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Clarence White

  • musicmakermark
  • 10. März
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 11. März

Amerikanischer Bluegrass- und Country-Singer/Songwriter, Musiker sowie Bandleader, geboren am 7. Juni 1944 in Madawaska, Maine. Nachdem die Familie nach Kalifornien gezogen war, gründete er dort 1958 mit seinen Brüdern Eric und Roland eine Band.


 

Diese nannte sich zuerst Three Little Country Boys, dann The Country Boys. Daraus wurde im September 1962 The Kentucky Colonels. Die Band, die mehrere Alben veröffentlichte, spielte einen modernen Bluegrass, in den auch Elemente anderer Stilrichtungen einflossen.

 

Nachdem die Kentucky Colonels Ende 1965 erstmals auseinander gingen, stellte White schon 1966 eine neue Besetzung zusammen. 1967 erhielt er ein Angebot, Mitglied von Bill Monroes Band The Blue Grass Boys zu werden. White lehnte ab, aber empfahl seinen Bruder Roland, der den Job als Gitarrist bekam.

 

Danach lösten sich die Colonels erneut auf. Er spielte 1967/1968 bei Nashville West. 1968 wurde Clarence White Mitglied von The Byrds, wo er Gram Parsons ersetzte. Nachdem Chris Hillman ausgestiegen war, um mit Gram Parsons und Sneaky Pete Kleinow die Flying Burrito Brothers zu gründen, übernahm White mit Roger McGuinn die musikalische Leitung.

 

Während dieser Zeit entstanden die Studioalben "Younger Than Yesterday" (CBS, 1967), "Sweetheart Of The Rodeo" (Columbia, 1968), "The Notorious Byrd Brothers" (CBS, 1968), "Ballad Of Easy Rider" (CBS, 1969), "Dr. Byrds & Mr.Hyde" (CBS, 1969), "Farther Along" (CBS, 1971) und "Byrdmaniax" (CBS, 1971).

 

Später erschienen diverse Liveaufnahmen, bei denen White als Byrds-Mitglied mitgewirkt hatte. Die Byrds lösten sich im Frühling 1973 auf und White begann wieder als Sessionmusiker zu arbeiten. Er schloss sich 1973 für kurze Zeit der Bluegrassgruppe Muleskinner an. Von Muleskinner erschien ein erst im Nachhinein veröffentlichtes, gleichnamiges Album (Warner, 1974).

 

Ein vom 13. Februar 1973 stammender Livemitschnitt von Muleskinner wurde als "Live: Original Television Soundtrack" (Sierra, 1991) wurde als CD oder als VHS-Videokassette, später auch als LP (Liberation Hall, 2021) zugänglich gemacht. Noch 1973 formierten sich die Kentucky Colonols neu.

 

White trat in all den Jahren auch solo bzw. unter seinem Namen in Erscheinung.  Eine dieser Aufnahmen hiess "Dobro Country" (World Pacific, 1964). Die LP kam sowohl unter dem Namen von Tut Taylor (dobro) oder unter den Namen von Taylor, Clarence White (g) und Roland White (mand) heraus.

 

Dazu kamen mehrere weitere Musiker. Rehearsal-Aufnahmen von White und Taylor erschienen erst viel später unter dem Titel "Flatpicking" (Tutlee, 2003). "33 Acoustic Guitar Instrumentals" (Sierra und Rural Rhythm, 2003) enthielt Soloaufnahmen von White, die er 1962 realisiert hatte.

 

Trioaufnahmen der drei Colonels-Musiker Clarence White, Billy Ray Lathum und Roger Bush kamen als "Rare Performance" (Sierra und Shikata, 2003) heraus. "Tuff & Stringy Sessions 1966-1968" (Big Beat, 2003) gab einen Überblick über sein Schaffen als Studiomusiker.

 

Die Stücke stammten von White selber, The Kentucky Colonels, Gary Paxton, The Spencers, Wayne Moore, The Sanland Brothers, Darrell Cotton, Leon Copeland, Gib & Jan, Richard Arlen, Dennis Payne, Jack Reeves und The Great Love Trips.

 

Rund ein Drittel dieser Stücke war zuvor noch nie auf Schallplatten herausgebracht worden. Die Fortsetzung von "33 Acoustic Guitar Instrumentals" hiess "Flatpick" (Sierra und Rural Rhythm, 2006) und enthielt weitere Soloaufnahmen, die White 1964, 1967 und 1973 gemacht hatte.

 

Später erschien davon eine Collector's Edition-Version in Form einer Doppel-CD (Sierra, 2012). CD 2 enthielt Duotracks von White mit Roger Bush (g) von 1970, drei Ausschnitte aus einer Lehrkassette von White sowie Soloaufnahmen von 1973.

 

"White Lightnin'" (Sierra, 2009) bestand ebenfalls aus Aufnahmen, bei denen Clarence White grösstenteils als Sideman mitgewirkt hatte. Diese stammten von Eric Weissberg & Marshall Brickman, Nashville West, The Roustabouts, The Byrds, Freddy Weller, Joe Cocker, Everly Brothers sowie White mit Gene Parsons.

 

"The Lost Masters – 1963-1973" (Liberation Hall, 2023) bestand aus bisher noch nie veröffentlichten Stücken, die White im Laufe der Jahre mit unterschiedlich besetzten Bands eingespielt hatte. Am 28. und 29. Juni 1973 war Clarence White im Studio, um ein Soloalbum einzuspielen.

 

Er nahm sechs Songs auf. Vier davon wurden später auf der LP "Silver Meteor: A Progressive Country Anthology" (Sierra, 1980) veröffentlicht. Diese LP enthielt auch Songs von Casey Kelly, The Everly Brothers, Dan Levitt & Marc McClure sowie The Blue Velvet Band.

 

Clarence White starb am 15. Juli 1973 29-jährig in Palmdale, California, an den Folgen einer schweren Hirnverletzung. Eine betrunkene Autofahrerin hatte ihn und seinen Bruder Roland beim Einladen von Instrumenten nach einem Konzert angefahren.

 

Am Tag zuvor hatte er neue Pläne über eine weiter Zusammenarbeit mit Roger McGuinn geschmiedet. Clarences Instrumente wurden nach seinem Tod an befreundete Musiker verkauft. Seine Telecaster wurde von Marty Stuart übernommen, der die Gitarre als eine Art heiliger Gral stets dem Publikum zur Begutachtung zeigt. Seine Akustikgitarre wurde von Tony Rice gespielt.

 

White ist auch auf Aufnahmen von Gene Clark, Arlo Guthrie, Rusty Dean, Johnny Darrell, Buddy Emmons, Rita Coolidge, Jackson Browne, Skip Battin, Maria Muldaur, Paul Siebel, Randy Newman und The Flying Burrito Brothers zu hören.                                            03/26

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