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Eddie Cochran

Amerikanischer Rock'n'Roll-Singer/Songwriter und Musiker, geboren am 3. Oktober 1938 in Albert Lea, Minnesota, als Ray Edward Cochrane. Er begann seine Karriere 1954 als Teil der Cochran Brothers, war aber mit seinem Partner Hank Cochran nicht verwandt, zumal sein Nachnamen eigentlich Cochrane war.


Das Duo spielte in den zwei Jahren mehrere Singles ein und trennte sich 1956. Später wurde dieses Material auf mehreren Compilations zusammengefasst. Die umfassendste war die CD "The Complete Cochran Brothers" (Bear Family, 2018), die auch Songs der beiden Musiker sowie solche anderer Sänger enthielt.


Eddie Cochran arbeitete nach der Trennung der Cochran Brothers mit dem Komponisten Jerry Capehart zusammen. Erste Demoaufnahmen entstanden am 4. April 1956 in den Gold Star Studios von Hollywood, wo später alle grossen Hits von Cochran aufgenommen wurden.


Nach Auftritten in den Filmen "The Girl Can’t Help It" (1956) und "Reife Blüten" (1957) und nach fünf erfolglosen Singles hatte Eddie Cochran 1957 seinen ersten Chart-Erfolg mit dem Song "Sittin’ In The Balcony" (Liberty, 1957) aus der Feder von John D. Loudermilk. Die Single kam unter die Top-20 der Billboard Hot 100.


Es folgte eine Australien-Tournee mit Gene Vincent, Little Richard und Alis Lesley. Sein einziges Album zu Lebzeiten hiess "Singin' to My Baby" (Liberty, 1957). Seinen grössten Hit hatte er mit "Summertime Blues" (Liberty, 1958), einem Top-10-Hit in den Billboard Hot 100 und einem Top-20-Hit in Grossbritannien, Australien und Kanada.


Dieser Rocksong beschreibt die Nöte eines Teenagers, der in den Sommerferien jobbt, das Auto seiner Eltern nicht benutzen darf und sich nach einem Urlaub sehnt. Er wurde nicht nur wegen seines Gitarrenriffs, sondern auch wegen vielen Coverversionen anderer Bands bekannt.


Die bekannteste stammte von The Who und war eine Live-Version, die nicht nur auf dem Album "Live At Leeds" (Track, 1970), sondern auch als Single erschien. Auch Blue Cheer, Johnny Hallyday, Alan Jackson, die Stray Cats, Johnny Chester, Rush und andere übernahmen diesen Song. Von der Cochran-Version wurden in Grossbritannien und in den USA zwei verschiedene Versionen auf den Markt gebracht.



Vom 15. Januar bis zum 16. April 1960 begleitete Eddie Cochran Gene Vincent auf einer England-Tournee, die durch Radiokonzerte und Interviews über die BBC zusätzlich umrahmt wurde. Die US-Stars wurden durch Billy Fury, Joe Brown, Adam Faith, Marty Wilde, Tony Sheridan, Vince Eager, Georgie Fame und anderen lokale Interpreten unterstützt.


Der Einfluss dieser Tournee auf die britische Jugend, darunter auf die Beatles, war gewaltig und machte sie zu einem Wegbereiter einer riesigen Musikbewegung, die in die sogenannte British Invasion mündete. Am 16. April 1960, dem letzten Tag der Grossbritannien-Tournee, verunglückte er bei einer Taxifahrt von Bristol nach London bei Chippenham, Wiltshire, tödlich.


Am Fahrzeug platzte ein Reifen, so dass der Wagen gegen einen Laternenpfosten prallte. Cochran starb 16 Stunden nach dem Unfall am 17. April 1960 21-jährig an seinen Kopfverletzungen im St. Martins Hospital in Bath. Gene Vincent erlitt einen Schlüsselbeinbruch, mehrere Rippenbrüche und eine Verletzung am Bein.


Der Manager Pat Thomkins und der 19-jährige Taxifahrer blieben unverletzt. Eddie Cochrans Freundin Sharon Sheeley erlitt einen Beckenbruch. Der Polizeischüler und spätere Musiker Dave Dee nahm den Unfall auf. Am 25. April 1960 wurde der Musiker in Glendale, California, beigesetzt.


Der kurz zuvor aufgenommene Song mit dem tragisch-ironischen Titel "Three Steps To Heaven" (Liberty, 1960) wurde zu einem posthumen Nummer-1-Hit in Grossbritannien. Nach seinem Tod erschienen Dutzende von Compilation und Alben mit bisher noch veröffentlichtem Material. Discogs.com listet allein über 120 Compilations auf. 04/23

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