David Taylor
- musicmakermark
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Amerikanischer Bass-Posaunist, Bandleader und Studiomusiker, geboren am 6. Juni 1944 in Brooklyn, New York City. Er absolvierte eine klassische Ausbildung. Nachdem er das Bachelor- und Masterstudium an der Juilliard School of Music absolviert hatte, wurde er Mitglied im American Symphony Orchestra unter Leopold Stokowski.

Dazu trat er auch mit der New York Philharmonic auf, wo er unter Pierre Boulez spielte. Daneben arbeitete er mit Duke Ellington, Mike Gibbs und Gary Burton sowie mit Stanley Clarke. Ab 1974 gehörte er dem Thad Jones/Mel Lewis Orchester an.
Als Studiomusiker machte er bei Aufnahmen von Lalo Schifrin, Tito Puente, Hank Crawford, Gato Barbieri, Jimmy McGriff, Lou Reed, Johnny Winter, Gloria Gaynor, Blood, Sweat & Tears, Maynard Ferguson, Freddie Hubbard, Hubert Laws, den Brecker Brothers, den Rolling Stones und bei rund 300 weiteren mit.
Unter seinem eigenen Namen erschienen nur einige wenige Aufnahmen. "The Pugh-Taylor Project" (DMP, 1984) war eine Aufnahme mit dem Posaunisten Jim Pugh als Co-Leader einer kleinen Big Band mit Streichern und Bläsern sowie Rhythmusgruppe.
"Pugh-Taylor II" (2018) war Jahrzehnte später die Fortsetzung davon. Es handelte sich um ein DL-Album ohne Besetzungsangaben. Pugh und Taylor bildeten zudem Anfang der 2000er Jahre mit Conrad Herwig und Dave Bargeron den Kern der Gruppe Super Trombone, die mehrere Alben veröffentlichte.
Fast zur selben Zeit waren Pugh und Taylor mit Ed Neumeister und Joseph Alessi als The New York Trombone Quartet aktiv. Von dieser reinen Posaunen-Gruppe kam mit "Collage" (TNC, 2001) nur ein Album heraus. Darauf fanden sich Werke von Mozart, Bartók, Monk und anderen.
Auf "Bass Trombone" (TLB, 1985) ist Taylor in Werken von Eric Ewazen, David Liebman, Charles Wuorinen und Frederic Rzewski zu hören. Jenes von Ewazen nahm er solo im Overdub-Verfahren auf, indem er neun Spuren nacheinander aufnehmen liess.
Die anderen vier entstanden in Begleitung von kleineren Kammermusik-Besetzungen. Die CD-Version (New World, 1996) enthielt an Stelle des Stücks von Wuorinen eine fast halbstündige Komposition von Lucia Dlugoszewski.
Mit einem grösseren Ensemble spielte Taylor "Past Tells" (New World, 1993) ein. Darauf fanden sich Werke von Duke Ellington, Charles Ives, David Noon, David Schiff und zwei eigene Stücke. Manhattan New Music Project hiess eine Gruppe.
Dieser gehörten Chuck Clark (ss, ts, fl), Bruce Williamson (as, fl, cl, bcl), Ron Tooley (tp), Jack Walrath (tp, flh), Tom Varner (frh), Neal Kirkwood (p), Paul Nash (g), Jeff Carney (b) und Jamey Haddad (dm) an, die "Mood Swing" (Soul Note, 1993) einspielten.
Auf "Jazz Meets Weill And Gershwin" (Koch Jazz, 2000) spielten Taylor, Daniel Schnyder (sax) und Kenny Drew Jr. (p) Werke von Kurt Weill, George Gershwin und Schnyder.
Unter den Namen von Bruce Eisenbeil (g), Michaël Attias (as, bas), Taylor und Jay Rosen (dm) wurde "Opium" (CIMP/Cadence, 2002) veröffentlicht. Mit Dominic Duval (b) und Jay Rosen (dm) spielte er als David Taylor Trio die CDs "Doppelgänger" (CIMP/Cadence, 2002) und "Morning Moon" (CIMP/ Cadence, 2004) ein.
Vom Steve Swell-David Taylor Quintet mit Steve Swell als zweiten Posaunisten sowie mit Billy Bang (vio), Tomas Ulrich (cello) und Ken Filiano (b) erschien die schlagzeuglose Aufnahme "Not Just..." (CIMP/Cadence, 2005).
Im Gegensatz dazu liessen sich die beiden Posaunisten auf "Double Diploid" (CIMP/Cadence, 2006) von den beiden Schlagzeugern bzw. Perkussionisten Warren Smith und Chad Taylor begleiten. Diese Gruppe hiess Steve Swell - David Taylor Quartet.
"Red Sea" (Tzadik, 2009) hiess eine Aufnahme für das Label von John Zorn. Darauf wurde er von Franz Hackl (tp), Adam Holzman (surdo, perc, p, toy-p, synth), Scott Robinson (b, cl, bas, zabumba, contrabass sarrusophone, tenor rothophone, slide-sax, contrabass sax, b-fl) und Warren Smith (dm, perc) begleitet.
Als The Dave Taylor Octet realisierte er mit Steve Wilson (as, cl), Andy Laster (bars, cl), Patience Higgins (bars, ts, oboe), Herb Robertson (tp, v-tb), Paul Smoker (tp, flh), Esslet Esslet (b) und Phil Haynes (dm) "The Atomic Bomb Blues" (Composers Concordance, 2015).
Von Taylor kamen via Bandamp mehrere unbegleitete Soloaufnahmen heraus. Dazu veröffentlichte er mit anderen Musikern oder Gruppen auch weitere Alben. Bei discogs.com steht er mit 550 Einträgen als Musiker zu Buche. 01/26


