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Bob Cooper

  • musicmakermark
  • vor 8 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Tenorsaxophonist, Oboist, Englischhorn-Spieler, Arrageur, Komponist und Bandleader, geboren am 6. Dezember 1925 in Pittsburgh, Pennsylvania. Cooper lernte als 15-Jähriger Klarinette, ein Jahr später auch Tenorsaxophon.


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Zwischen 1945 und 1951 war der Mitglied des Stan Kenton Orchestras, das damals eine ganze Reihe von Aufnahmen machte und veröffentlichte. In jener Zeit heiratete er die Sängerin June Christy. Von 1952 bis 1962 war er Mitglied vom Howard Rumsey's Lighthouse All-Stars.

 

Parallel dazu wurde er von Shorty Rogers, Pete Rugolo, John Gras, Maynard Ferguson, Marty Paich, Elmer Bernstein, Leith Stevens, Buddy Rich, Barney Kessel und anderen (Westcoast-Jazz-)Musikern zu Aufnahmen beigezogen. 1955 war er Mitglied der ersten Version der Gruppe Shelly Manne & His Men.

 

Erste eigene Aufnahmen waren auf dem 10"-Album "The Bob Cooper Sextet" (Capitol 1954) erschienen. Das Sextett bestand neben dem Leader aus Bud Shank (bars), Howard Roberts (g), Claude Williamson (p), Curtis Counce oder Joe Mondragon (b) und Shelly Manne (dm).

 

Unter dem Namen von Bob Cooper erschien die LP "Shifting Winds" (Capitol, 1955), eingespielt mit Bud Shank (as, ts), Jimmy Giuffre (ts, cl, bars), Bob Enevoldsen (tb, ts, bcl), Stu Williamson (tp, tb), John Graas (frh), Claude Williamson (p), Joe Mondragon, Max Bennett oder Ralph Peña (b) sowie Shelly Manne oder Stan Levey (dm).

 

Im Dezember 1953 begannen Bob Cooper (oboe, english-horn) und Bud Shank (div fl) im Club "The Lighthouse" in Hermosa Beach, California, mit einem von Oboen- und Flötenklängen geprägten Quintett zu experimentieren. Mit Claude Williamson (p), Howard Rumsey (b) und Max Roach (dm) nahmen die Gruppe am 25. und 26. Februar 1954 acht Titel, darunter sechs Eigenkompositionen, auf.

 

Diese Aufnahmen erschienen unter dem Gruppennamen Howard Rumsey's Lighthouse All-Stars als "Volume 4" (Contemporary, 1954) auf einem 10"-Album. Ergänzt durch vier Nummern, die Cooper und Rumsey am 25. September 1956 in ähnlicher Konstellation mit Buddy Collette (fl), Sonny Clark (p) und Stan Levey (dm) einspielten, wurden diese Aufnahmen später auf einer LP (Contemporary, 1984) ein erstes von mehreren Malen wiederveröffentlicht.

 

Unter dem Namen von Shank und Cooper entstand "Flute'N Oboe" (Pacific Jazz, 1957). Bei dieser Session wirkten zudem noch Howard Roberts (g), Don Prell (b), Chuck Flores (dm) sowie ein Streichquartett mit. Die fast mit den selben Musikern eingespielte Fortsetzung davon war "The Swing's To TV" (World Pacific, 1958).

 

Stücke der beiden Shank/Cooper-LPs wurden Mitte der 1960er Jahre  unter dem Titel "Flute, Oboe & Strings" (World Pacific) zu einer Compilation zusammengefasst. "Coop! The Music Of Bob Cooper" (Contemporary, 1958) war eine Aufnahme als alleiniger Leader, begleitet von Conte Candoli, Don Fagerquist und Pete Candoli (tp), Frank Rosolino, Johnn Halliburton (tb), Lou Levy (p), Victor Feldman (vibes), Max Bennett (b) und  Mel Lewis (dm).

 

Für "Blowin' Country" (World Pacific, 1959) taten sich Cooper und Shank erneut zusammen, begleitet von Howard Roberts (g), Claude Williamson (p), Don Prell (b) und Chuck Flores (dm). Unter dem Gruppennamen Bud Shank Quartet featuring Bob Cooper war davor die fast in der selben Besetzung entstandene LP "Jazz At Cal-Tech" (Pacific Jazz, 1956) erschienen.

 

Liveaufnahmen der Shank/Cooper-Bands in jener Zeit erschienen später als "European Tour '57" (Lone Hill Jazz, 2006) auf einer CD bzw. als "European Tour '58" (Lone Hill Jazz, 2006) auf einer Doppel-CD. Für die 1957er Aufnahmen griffen Shank und Cooper auf Albert Mangelsdorff (tb), Hans Koller (ts), Joe Zawinul (p), Attila Zoller (g), Gary Peacock (b) und andere, meist unbekannte Europäer, zurück.

 

Mit seiner Frau June Christy (vcl) als Co-Leaderin sowie mit Mitmuskern entstand "Do-Re-Mi (A Modern Interpretation Of The Hit Broadway Musical)" (Capitol, 1961). Danach kam Bob Cooper als Leader kaum mehr zu weiteren Aufnahmen, obwohl er als Sideman noch sehr begehrt war, bei unzähligen Aufnahmesessions mitwirkte und bei discogs.com rund 800 Einträge als Musiker aufweist.

 

Bei späteren Aufnahmen spielte er wieder noch sein angestammtes Instrument, das Tenorsaxophon. Eine der seltenen späten Aufnahmen unter eigenem Namen war "Tenor Sax Jazz Impression" (Trend, 1979), eine Einspielung mit Carl Schroeder (p), Bob Magnusson (b) und Jimmie Smith (dm).

 

Bob Cooper starb am 5. August 1993, 67-jährig in Los Angeles, California. Teile seines Schaffens wurden auf einigen Compilations zusammengefasst. Mit Bill Holman und Frank Rosolino teilte sich Bob Cooper die 4-CD-Box "Kenton Presents Bob Cooper, Bill Holman & Frank Rosolino" (Mosaic, 1999).

 

Es handelte sich dabei allerdings nicht um Aufnahmen des Stan Kenton Orchestras, sondern um solche seiner früheren Musiker aus den Jahren 1954 bis 1962. Die Doppel-CD "Four Classic Albums" (Avid Jazz, 2015) und das 4-CD-Set "Six Classic Albums" (Real Gone, 2017) waren umfangreichere Wiederveröffentlichungssets.

 

Das gemeinsame Schaffen von Bud Shank und Bob Cooper wurde auf der Triple-CD "Mosaic Select" (Mosaic, 2004) dargestellt.            11/25

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