top of page

Charles Tournemire

  • musicmakermark
  • 28. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Französischer Komponist und Organist, geboren am 22. Januar 1870 in Bordeaux. Er wuchs teilweise in Paris auf und wurde dort einer der jüngsten Schüler des Komponisten und Organisten César Franck. Von 1898 bis 1939 war er Organist an der Basilique Ste-Clotilde in Paris, wo auch Franck tätig gewesen war.


 

Er war zudem Professor für Kammermusik am Konservatorium von Paris. 1930 machte er Aufnahmen auf der Aristide Cavaillé-Coll-Orgel in Sainte-Clotilde. Es handelte sich um fünf Improvisationen, die später von Maurice Duruflé transkripiert wurden. Die anderen Stücke waren Kompostionen von Franck.

 

Das Ganze erschien als Sets mit zehn Schellack-Schallplatten. 1931 veröffentlichte er eine Biografie über Franck. Bekannt wurde Charles Tournemire durch sein umfangreiches Werk "L'Orgue mystique". Dieses umfasste 51 Teile mit je fünf Werken. Nur ein Teil enthielt drei Werke.

 

Die Kompositionen basierten auf gregorianischen Gesängen, wurden alle zwischen 1927 und 1932 geschrieben und deckten das liturgische Jahr der römisch-kahtolischen Kirche ab. Teile davon wurden auf vielen Schallplatten veröffentlicht.

 

In ihrer Gesamtheit erschien das Werk unter dem Titel "L'Orgue Mystique - Edition Intégrale" auf 14 CDs, die zwischen 1994 und 2006 beim Label "Cybele", allerdings nicht chronolisch geordnet, veröffentlicht wurden. Interpret war Sandro R. Müller.


Müller spielte die Kompositionen auf den Orgeln der Alten Reformierten Kirche Elberfeld, der Abteikirche Marienstatt, der Liebfrauen-Kirche, Bottrop-Eigen und der Stiftskirche Kleve ein. Auch auf anderen Labels wurde das Werk als Ganzes veröffentlicht.

 

Eine Version stammte von Georges Delvallée, hiess "L'Orgue Mystique – Intégrale" (Accord, 2003) und umfasste 12 CDs, welche die Werke in chronologischer Folge präsentierten. Delvallée spielte die Stücke auf den Orgeln der Cathédrale D'Orléans, der Abbatiale Saint-Ouen De Rouen, der Basilique Saint-Sernin in Toulouse und in der Kirche La Dalbade, ebenfalls in Toulouse ein.

 

Werke von Tournemire, oftmals gepaart mit Orgelwerken anderer Komponisten, finden sich auf über 100 Schallplatten. Sein Schaffen umfasste auch acht Sinfonien, 12 Kammermusikwerke, 18 Stücke für Klavier und vier Opern. Seine Opern wurden bisher nur selten aufgeführt.

 

Charles Tournemire starb am 3. oder 4. November 1939 im Alter von 69 Jahren in Arcachon, Gironde. Er hatte sich am 31. Oktober auf einen Spaziergang begeben und kehrte nicht mehr zurück.          04/26

Compendium musicum

©2023 von Compendium musicum. Erstellt mit Wix.com

bottom of page