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Don Byron

  • musicmakermark
  • 13. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Klarinettist, Saxophonist, Komponist und Bandleader, geboren am 8. November 1958 im Stadteil Bronx, New York City. Er schlug im Laufe der Zeit immer wieder andere Richtungen ein und bediente sich dabei der verschiedensten Stile. Sein Vater war Bassist in einer Calypso-Band, seine Mutter Pianistin.



Nach einem klassischen Studium der Klarinette entdeckte Byron den Salsa. Im New England Conservatory Of Music in Boston wandte er sich dem Jazz zu und fand Zugang zur New Yorker Szene. Erste Aufnahmen machte er ab den 1980er Jahren als Mitglied der Klezmer Conservatory Band, der Clarinet Family von Hamiet Bluiett und der Gruppe Tailgaters Tale von Craig Harris.

 

Ab 1990 folgten Aufnahmen mit Living Colour, Marc Ribot, Marilyn Crispell, Allen Lowe, Reggie Workman, David Murray, Ralph Peterson und Bobby Previte. "Tuskegee Experiments" (Nonesuch, 1992) hiess seine erste CD als Leader. Neben Eigenkompositionen spielte Byron eine Ellington-Nummer und ein Werk von Robert Schumann.


Zu seinen Begleitern gehörten je nach Stück Bill Frisell (g), Edsel Gomez oder Joe Berkovitz (p), Greta Buck (vio), Richie Schwarz (marimba), Sadiq (voice), Kenny Davis (e-b), Lonnie Plaxico oder Reggie Workman (b) sowie Ralph Peterson oder Pheeroan Aklaff (dm).

 

Seine nächste eigene Aufnahme war "Don Byron Plays The Music Of Mickey Katz" (Nonesuch, 1993) mit Stücken des Klezmer-Komponisten Mickey Katz. Dafür holte er über ein Dutzend Musiker und Sängerinnen ins Studio.

 

Auf "Music For Six Musicians" (Nonesuch, 1995) wandte sich Byron in Begleitung von Graham Haynes (co), Edsel Gomez (p), Kenny Davis (e-b), Ben Wittman (dm) und Jerry Gonzales (perc) Rhythmen aus Lateinamerika zu. In einem der zehn Stücke bestand die Begleitband um Byron aus Bill Frisell (g), Lonnie Plaxico (b) und Ralph Peterson Jr. (dm).

 

Für "Bug Music" (Nonesuch, 1996) kehrte er zu den Wurzeln, das heisst zu frühen Stücken von Duke Ellington oder Nummern von John Kirby, zurück. Für diese Aufnahme verpflichtete er 14 Musiker, darunter die Schlagzeuger Pheeroan AkLaff, Billy Hart und Joey Baron.

 

Mit David Gilmore (g), Uri Caine (p), Kenny Davis (b) und Marvin "Smitty" Smith (dm) bildete er das Don Byron Quintett, von dem die Liveaufnahme "No-Vibe Zone" (KFW, 1996) herauskam. Seine nächste Band hiess Existential Dread und spielte kubanische Stücke.

 

Auf "Nu Blaxploitation" (Capitol und Blue Note, 1998) mischte er mit Hilfe von rund einem Dutzend Musikerinnen und Musikern Hip Hop, Bebop, Latin, Fusion und Funk durcheinander. "Romance With The Unseen" (Blue Note, 1999) sah Byron in Gesellschaft von Bill Frisell (g), Drew Gress (b) und Jack DeJohnette (dm).

 

Auf "A Fine Line: Arias & Lieder" (Blue Note, 2000) interpretierte er mit Hilfe von Uri Caine (p), Jerome Harris (g), Paulo Braga (dm) und den Sängerinnen/ Sängern Cassandra Wilson, Dean Bowman, Patricia O'Callaghan und Mark Ledford Werke von Ornette Coleman und Stevie Wonder bis zu Robert Schumann, Puccini und Chopin.

 

Auf "You Are Here" (Koch Jazz, 2000) war Byron Gast des Neufeld-Occhipinti Jazz Orchestras (NOJO). In ähnlicher Weise gastierte er zusammen mit Trilok Gurtu, James Morrison, Greg Hutchinson, Sydney Thiam, Nestor Marconi, Simon Stockhausen und Jean-Luc Ponty auf "Esperanto" (Aleph, 2000), einer Aufnahme von Lalo Schifrin mit der WDR Big Band Köln.

 

"You Are # 6 (More Music For Six Musicians" (Blue Note, 2001) war die Fortsetzung von "Music For Six Musicians" von 1995. Mit einer ganzen Reihe von Musikerinnen und Musikern spielt Byron sich darauf durch eigene Stücke sowie Kompositionen von Henri Mancini und anderen. Abgerundet wird das Ganze von einem Remix von DJ Spooky.

 

"Ivey-Divey" (Blue Note, 2004) war eine Hommage an Lester Young, aufgenommen mit Hilfe von Jason Moran (p) und Jack DeJohnette (dm). Mit dieser Instrumentierung erinnerte Byron an das Lester Young Trio von 1946 mit Nat King Cole (p) und Buddy Rich (dm). In einigen Stücken kamen Lonnie Plaxico (b) und Ralph Alessi (tp) dazu.

 

In Oktettbesetzung mit den Sängern Chris Thomas King oder Dean Bowman entstand "Do The Boomerang... The Music Of Junior Walker" (Blue Note, 2006). Auf "A Ballad For Many" (Cantaloupe, 2006) interpretierte das Ensemble Bang On A Kompositionen von Don Byron. Byron selber spielte auf drei Tracks selber mit.

 

Mit Lisa Moore (p) spielte er "Seven" (Cantaloupe, 2009) ein. Als Don Byron New Gospel Quintet sowie mit Gästen entstand "Love, Peace, And Soul" (Savoy Jazz, 2012). Eine Duoaufnahme mit Aruán Ortiz (p) hiess "Random Dances And (A)Tonalities" (Intakt, 2018). Es war seine erste Aufnahme als Leader seit langem.

 

Weitere Aufnahmen machte er mit Cassandra Wilson, Steve Coleman, Anthony Braxton, Hoppy Kamiyama, Bill Frisell, Leroy Jenkins, Uri Caine, Jerome Harris, Suzanne Vega, Douglas Ewart And Inventions Clarinet Choir, D.D. Jackson, Elvis Costello, Tom Cora, Paula West, Me'Shell NdegéOcello, Allen Toussaint oder Kris, Davis.

 

Dazu war er bei Studioproduktionen von Bobby Previte's Weather Clear, Track Fast, Brandon Ross' The Overflow, Craig Harris And Tailgaters Tales, David Murray Big Band, Klezmer Conservatory Band, The Ralph Peterson Fo'tet, The Reggie Workman Ensemble und anderen dabei.      04/26

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