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Cassandra Wilson

  • musicmakermark
  • 14. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanische Jazz-Sängerin, geboren am 4. Dezember 1955 in Jackson, Mississippi, als Tochter des Bassisten und Gitarristen Herman B. Fowlkes. Zuerst studierte sie Klavier und war danach ab 1975 als Gitarristin/Sängerin im Blues- und Folk-Bereich tätig.


 

Im Laufe der Zeit begann sie, eigene Songs zu schreiben. 1981 zog sie nach New Orelans, sang in einer weissen Redneck-Band und ging später nach New York City, wo sie sich dem M-Base Collective um den Saxophonisten Steve Coleman anschloss.

 

Begleitet von Coleman sowie von Jean-Paul Bourelly (g), Grachan Moncur III (tb), Lonnie Plaxico (b) und Mark Johnson (dm) nahm sie ihr erstes Album "Point Of View" (JMT, 1986) auf. Der Zweitling "Days Aweigh" (JMT, 1987) entstand mit Hilfe von Coleman, Bourelly, Olu Dara (tp), Graham Haynes (tp), Rod Williams (p, synth), Kenneth Davis oder Kevin Bruce (b) und Mark Johnson (dm).

 

Auf "Blue Skies" (JMT, 1988) war ein Quartett mit Mulgrew Miller (p), Lonnie Plaxico (b) und Terri Lyne Carrington (dm) als Begleitgruppe im Einsatz. Für "Jumpworld" (JMT, 1990) holte Wilson eine ganze Reihe von Musikern ins Studio, die schon auf früheren Wilson-Produktionen mitgewirkt hatten.

 

Das selbe galt auch für "She Who Weeps" (JMT, 1991) und "Live" (JMT, 1991). Auf letzterer Aufnahme wurde sie von James Weidman (p, synth), Kevin Bruce Harris (b) und Mark Johnson (dm) begleitet.

 

"After The Beginning Again" (JMT, 1992) war das letzte Album für "JMT". Songs aus jener Zeit wurden später auf den Compilations "Songbook" (JMT, 1995) und "Love Phases Dimensions" (Edel, 2004) noch einmal herausgebracht.

 

Zudem wurden die "JMT"-Alben später auf dessen Nachfolgelabel "Winter & Winter" wiederveröffentlicht. Trotz eines Labelwechsel blieben die Begleiter auf "Dance To The Drums Again" (DIW und Columbia, 1992) fast die selben.

 

1993 wurde sie von "Blue Note" unter Vertrag genommen. Bei diesem Label erschienen "Blue Light'Til Dawn" (1993), "New Moon Daughter" (1995), "Rendezvous" (1998) mit Jacky Terrasson (p) und ihre Miles Davis-Hommage "Traveling Miles" (1999).

 

Eingespielt wurden diese Alben mit Musikerinnen und Musikern wie Regina Carter (vio), Steve Coleman (ts), Olu Dara (tp), Dave Holland (b), Angelique Kidjo (vcl), Pat Metheney (g) und vielen anderen. "Sings Standards" (Verve, 2002) war eine weitere Compilation.

 

Danach folgten "Belly Of The Sun" (Blue Note, 2002), "Glamoured" (Blue Note, 2003), "Thunderbird" (Blue Note, 2006), "Loverly" (Blue Note, 2008) und "Silver Pony" (Blue Note, 2010).

 

Mit "Closer To You: The Pop Side" (Blue Note, 2009) war eine vierte Compilation erschienen. "Four Albums" (Blue Note, 2011) enthielt mit Ausnahme von "Rendezvous" ihre ersten vier Alben für dieses Label. Später wurde auf "5 Original Albums" (Blue Note, 2018) noch ein weiteres "Blue Note"-Album dazugestellt.

 

Dann wechselte sie erneut das Label. Auf "Another Country" (eOne und Membran, 2012) wirkte Fabrizio Sotti (g) sowohl als Musiker wie auch als Produzent und musikalischer Leiter mit. "Coming Forth By Day" (Sony und Legacy, 2015) war eine Hommage-CD an Billie Holiday, die in jenem Jahr 100-jährig geworden wäre.

 

"Moonglow" (2xHD, 2021) enthielt Aufnahmen aus ihrer Anfangszeit. Sie waren schon früher unter dem Titel " Straight From The Top" (Statiras, 1986) als Album von Jim DeAngelis und Tony Signa veröffentlicht worden.

 

Cassandra Wilson war zwischen Mitte der 1980er bis Ende der 1990  Jahre Mitglied der Band Five Elements von Steve Coleman. Die Gruppe Air von Henry Theadgill (as, ts fl), Fred Hopkins (b) und Steve McCall (dm, perc) nannte sich mit Wilson New Air und gab unter diesem Gruppennamen "Air Show No. 1" (Black Saint, 1986) heraus.

 

Zudem ist sie auf Aufnahmen von Greg Osby, Rod Williams, Dave Holland, Courtney Pine, The Roots, M-Base Collective, Robin Eubanks, Javon Jackson, David Sanchez, Steve Turre, Kurt Elling, Wynton Marsalis, Luther Vandross, Angélique Kidjo, Bill Frisell und Elvis Costello, Regina Carter, Don Byron, Olu Dara, Meshell Ndegeocello, David Murray, Jasmine, Charlie Hadens Quartet West und Terri Lyne Carrington zu hören.     04/26

 

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