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Earth, Wind & Fire

  • musicmakermark
  • 15. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanische Soul- und Funk-Formation, gegründet 1969 in Chicago, Illinois, vom Schlagzeuger und Sänger Maurice White, der zuvor für das Label "Chess" und für den Pianisten Ramsey Lewis gearbeitet hatte. Zu den Musikern der ersten Stunde gehören zudem auch die Songschreiber Don Whitehead (vcl) und Wade Flemons (e-p, vcl).


 

Diese drei Musiker nannten sich zuerst The Salty Peppers. Sie hatten mit "La La La" (TEC, 1969) einen kleinen, lokalen Hit. Nachdem die zweite Single "Uh Huh Yeah" (Capitol, 1969) floppte, zogen die drei Musiker nach Los Angeles, California, wo sie ihre Band nach und nach erweiterten.

 

Sie holten Sherry Scott (vcl), Michael Beal (g), Chester bzw. Chet Washington (sax, fl), Leslie Drayton (tp), Alexander Thomas (tb), Verdine White (e-b) und Phillard Williams (perc) dazu. In dieser Besetzung spielte die nun Earth, Wind & Fire genannte Gruppe ihr Debutalbum "Earth, Wind, & Fire" (Warner, 1971) ein.

 

Das Album und zwei Singleauskoppelungen fanden sich auf hinteren Plätzen der offiziellen US-Charts. Etwas besser schnitten die beiden folgenden Alben "The Need Of Live" und "Last Days And Time" (beide Warner, 1972), die beide unter den ersten 100 der Billboard 200 auftauchten.

 

Zudem spielte die Band zu jener Zeit auch den Soundtrack zum Film "Sweet Sweetback's Baadasssss Song" (Stax, 1972) ein. Inzwischen hatte es bereits mehrere Besetzungswechselt gegeben. So stiess der Sänger Philip Bailey zur Gruppe.

 

Mit seinem Falsett-Gesang prägte er fortan wesentlich den Sound von Earth, Wind & Fire. Zur selben Zeit wurde auch Jessica Cleaves (vcl) von der R&B-Gruppe The Friends of Distinction neues Mitglied. Zudem stiessen Ronnie Laws (fl, sax), Roland Bautista (g), Larry Dunn (key) und Ralph Johnson (perc) zu EW&F.

 

"Head To The Sky" (Columbia, 1973) war das erste Top-30-Album, "Open Your Eyes" (Columbia, 1974) die erste Top-15-LP. Mit "That's The Way Of The World" (Columbia, 1975) hatte die Band dann ihr erstes Nummer-1-Album in den Billboard 200. Gleichzeitig belegte auch die Singleauskoppelung "Shining Star" die Plätze 1 bei den Billboard Hot 100 und bei den US-R&B-Singles.

 

Es war die einzige EW&F-Single, die bei den Billboard Hot 100 ganz zuoberst stand. Weitere Singles in den 1970er Jahren belegten zwar Top-10-Plätze oder waren Nummer 1 in den R&B-Charts. Die Gruppe nutzte Mitte der 1970er Jahre ihren Schwung aus und brachte ihr erstes Livealbum "Gratitude" (Columbia, 1975) auf Platz 1 bei den US-Alben und bei den US-R&B-Alben.

 

Auch bei den Alben hatte die Gruppe später nur noch Nummer-1-Scheiben in den R&B-Charts, nicht mehr aber in den Billboard 200. Dennoch war EW&F während Jahren eine der erfolgreichsten Bands und verkaufte bis zum Beginn der 1980er Jahre weiterhin Millionen Alben.

 

Diese waren "Spirit" (Columbia, 1976), "All'n All" (Columbia, 1977), "I Am" (Columbia, 1979), "Faces" (Columbia, 1980) und "Raise!" (Columbia, 1981). Daraus wurden viele erfolgreiche Singles ausgekoppelt. Auch einige der unzähligen Compilations waren Hits, so vor allem "The Best Of Earth, Wind und Fire, Vol. 1" (Columbia, 1978).

 

Das mit zwei neuen Songs gespickte Album ging 5 Millionen Mal über den Ladentisch. Ab "Powerlight" und "Electric Universe" (beide Columbia, 1983) musste sich die Band mit Mittelfeldplätzen der US-Charts Vorlieb nehmen. Zudem vergingen zwischen den einzelnen Alben mehr Zeit als bisher.

 

Bis "Touch The Wood" (Columbia, 1987) legte die Band zudem eine mehrjährige Pause ein. Bis 2014 folgten in mehr oder weniger grossen Abständen sieben weitere Alben. Die meisten schafften es ins vordere Drittel der Billboard 200 und einige davon auch in die Top-10 der R&B-Alben.

 

Maurice White starb 2016 im Alter von 74 Jahren. Bis dato gewann EF&W sieben Grammys und eine ganze Reihe von weiteren Auszeichnungen. Die Band verkaufte rund 90 Millionen Tonträger. Von EW&F kamen über 150 offizielle oder inoffizielle Compilations oder Reissue-Pakete auf den Markt.

 

Das wohl umfangreichste Paket war "The Columbia Masters" (Columbia und Legacy, 2011) mit 15 Alben auf 15 CDs sowie einer 16. CD mit dem Titel "Constellations: The Universe Of Earth, Wind & Fire" mit diversem Material, das rund um die Band entstanden war.      01/26

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