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Billy Boy Arnold

Amerikanischer Blues-Mundharmonikaspieler, Gitarrist und Sänger, geboren am 16. September 1935 in Chicago, Illinois, als William Arnold. 1948 suchte er sein Idol Sonny Boy Williamson I. auf, der ihm bereitwillig einige Kniffe beibrachte. Williamson wurde noch im selben Jahr in der Chicagoer South Side ermordet.


Im April 1953 machte Arnold, begleitet von Bob Carter's Orchestra, in Chicago seine ersten Aufnahmen. Die beiden Titel "I Ain't Got No Money" und "Hello Stranger" (Cool, 1953) erschienen sowohl auf Schellack, wie auch auf Vinyl. In dieser Zeit spielte er regelmässig mit Johnny Shines, Johnny Temple und Otis Rush.


Am 2. und 3. März 1955 begleitete er Bo Diddley bei den Aufnahmen dessen Debüt-Hitsingle "Bo Diddley/I'm A Man" (Checker, 1955). Im Mai 1955 war er erneut für Bo Diddley im Studio. Ebenfalls im Mai und dann auch noch im Oktober 1955 konnte Arnold, begleitet von Henry Gray (p), Jody Williams (g), Milton Rector (b) und Earl Phillips (dm), für "Vee-Jay" weitere Aufnahmen unter eigenem Namen machen.


Mit "I Wish You Would/I Was Fooled" (Vee Jay, 1955) hatte Arnold auch einen Hit, dessen A-Seite später von den Yardbirds gecovert wurde. 1956 und 1957 absolvierte er für das selbe Label weitere Aufnahmesessions. Insgesamt nahm er zwischen 1955 und 1957 für "Vee-Jay" 14 Stücke auf, von denen 10 auf 5 Singles veröffentlicht wurden.


Dann vergingen fünf Jahre, eher er am 15. April 1962 wieder im Studio war, ohne dass diese mit Blind John Davis (p) eingespielten Aufnahmen veröffentlicht wurden. Ein Livemitschnitt vom 25. Juni 1963 von einem Auftritt mit Johnny Jones (p, vcl), dem Pianisten von Elmore James, wurde erst später auf der LP "Little Johnny Jones with Billy Boy Arnold" (Alligator, 1979) veröffentlicht.


Am 30. Dezember 1963 nahm Billy Boy Arnold in Chicago mit Mighty Joe Young (g), Lafayette Leake (p), seinem Bruder Jerome Arnold (b) und mit Junior Blackmon (dm) das Album "More Blues On The South Side" (Prestige, 1964) auf. Drei der vier Songs, die auf der Split-LP "Goin' To Chicago" (Testament, 1969) veröffentlicht worden waren, fanden später zusammen mit weiteren, bislang unveröffentlichten Studioaufnahmen von Juni und September 1966 sowie Liveaufnahmen vom Juli 1977 den Weg auf die ebenfalls "Goin' To Chicago" (Testament, 1995) betitelte CD, die nun ausschliesslich von Billy Boy Arnold bestritten wurde.


Am 7. März 1970 machte er in Chicago mit Johnny Big Moose Walker (p), Louis Myers (g), Odell Campbell (b) und Chris Moss (dm) Aufnahmen, die auf LP mit den Titel "Billy Boy Arnold Session: Kings of Chicago Blues Vol. 3" (Vogue, 1973), "Sinner's Prayer" (Red Lightnin', 1976) bzw. "Chicago All Star Black Blues Band" (Northern Light, 1978) erschienen.


Unter dem Titel "Blow The Back Off It" (Red Lightnin', 1975) wurden die zehn Stücke der fünf "Vee-Jay"-Singles, einer der beiden Songs der "Cool"-Single und zwei bisher unveröffentlichte Stücke der Session von 1955 mit Bo Diddley für "Chess" zusammengefasst. Am 6. und 7. Oktober 1977 war Billy Boy Arnold mit Tony McPhee (g), Alan Fish (e-b) und Wilgur Campbell (dm) von der englischen Bluesrockgruppe The Groundhogs in London in einem Studio, wo "Checkin' It Out" (Red Lightnin', 1979) entstand.


Diese Aufnahmen kamen später auch unter Titeln "Dirty Mother..." (Music Avenue, 2007), "Blue And Lonesome" (Blues Boulevard und Music Avenue, 2011) und "Chicago Blues From Islington Mews 1977" (Angel Air, 2013) auf den Markt. Auf der Split-LP "Eddie Taylor & Billy Boy Arnold" (Vee-Jay, 1979) fanden sich fünf veröffentlichte und ein bisher unveröffentlichter Song von den "Vee-Jay-Sessions von Ende der 1950er Jahre.


"Crying & Pleading" (Charly, 1980) und später "I Wish You Would - Charly Blues Masterworks Vol. 34" (Charly, 1993) bestanden nur aus "Vee-Jay"-Songs. "Ten Million Dollars" (Blue Phoenix, 1984) enthielt aktuelle Aufnahmen, eingespielt am 15. Dezember 1984 in Paris mit Saint James Bryant (p), Jimmy Johnson und John "Mad Dog" Watkins (g), Larry Exum (e-b) und Fred Grady (dm).


"Back Where I Belong" (Alligator, 1993) zeigt Billy Boy Arnold im Duo mit Zach Zunis (g). Zwei Jahre später erschien beim selben Label "Eldorado Cadillac" (Alligator, 1995). Darauf wurde er von Carl "Sonny" Leyland (p), Steady Rollin' Bob Margolin und James Wheeler (g), Steve "Slash" Hunt (e-b) und Chuck Cotton (dm) begleitet. "Catfish" (Catfish, 1999) war eine Sammlung von Songs, die er Mitte/Ende der 1970er Jahren für seine drei "Red Lightnin'"-Alben aufgenommen hatte.


"Handyman" (Van der Linden, 1999) zeigt Billy Boy Arnold, Carl Weathersby oder Zora Young, jeweils begleitet von der Gruppe Mississippi Heat. "Live At The Venue" (Catfish, 2000) zeigt Arnold bei einem Konzert 1990 in London. Mit "Boogie'n'Shuffle" (Stony Plain, 2001), "Consolidated Mojo" (Electro-Fi, 2005) und "Sings Sonny Boy" (Electro-Fi, 2008) hatte Arnold die Gelegenheit, kurz hintereinander drei Alben einszuspielen.


Zusammen mit John Primer, Lurrie Bell und Carlos Johnson war Billy Boy Arnold einer der Hauptprotagonisten auf den beiden Doppel-CD "Chicago Blues A Living History The (R)evolution Continues" und "Chicago Blues A Living History" (beide Raisin, 2011). Auf der ersten dieser beiden Aufnahmen waren auch Buddy Guy, James Cotton und Magic Slim zu hören. Die nächsten eigenen Alben hiessen "Sings Big Bill Broonzy" (Electro-Fi, 2012) und "The Blues Soul Of" (Stony Plain, 2014).


Von Billy Boy Arnold kamen rund zehn Compilations heraus. Weitere Aufnahmen machte er mit Leadern wie Hubert Sumlin, Willie Dixon, Jodie Williams, James Cotton, Clarence Gatemouth Brown, Joe Louis Walker und anderen. 07/23


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