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Clark Terry

  • musicmakermark
  • 31. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Jazz-Trompeter, Flügelhornspieler und Bandleader, geboren am 14. Dezember 1920 in St. Louis, Missouri. Er spielte in der Highschool-Band Posaune, wechselte aber zur Trompete. Während des Zweiten Weltkrieges war Terry von 1942 bis 1945 als Mitglied in einer Militärband der US Navy.


 

Dort erarbeitete sich Clark Terry mit Hilfe von Ausbildungsgrundlagen für Klarinettisten eine ungewöhnlich flüssige Technik und experimentierte mit Zirkularatmung. Nach der Armeezeit spielte er kurz mit Lionel Hampton und in den Bands von Charlie Barnet, Eddie "Cleanhead" Vinson, Charlie Ventura und George Hudson.

 

Von 1948 bis 1951 war er Mitglied des Count Basie Orchestras. Von 1951 bis 1959 spielte er im Orchester von Duke Ellington. Danach tourte er mit Quincy Jones durch Europa. Später fand er eine feste Anstellung bei der NBC in New York City und beim Fernsehen, wo er bis 1972 als Solist in der Band von Johnny Carsons Tonight Show auftrat.


Daneben baute er in den frühen 1960er Jahren ein Quintett mit Bob Brookmeyer auf. Erste Aufnahmen unter seinem eigenen Namen bzw. als Bandleader erschienen ab Mitte der 1950er Jahren. Auf seiner ersten LP "Clark Terry" (EmArcy, 1955) wurde er im Januar 1955 von Jimmy Cleveland (tb), Cecil Payne (bars), Horace Silver (p), Wendell Marshall (b), Oscar Pettiford (b, cello) und Art Blakey (dm) begleitet. Quincy Jones besorgte die Arrangements.

 

"The Jazz School" (EmArcy, 1956) enthielt Stücke, die Clark Terry und Paul Gonsalves bzw. Joe Gordon (tp) und Art Mardigan (dm) als Co-Leader diverser Gruppen aufgenommen hatten. Terry/Gonsalves wurden auf der B-Seite dieser LP von Charlie Rouse (ts), Porter Kilbert (bars), Junior Mance (p), Greig Stewart "Chubby" Jackson oder Jimmy Schenck sowie von Art Blakey oder Eugene Miller (dm) begleitet.

 

Im April 1957 nahm Terry mit Johnny Griffin (ts), Wynton Kelly (p), Paul Chambers (b) und Philly Joe Jones (dm) "Serenade to A Bus Seat" (Riverside, 1957) auf. Im Juli des selben Jahres spielte er "Out On A Limb with Clark Terry" (Argo, 1957) ein.

 

Begleiter waren Mike Simpson (sax, fl), Remo Biondi (g), Willie Jones (p), Jimmy Woode (b) und Sam Woodyard (dm). Mit einer kleinen Mini-Big Band nahm er im Juli und September 1957 "Duke With A Difference" (Riverside, 1957) auf. Dagegen war "In Orbit" (Riverside, 1958) eine Quartettaufnahme vom Mai 1958 mit Thelonious Monk (p), Sam Jones (b) und Philly Joe Jones (dm).

 

Im Quintett mit Don Butterfield (tuba), Jimmy Jones (p), Sam Jones (b) und Art Taylor (dm) entstand im Februar 1959 "Top And Bottom Brass" (Riverside, 1959). Im Oktober 1960 machte er Aufnahmen mit Cecil Taylor (p). CT ging an diesen Tagen mit Buell Neidlinger (b), Archie Shepp (ts), Charles Davis (bars), Steve Lacy (ss), Roswell Rudd (tb) sowie den Schlagzeugern Billy Higgins, Sunny Murray und Dennis Charles ins Studio.

 

Die Aufnahmen erschienen auf LPs wie "Cecil Taylor All Stars Featuring Buell Neidlinger", "New York City R & B" (Barnaby, 1971), "Jumpin' Pumpkins" (Candid, 1987) oder "Cell Walk For Celeste" (Candid 1988) und wurden später zusammen mit weiteren Aufnahmen vom 10. Januar 1961 auf der 3-CD-Box "The Complete Candid Recordings Of Cecil Taylor And Buell Neidlinger" (Mosaic, 1989) zusammengefasst.

 

In der Folge entstanden unter Gruppennamen wie Clark Terry/Bob Brookmeyer Quintet, Clark Terry All Stars Band, Clark Terry And His Jolly Giants, Clark Terry Big Band, the Clark Terry Five, Clark Terry Quartet, Clark Terry Quintet, Clark Terry Sextet, Clark Terry's Big Bad Band und Clark Terry's Septet eine Unmenge von Aufnahmen.

 

Er komponierte über 200 Titel, unterrichtete und schrieb mehrere Bücher. Er wurde dreimal für den Grammy nominiert und zweimal mit einem ausgezeichnet. Er erhielt zudem mehrere Ehrendoktortitel und einen Platz in der Kansas City’s Jazz Hall of Fame. 2010 erhielt er den Grammy Lifetime Achievement Award.

 

Von Terry erschienen Dutzende von Compilations, dazu auch die beiden 4-CD-Sets "Complete Albums Collection: 1954-1960" und "Complete Albums Collection: 1961–1963" (beide Enlightement, 2016). Er starb am 21. Februar 2015 in einem Spital in Pine Bluff, Arkansas, im Alter von 94 Jahren.

 

Er hatte im Laufe seiner Karriere mit Musikern wie Ella Fitzgerald, Oscar Peterson, Dizzy Gillespie, Gene Ammons, Paul Gonsalves, Dave Grusin, Johnny Griffin, Gerry Mulligan, Lionel Hampton, Chico Hamilton, Oliver Nelson, Clifford Brown, Jimmy Heath, Gary Burton, Milt Jackson, Chico O'Farrill, Sonny Rollins, Lalo Schifrin, Elvin Jones und Tadd Dameron gespielt.

 

Dazu kamen Aufnamen oder Konzerte mit Charlie Byrd, Eddie "Lockjaw" Davis, Yusef Lateef, Charles, Mingus, Randy Weston, McCoy Tyner, Blue Mitchell, Sonny Stiff, Dinah Washington, Ben Webster, Charlie Barnet, Doc Severinsen, Ray Charles, Billy Strayhorn, Dexter Gordon, Thelonious Monk, Billie Holiday, Sarah Vaughan, Coleman Hawkins, Zoot Sims, Milt Jackson, Jon Faddis,  Dianne Reeves und vielen anderen.               01/26

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