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Dave Van Ronk

  • musicmakermark
  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Traditional Folk-Sänger/Songwriter, geboren am 30. Juni 1936 in Brooklyn, New York City. Er trug den Übernamen Mayor of MacDougal Street. Van Ronk schloss sich Mitte der 1950er Jahre der New Yorker Folk-Szene an und wurde so etwas wie die graue Eminenz, der Bob Dylan, Tom Paxton, Joni Mitchell, Suzanne Vega und andere beeinflusste.


 

Erste Aufnahmen machte Van Ronk mit seinem langjährigen Partner Samuel B. Charters. Als The Orange Blossom Jug Five veröffentlichten sie "Skiffle in Stereo" (Lyrichord, 1958). Songs daraus sowie weiteres Material aus seiner Anfangszeit wurden später auf der Compilation "The Mayor Of MacDougal Street: Rarities 1957-1969" (Lyrichord, Multicultural Media und Rootstock, 2005) zusammengefasst.

 

In der Anfangszeit war Van Ronk auch Mitglied der Formtion The Foc'sle Singers von Paul Clayton, die mit "Foc'sle Songs And Shanties: Sung By Paul Clayton And The Foc'sle Singers" (Smithsonian Folkways, 1959) ein Album vorlegten.

 

Seine ersten eigenen Alben waren "Dave Van Ronk Sings Ballads, Blues & A Spiritual" (Folkways, 1959) und "Dave Van Ronk Sings" (Folkways, 1961). In jenem Jahr war er als Mitglied eines Folk-Trios im Gespräch, das der Manager Albert Grossman im Auftrag des Labels "Warner" auf die Beine stelle.

 

Van Ronk galt aber als zu wenig kommerziell ergiebig. Carolyn  Hester, eine andere Kandidatin im Visier von Grossman, wollte sich auf ihre Solokarriere konzentrieren. Grossman fand zwei andere Musiker und eine Musikerin und formte daraus das hocherfolgreiche Folk Pop-Trio Peter, Paul & Mary.

 

"Folksinger" (Prestige Folklore, 1963), war sein drittes Album. Auf Van Ronks viertem Album "In The Tradition" (Prestige Folklore, 1963) kam es zu einer Zusammenarbeit mit der Red Onion Jazz Band. "Inside" (Prestige Folklore, 1964) und "Just Dave Van Ronk" (Mercury, 1964) waren weitere eigene Alben.

 

Mit den Ragtime Jug Stompers nahm er das gemeinsame Album "Ragtime Jug Stompers" (Mercury, 1964) auf. "No Dirty Names" (Verve Folkways, 1966) erschien unter Van Ronks Namen. Ein weiteres Gemeinschaftswerk hiess "Dave Van Ronk And The Hudson Dusters" (Verve Forecast, 1967).

 

In den 1970er Jahren wurde der Output an Alben dünner. Es erschienen "Van Ronk" (Polydor, 1971), "Songs For Ageing Children" (Cadet und Chess, 1973) und "Sunday Street" (Philo, 1976).

 

"Somebody Else, Not Me" (Philo, 1980), "Your Basic Dave Van Ronk" (Sonet, 1981), "In Rome" (Folkstudio, 1983), "St. James Infirmary" (Paris Album, 1983) und "Going Back To Brooklyn" (Reckless, 1985) waren die einzigen Alben in den 1980er Jahren.

 

"In Rom" wurde später unter dem Titel "From... Another Time & Place" (Alcazar, 1995) auf CD wiederveröffentlicht, während "St. James Infirmary" als "Statesboro Blues" (EPM Musique, 1998) neu aufgelegt wurde. Mit Frankie Armstrong entstand "Let No One Deceive You: Songs Of Bertolt Brecht" (Flying Fish, 1990).


Als Uncle Moose entstand zusammen mit der Kazoo-O-Phonic Jug Band das Album "Presents Peter And The Wolf With Uncle Moose And The Kazoo-O-Phonic Jug Band" (Alacazam!, 1990). Viele der Songs, die Van Ronk gemeinsam mit anderen Musikern oder Gruppen eingespielt hatte, wurden unter dem Titel "A Chrestomathy" (Gazell, 1992) zu einer Doppel-CD zusammengefasst.


Bis zu seinem Tod erschienen von Van Ronk weitere Alben. Diese hiessen "Hummin' To Myself: Dave Van Ronk Sings The American Songbook" (Gazell, 1991), "Live At Sir George Williams University" (Just A Memory, 1997) mit Aufnahmen von 1967 und "Sweet & Lowdown" (Justin Time, 2001).

 

Auf der Doppel-CD "To All My Friends In Far-Flung Places" (Gazell, 1994) fanden sich seine Interpretationen von Songs von Bob Dylan, Joni Mitchell, Tom Waits, Paul Simon, Phil Ochs und anderen Folkies, die er selber beeinflusst hatte.

 

Dave Van Ronk starb am 10. Februar 2002 im Alter von 65 Jahren in New York City. "...And The Tin Pan Bended, And The Story Ended..." (Smithsonian Folkways, 2004) bestand aus Liveaufnahmen, die dreieinhalb Monate vor seinem Tod mitgeschnitten worden waren.

 

Dazu erschienen nach Van Ronks Tod weitere Liveaufnahmen. "On Air" (Tradition & Moderne, 2007) zeigt van Ronk 1993 bei einem Solokonzert in Bremen. 1998 entstand "Live In Monterey" (Omnivore und Elk Run, 2014).

 

Ganz frühe Aufnahmen fanden sich auf der Doppel-CD "Hear Me Howl - Live 1964" (RockBeat, 2015), später auf der CD "Live.... Bryn Mawr 1978" (Echoes, 2016). Dazu kamen weitere Compilations wie die LP "Van Ronk" (Fantasy, 1974) sowie die beiden CDs "The Folkway Years 1959-1961" (Smithsonian Folkways, 1991) und "Two Sides Of Dave Van Ronk" (Fantasy, 2002).

 

"Down In Washington Square: The Smithsonian Folkways Collection" (Smithsonian Folkways, 2013) war ein 3-CD-Set, "Folk Master Works" (Delta Leisure, 2014) eine Doppel-LP. In Form von Doppel-CDs kamen "The Folk Blues Of" (Not Now, 2015) und "The Dave Van Ronk Collection: 1958-62" (Acrobat, 2018).                                               06/26 

 

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