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Chris McGregor

  • musicmakermark
  • 23. Sept.
  • 3 Min. Lesezeit

Weisser, südafrikanischer Jazz-Pianist und Orchesterleiter, geboren am 24. Dezember 1936 in Umtata in Somerset West in der Provinz Kapstadt, wo er musikalisch vom Xhosastamm geprägt wurde. Er war Sohn schottischer Missionare.


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1961 gründete er mit den farbigen Dudu Pukwana (as), Nick Moyake (ts), Mongezi Feza (tp), Johnny Dyani (b) und Louis Moholo (dm) die Blue Notes, die wegen der Apartheid-Politik in Südafrika kaum auftreten konnnte. Mit seiner Band blieb er nach einem Konzert 1964 in Antibes in Europa und liess sich 1965 in England nieder.

 

Einzig Nick Moyake kehrte nach Südafrika zurück. Mit den Blue Notes kam McGregor in Europa zu einigen Aufnahmen. Zwei davon erschienen unter dem Gruppennamen Chris McGregor Group. Diese erste hiess "Very Urgent" (Polydor, 1968), eingespielt mit den vier Blue Note-Musikern Dudu Pukwana, Mongezi Feza, Johnny Dyani und Louis Moholo sowie zusätzlich mit Ronnie Beer (ts, fl) als Ersatz für Moyake.

 

Eine zweite Aufnahme der Chris McGregor Group bzw. des Chris McGregor Septets in der Besetzung McGregor, Pukwana Feza und Moholo sowie mit Evan Parker (ss), John Surman (ss, bars) und Barre Phillips oder Danny Thompson (b) sollte damals als "Up To Earth" herauskommen, wurde allerdings erst später (Fledg'ling, 2008) erstmals veröffentlicht.

 

Bei der selben Session machte McGregor auch Trioaufnahmen mit Barre Phillips (b) und Louis Moholo (dm), die ebenfalls erst 40 Jahre später unter dem Titel "Our Prayer" (Fledg'ling, 2008) erstmals veröffentlicht wurden. Das Chris McGregor Septet diente McGregor 1970 als Basis für die Gründung des Grossensembles Brotherhood Of Breath.

  

In dieser Formation brachte Chris McGregor neben den Blue Notes-Musikern viele weitere, nach England exilierte südafrikanische Musiker mit der Elite des englischen Free Jazz zusammen. Nach deren erster Auflösung 1977 liess sich McGregor im französischen Departement Lot-et-Garenne nieder, von wo aus er die Brotherhood sporadisch wieder zusammenrief.

 

Die Brotherhood of Breath war nicht McGregors erste Big Band, denn während seiner Zeit in Südafrika hatte er 1963 unter dem Namen Chris McGregor & The Castle Lager Big Band ein Orchester auf die Beine gestellt, dem viele künftige Brotherhood- und Blue Notes-Musiker angehört hatten.

 

Aufnahmen dieser Big Band wurden damals auf dem Album "The African Sound" (New Sound und Gallotone, 1963) verewigt, das mehrfach wiederveröffentlicht wurde. Dazu spielte McGregor weitere Aufnahmen unter eigenem Namen und sogar Soloaufnahmen ein.

 

Solche waren "Piano Song, Vol. 1 und 2" (beide Musica, 1977) sowie "In His Good Time" (Ogun, 1978). Letztere erschien später (Ogun, 2012) in Form einer "Expanded Version" mit dem Rest des erstes Sets dieses Konzertes.

 

1979 wurde er von Noah Howard (as, perc, vcl) mit Johnny Dyani (b, vcl), Zusan Kali Fasteau (sheng, vcl) und Noel McGee (dm) für die Aufnahme von "Message To South Africa" ins Studio geholt. Der rund 18-minütige Track erschien mit weiteren Aufnahmen von 1979 von Noah Howard ohne McGregor unter dem Titel "Patterns/Message To South Africa" (Eremite, 2000).

 

1986 formierte McGregor  mit Dudu Pukwana (as), Harry Beckett (tp), Johnny Dyani (b), Ernest Mothle (g), Gilbert Matthews (dm) und Pinise Saul (vcl) die Formation Chris McGregor And The South African Exiles. Die Gruppe wurde auf der Bühne von drei TänzerInnen begleitet.

 

Sie spielte die erst später veröffentlichte CD "Thunderbolt" (Popular African Music, 1997) ein. In jene Zeit fiel auch ein Soloauftritt in seiner alten Heimat Südafrika, wo die erst später veröffentlichte Aufnahme "Sea Breezes: Solo Piano-Live In Durban 1987" (Fledg'ling, 2012) mitgeschnitten wurde.

 

Eine gemeinsame Aufnahme mit Harry Beckett (tp, flh), Johnny Dyani (b), Marilyn Mazur (dm, perc) und anderen Musikern erschien unter Dyanis Namen unter dem Titel "Grandmothers Teaching" (ITM, 1988).

 

Er machte auch Aufnahmen mit Bands oder Musikern wie District Six, Gwigwi's Band, Tunji Oyelana, Nick Drake, Alexis Korner, Doudou Gouirand, Harry Beckett, Gary Windo, Harry Miller und anderen. Mike Osborne (as) holte ihn, Harry Beckett (tp), Harry Miller (b) und Louis Moholo (dm) für die Aufnahmen seines Albums "Outback" (Turtle, 1970) ins Studio.


Chris McGregor verstarb am 26. Mai 1990 53-jährig im französischen Agen.                                                                  09/25

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