter bzw. Wehowsky.

 

Die Mini-CD "Impossible Grey" (1997) erschien im Rahmen der "Cinéma pour l'Oreille"-Serie des französischen Labels "Metamkine", gefolgt von "Buddha With The Sun Face/Buddha With The Moon Face" (Digital Narcis, 1999), einer CD-EP, die auf einer Performance von Jeph Jerman basiert.

 

Darauf folgten die CD-EP "Slow Gestures/Cérémonie Désir (For Heike)" (1999) sowie die Alben "Univers/Temporel/Espoir" (1999), "Brown, Blue, Brown On Blue (For Mark Rothko)" (2000), "Time, Dreaming Itself" (2000), "Then, Silence" (2001) und "Crossing The River (night music)" (2001), alle auf dem eigenen "Trente Oiseaux"-Label erschienen.

 

"Monochrome White/Polychrome W/Neon Nails" (Line, 2001) und "Monochrome Rust / Differential" (Line, 2002) waren Doppel-CDs auf einem anderen Label. Dazu folgten weitere Aufnahmen auf dem eigenen Label. "Japan" (2001) hiess eine Split-CD mit Steve Roden.

 

"(For Morton Feldman)" (2002) war eine andere Split-Aufnahme mit Richard Chartier und Steve Roden, zu der jeder der Musiker einen Track beisteuerte. "Redshift/Abschied" (2002) enthielt zwei verschiedene Werke und war deshalb auch von zwei verschiedenen Covers begleitet.

 

Im Trio mit Reinhold Friedl (inside p) und Michael Vorfeld (perc, stringed-instr) entstand "Message Urgent" (Trente Oiseaux, 2004). Mit Heribert Friedl nahm Günter "Ataraxia" (Trente Oiseaux, 2005) und "Trans" (Non Visual Objects, 2006) auf.

 

Eine Trioaufnahme mit Gary Smith (g) und Michael Vorfeld (perc, strings) hiess "Mellom Paradis Og Helleviga" (Klangstaub, 2007) und erschien in Form eines 22:18-minütigen DL-Tracks. Nur im Duo nahmen Günter und Smith die DL-EP "Sechs Kleine Stücke" (Klangstaub, 2008) auf.

 

Diese beiden Musiker nannte sich auch Klangstaub und brachten unter diesem Projektnamen die beiden DL-Alben "Diary [One]" und "Diary [Two]" (beide Klangstaub, 2008) heraus. "Lone Lopper" (Klangstaub, 2008) sowie "Écriture Automatique" und "Oto Dake" (beide Trente Oiseaux, 2008) waren Soloalben.

 

Mit der Gruppe SAP(e) kam der 28:45-minütige DL-Track "Improvisations" (Et Le Feu Comme Matière Formatable Technologiquement, 2009) zu Stande. Günter (div cl, perc) und Dorothea Krishnabhakdi (alto-cl) nahmen "Reflection And Resonance" (Trente Oiseaux, 2010) auf.

 

Auf der DL-EP "The Shallows Variations" (Trente Oiseaux, 2016) fanden sich der Track "Shallows" von Derek Piotr, dazu drei Remixes davon von Bernhard Günter sowie ein gemeinsames Stücke von Günter und Piotr.

 

"Installation/ Performance [Locus Solus I]" 2016), "Explorative Music [Locus Solus II]" (2016) und "Bedroom Guitarist" (2017) waren weitere Solo-Veröffentlichungen, alle erschienen bei "Trente Oiseaux".

 

+minus nannte sich eine 1993 gegründete Gruppe von Günter (e-cellotar, basis tracks) mit Graham Halliwell (as-feedback) und Mark Wastell (e-textures, div perc). Brachklang hiess ein Duo von Günter (ss, as, div cl, g, elect) mit Ingo Weiss (as, bars, elect), von dem das DL-Album "Two Days In The Life Of" (Trente Oiseaux, 2013) erschien.       08/26

 

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