Carly Simon
- musicmakermark
- vor 1 Stunde
- 3 Min. Lesezeit
Amerikanische Singer/Songwriterin, geboren am 25. Juni 1945 in New York City. Ihr Vater war der Pianist Richard L. Simon, der Mitbegründer des Buchverlags Simon & Schuster. Sie wuchs in Riverdale in New York auf, hat einen Bruder und zwei Schwestern, darunter die Opernsängerin Joanna Simon.

Mit ihrer anderen, zwei Jahre älteren Schwester Lucy Simon trat sie als Kinder unter dem Namen The Simon Sisters auf. Von diesem Duo erschienen die Alben "Lucy & Carly" (Kapp, 1965), "Cuddlebug (The Happiness Blanket)" (Kapp, 1966) und "The Simon Sisters Sing The Lobster Quadrille And Other Songs For Children" (Columbia, 1969).
Die Schwestern hatten mit dem Kinderlied "Winkin’, Blinkin’ And Nod/So Glad I'm Here" (Kapp, 1964) auch einen kleinen Hit. Die wichtigsten Songs wurden später auf den Compilation "Winkin', Blinkin' And Nod: The Kapp Recordings" (Hip-O Select und Geffen, 2006) wiederveröffentlicht.
Lucy Simon veröffentlichte später mit "Lucy Simon" (RCA Victor, 1975) und "Stolen Time" (RCA, 1977) zwei Alben unter eigenem Namen und machte sich noch später einen Namen als Komponistin für Musicals.
Als Produzentin gewann Lucy für die von ihr betreuten Kinderliederalben "In Harmony" (Sesame Street, 1980) und "In Harmony 2" (Columbia, 1981) je einen Grammy. Sie wirkte auch als Produzentin von den Doobie Brothers, Linda Ronstadt, Teddy Pendergrass, Billy Joel, Judy Collins und Al Jarreau.
Inzwischen hatte Carly Simon Anfang der 1970er Jahre ihre ersten Schritte als Singer/Songwriterin gemacht. Gleich mit ihrem ersten Album "Carly Simon" (Elektra, 1971) gewann sie einen Grammy als Best New Artist.
Das Album kam bis auf Platz 30 der Billboard 200. Die Single "That's The Way I've Always Heard It Should Be" erreichte sogar die Top 10 der Billboard Hot 100. Das zweite Album "Anticipation" (Elektra, 1971) schnitt gleich ab wie die Debut-LP.
Ihren grössten Hit hatte sie mit dem dritten Album "No Secrets" (Elektra, 1972). Davon verkauften sich im Laufe der Jahre allein in den USA eine Million Exemplare. Es war das einzige Nummer-1-Album von Simon in den Billboard 200.
"You're So Vain", eine der Singles des Albums, war ebenfalls hocherfolgreich und stellte ihre einzige Nummer-1-Single in den Billboard Hot 100 dar. Das Nachfolgealbum "Hotcakes" (Elektra, 1974) landete auf Platz 3 der US-Albumcharts.
Die Singleauskoppelung "Mockingbird", ein Duo mit ihrem damaligen Ehemann, dem noch erfolgreicheren James Taylor, war eine Top-5-Single. "Hotcakes" enthielt auch den Song "Think I'm Gonna Have a Baby", in dem Carly Simon die Geburt ihrer Tochter Sally Taylor ankündigte.
Auch James Taylor widmete seiner Tochter einen Song, "Sarah Maria" auf dem Album "Gorilla" (Warner 1975). Sally Taylor war später ebenfalls als Singer/Singwriterin tätig, ebenso wie Ben Taylor, das zweite Kind von Carly Simon und James Taylor.
Carlys erste Compilation " The Best of Carly Simon" (Elektra, 1975) ging in den USA über drei Millionen Mal über den Landentisch. "Playing Possum" (Elektra, 1975) und "Boys In The Trees" (Elektra, 1978) waren die vorerst letzten Alben, die sie in die Top-10 der Billboard 200 bringen konnte.
Später schaffte sie dieses Kunststück mit "Moonlight Serenade" (Columbia, 2005) noch einmal. Viele ihrer gesamthaft 25 Studioalben tauchten in den US-Popcharts auf, darunter auch ihr bislang letztes "Never Been Gone" (Iris, 2009), das akustische Versionen ihrer bekanntesten Songs enthielt und auf Platz 134 der Billboard 200 landete.
"Greatest Hits Live" (Arista, 1988) hatte ihre einziges Livealbum geheissen. Von Carly Simon erschienen über 40 Singles, zehn offizielle Compilations, vier Soundtrack- und zwei Weihnachtsalben. Sie gewann später einen zweiten Grammy und schrieb mehrere Bücher, darunter auch Kinderbücher.
Im Rahmen der "Original Album Series" (Elektra, 2011) wurden ihre ersten fünf Alben auf ebenso vielen CDs gemeinsam noch einmal aufgelegt. In DL-Form wurde "The Studio Album Collection 1971-1983" (Rhino, 2014) herausgebracht. Das Paket umfasste elf Alben bzw. 113 Songs. 06/26


