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Eckard Koltermann

  • musicmakermark
  • 26. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Deutscher Bassklarinettist, Komponist und Bandleader im Grenzgebiet zwischen zeitgenössischer Komposition und freier Improvisation. Er kam am 14. November 1958 in Wanne-Eickel, Nordrhein-Westfalen, auf die Welt. Er studierte Musik-Ethnologie in Berlin und Bassklarinette in Amsterdam bei Harry Sparnaay.



Anfang der 1980er Jahre begann er seine Karriere als Berufsmusiker. Er war einer der Mitgründer des GrubenKlangOrchesters von Georg Graewe und kam mit diesem zu ersten Aufnahmen.

 

"Umtriebe" (Aufruhr, 1985) war ein Album, das unter dem Gruppennamen Eckard Koltermann & Kollégas erschien. Begleitet wurde er dabei je nach Track von einem oder mehreren Musikern, aus dem Umkreis des GrubenKlangOrchesters, wie Georg Graewe (p), Theo Jörgensmann (cl), Radu Malfatti (tb) oder Melvyn Poore (tuba).

 

Mit Dieter Kühr, Gerald Doecke, Lajos Dudas, Theo Jörgensmann bildete er die Klarinetten-Gruppe CL-4. Von dieser Formation erschienen "Alte Und Neue Wege" (Konnex, 1986) und "Seltsam Ist Propheten Lied" (Konnex, 1987). KoKoKo hiess in jener Zeit ein Trio mit Franz Koglmann (tp, flh) und Klaus Koch (b), von dem "Good Night" (Creative Works, 1986) erschien.

 

Mit Theo Jörgensmann nannte er sich German Clarinet Duo und gab "Schwarzlicht" (NOM, 1988), "Materialized Perception" (NOM, 1992) und "Hommage Á Jimmy Giuffre" (Kip, 1994) heraus. Auf dem mittleren der drei Alben war als dritter Klarinettist Perry Robinson zu hören.

 

Später veröffentlichten Jörgensmann und Koltermann unter ihren Namen "Pagine Gialle" (hatOLOGY, 2001). Von 1985 bis 2007 spielte Koltermann der Gruppe Contraband des Posaunisten Willem van Manen. Von der mittelgrossen Gruppe Eckard Koltermann & Collage 11 erschien "Achtung Wir Senden" (Kip, 1990).

 

Von 1988 bis 1999 war er musikalischer Leiter des Schloss Theaters Moers. Dort entstand mit einem Grossaufgebot an Musikerinnen und Musikern "Wie schrecklich schwinden unsere Kräfte" (NOM, 1993), eine Art Collage zwischen zeitgenössischer E-Musik, Spoken Word und Avantgarde Jazz.

 

Mit dem Ensemble Wort & Musik, bestehend neben ihm sowie aus Theo Jörgensmann (cl), Albrecht Maurer (viola), Ludger Schmidt (cello) und Achim Krämer (dm) sowie aus Helena Rüegg und Rupert Seidl (voice) vertonte er auf "Wortmusik" (NOM, 1995) Texte von Herbert Somplaski. In die selbe Richtung ging er später mit "MaschinenMusik" (NOM, 1998).

 

Auf dieser Aufnahme vertonte er mit Monika Baumgartl und mehreren Musikern Texte von Georg Heym, Heiner Müller, Kassák Lajos und Walter Benjamin. Mit Jörgensmann, Jeroen Van Vliet (p) und Eric Van Der Westen (b) bildete er dazwischen das Impressionistic Improvisers Quartet, das mit " IIQ" (NOM, 1996) ein Album vorlegte.

 

Jan Klare (as) und Eckard Koltermann (bcl) waren Solisten einer titellosen Aufnahmen der WDR Big Band Köln (NRW Jazz, 2000). 2004 gründete er mit Stevko Busch (p), Markus Conrads (b) und Achim Krämer (dm) das Eckard Koltermann Quartett, das mit "Here Comes The Moon" (Artists Own, 2006) ein einziges Album einspielte.

 

Weitere Aufnahmen machte er mit dem Creative Works Orchestra, Chris Abelen, Paul Van Kemenade und Lajos Dudas. Er schrieb zudem instrumentale Kammermusik, Theater- und Tanztheatermusik sowie drei Kammernopern und realisierte die Klänge für zwei experimentelle Musikfilme.                                                                            12/25

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