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Christof Kurzmann

  • musicmakermark
  • vor 6 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Österreichischer Experimentalmusiker und Labelbetreiber, geboren am 19. Juni 1963 in Wien. Erste Aufnahmen machte Kurzmann mit den Gruppen Extended Versions, The More Extended Versions und N.W.O..


 

"Sinn.Blau.Pause" (Syntactic, 1995) war eine 7"-EP mit nicht weniger als 13 Tracks, die entweder aus dem linken oder aus dem rechten Stereokanal kamen. Mit der Starthilfe von Christian Fennez stellte er die Grossformation Orchester 33 1/3 auf die Beine.

 

Mit Burkhard Stangl (g, vibes, p, tapes, vcl) spielte Kurzmann ab 1999 unter dem Gruppennamen Schnee mehrere Aufnahmen ein. Eng arbeitete Kurzmann mit Werner Dafeldecker (b, g, elect) zusammen.

 

Ab 1996 entwickelten Dafeldecker und Kurzmann ein Konzept für eine Gruppe, die Shabotinski genannt wurde. In unterschiedlichen Besetzungen enstanden die Alben "Stenimals" (Plag dich nicht, 1997) und "(b)ypass: (k)ill" (Plag dich nicht, 2000).

 

Das Trio Dafeldecker, Kurzmann und Christian Fennesz (g) nahm 1998 live jeweils mit den Gitarristen Jim O'Rourke, Martin Siewert oder Kevin Drumm die CD "Dafeldecker/Kurzmann/Fennesz/O'Rourke/Drumm/Siewert" (Charhizma, 1999), das so genannte orange Album, auf.

 

Die Fortsetzung davon war das grüne Album "Dafeldecker/Kurzmann/ Drumm/eRikm/Dieb 13/Noetinger" (Charhizma, 2003). Es zeigte Dafeldecker und Kurzmann im Quartett mit Kevin Drumm (g, synth), eRikm (tt) bzw. Dieb13 (tt), im Trio mit Dieb13 bzw. Jerome Noetinger (elect) sowie im Quintett mit Noetinger, Drumm und Dieb13.

 

Später erschien eine dritte titellose Aufnahme (Mikroton, 2009) in dieser Serie von Dafeldecker und Kurzmann mit John Tillbury (p) und Stevie Wishart (hurdy gurdy) als Partner und einem violetten Cover. Es handelte sich um Liveaufnahmen von 2007.

 

Dafeldecker (hier: b) und Kurzmann (hier: as, ss, vcl, cl) bildeten zudem mit B. Fleischmann (p, dm, elect), Paul Kling (vibes), Burkhard Stangl (g) und Martin Siewert (g) die Formation The Year Of, welche die CD/LP "Slow Days" (Morr, 2006) einspielte.

 

Eine Trio-Aufnahme mit Burkhard Stangl (g) und Taku Sugimoto (g, e-b) wurde als "In Tokyo (First Concert - Second Take)" (Musica Genera, 2002) veröffentlicht.  "The Air Between" (Charhizma, 2003) war eine Soloaufnahme mit kaum hörbaren, tiefen Klängen, entstanden unter dem Eindruck des Irak-Krieges.

 

"Trio X 3 - New Jazz Meeting Baden-Baden 2002" (hatOLOGY, 2003) dokumentiert das Zusammentreffen von Steve Lacy (ss) mit Peter Herbert (b), Wolfgang Reisinger (dm), Marcus Weiss (ts), Philippe Racine (fl), Paulo Alvares (p), Bernhard Lang (elect), Christof Kurzmann (elect, sampl) und Philip Jeck (sampl, tt) in verschiedenen Besetzungen.

 

Berhard Lang lieferte dazu die Basic-Tracks, aus denen sich Kurzmann und Jeck bedienten und diese Samples bei den Aufnahmen einspiesen. Weiteres Material dieser Sessions und zum Teil überarbeitete Tracks wurden auf der CD "At The New Jazz Meeting Baden-Baden 2002" (hatOLOGY, 2007) veröffentlicht.

 

Im Verlaufe der Jahre veröffentlichte Kurzmann mehrere Aufnahmen als Co-Leader mit anderen Musikerinnen und Musikern wie Ami Yoshida, Anla Courtis, Jaime Genovart, Pablo Reche, Edén Carrasco, Leonel Kaplan, Joris Rühl, Eve Risser, Irena Tomažin, Susanna Gartmayer, Elisabeth Harnik und anderen.

 

Im 6-CD-Set "Nine Ways To Read A Bridge" (Not Two, 2014) mit Duo- und Trioaufnahmen von Ken Vandermark nahmen die Duoaufnahmen von Vandermark und Kurzmann die gesamte CD 2 ein. Vandermark zog Kurzmann auch für die Aufnahmen des 6-CD-Sets "Momentum 1: Stone" (Audiographic, 2016) bei.

 

Auch auf dessen Fortsetzung, der Doppel-CD "Momentum 2 & 3" (Audiographic, 2017), war Kurzmann dabei. Weitere Duoaufnahmen von 2014 wurden unter dem Titel "Consequent Duos: Series 2E" (Audiographic, 2020) angeboten. Dazu war Kurzmann Mitglied der Vandermark-Gruppen Made To Break, The Resonance Ensemble und El Infierno Musical.

 

Zusammen mit einem anderen wichtigen Free Improv-Musikier, Mats Gustafsson (ts, bars, bas), nahm Kurzmann 2015 "Falling and 5 Other Failings" (Trost, 2016) und "Prosperity" (Next, 2022) auf. Gustafsson holte Kurzman auch in sein Nu-Ensemblen.

 

Dazu hatte Kurzmann weitere Aufnahmen unter seinem Namen allein veröffentlicht. Die CD "Börsenkrach" (Worm und VPRO, 2009) enthielt die Aufnahme eines Radio-Hörspiels von Kurzmann. Die Doppel-LP "Then And Now" (Trost, 2014) war eine Art Compilation mit diversen Tracks, die Kurzmann mit anderen Musiker und Gruppen aufgenommen hatte.

 

In die selbe Richtung ging die CD "Theoral No.8" (Theoral, 2014), die von einem 130-seitigen Buch einem Interview mit Kurzmann begleitet wurde. Kurzmann war Mitglied von rund zwei Dutzend Gruppen.

 

Es waren dies neben der erwähnten 001 Znort 101, Baldrian Quartett, Bomb Circle, Chris Burn's Ensemble, Der Scheitel, Hammeriver, International Theremin Orchestra, Kommando Raumschiff Zitrone, My Kingdom For A Lullaby, Static und The Magic I.D..                      08/26

 

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