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Christine Groult

  • musicmakermark
  • vor 8 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Französische Komponistin, geboren am 19. Februar 1950 in Caen. Schon früh interessierte sie sich für die zeitgenössische Musik, vor allem die Musique concrète, die sie über das Radio kennenlernte.


 

Nach ersten Gesangsstunden am Konservatorium in Caen begann sie ihre musikalische Ausbildung zu Beginn der 1970er Jahre in der Groupe de recherches musicales (GRM) bei Pierre Schaeffer, wechselte aber 1972 an das neu gegründete, experimentell ausgerichtete Conservatoire de Pantin (CRD) zu Michel Decoust.

 

Zudem studierte sie Musikwissenschaft an der Sorbonne. Von 1976 bis 1986 folgte sie Decoust als Assistentin in die pädagogische Abteilung des IRCAM. Danach leitete sie von 1985 bis 1990 das Studio de musique électroacoustique am Konservatorium in Chalon-sur-Saône.

 

Dort begann sie auch zu komponieren. Christine Groult komponiert ausschließlich elektroakustische Musik und schrieb auch Musik für Film und Theater. 1989 erhielt sie ihre Lehrberechtigung (Certificat d'aptitude aux fonctions de professeur de musique, CA) und lehrte von 1990 bis 2015 in Pantin elektroakustische Komposition.

 

Ab 2003 beschäftigte sich Christine Groult verstärkt mit ortsbezogenen Klanginstallationen (scénographies musicales) im Innen- und Aussenraum, die sie "Music in situ" nennt. Dabei erforscht sie die Zusammenhänge zwischen Raum und Klang.

 

Ihre Soundinstallation "Le chant de la Tour Eiffel" ist permanent im ersten Stock der Nordsäule des Eiffelturms zu hören. Von Groult erschienen nur wenige Aufnahmen mit eigener Musik.

 

Die CD "Lame De Fond" (Body & Soul, 1992) enthielt das mehrteilige Titelstück für eine Ballettaufführung von Choreograph Claude Brumachon. Ergänzt wurden diese Aufnahmen durch das 15-minütige Werk "Féline". "L'Heure Alors S'Incline..." (Metamkine, 1993) war eine Mini-CD, die im Rahmen der Serie "Cinéma Pour L'Oreille" erschien.

 

Das 18:30-minütige Stück fand sich dann zusammen mit den Groult-Werken "Les Frontieres De L'Autre" (2001), "Etincelles" (2005), "Canal Instantane" (2004), "Le Temps Du Ciel: Entropie" (2000) und "Passagers Imminents" (1993) auch auf der CD "Etincelles" (Motus, 2006).

 

Eine weitere Sammlung von eigenen Werken stellte die CD "La Condition Captive" (trAce Label, 2006) dar. "Nahash" ‎(trAce Label, 2015) enthielt zwei je über 30-minütige Versionen der gleichnamigen Improvisation, die Groult mit Beatriz Ferreyra 2011 mit Hilfe von analogem Equipement eingespielt hatte.

                                   08/26

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