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Ellery Eskelin

  • musicmakermark
  • vor 4 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Amerikanischer Tenorsaxophonist und Bandleader zwischen freier Improvisation und Contemporary Jazz, geboren am 16. August 1959 in Wichita, Kansas, aufgewachsen in Baltimore, Maryland. Er ist der Sohn der Hammond B 3-Organistin Bobbie Lee, die in den 1960er Jahren mit ihrer Gruppe Engagements in den dortigen Jazzclubs hatte.


 

Er trat schon früh in Gruppen in der Gegend um Baltimore auf. 1973, also knapp 14-jährig, nahm er erstmals an einem Sommer-Seminar teil, das Mitglieder des Stan Kenton Orchestras gaben.

 

Er studierte Saxophon, Klarinette und Flöte bei diversen Lehrern und wurde Mitglied des Towson State Jazz Ensembles von Hank Levy. Nach Abschluss der Studien 1981 ging er mit Buddy Morrow (tb) auf Tournee. 1983 zog Eskelin nach New York, wo er mit George Coleman, David Liebman und Jack McDuff spielte.


Erste Aufnahme konnte er als Mitglied des Mikel Rouse Broken Consort machen. Mit Rouse (key, dm-mach, program) und Jim Bergman (e-b) entstand "A Lincoln Portrait" (Cuneiform, 1988). Zur selben Zeit tat sich Eskelin mit Paul Smoker (tp), Drew Gress (b) und Phil Haynes (dm) zu Joint Venture zusammen.

 

Dieses Quartett nahm zu Beginn der 1990er Jahre für das "Enja"-Label drei Alben auf. Mit Hilfe von Gress und  Haynes nahm Eskelin auch seine ersten Aufnahmen unter eigenem Namen auf: "Setting The Standard" (Cadence Jazz, 1989) und 1990 "Forms" (Open Mind, 1991).

 

1991 realisierte Eskelin mit Joe Daley (tuba) und Arto Tuncboyaci (perc) als Begleiter "Figure Of Speech" (Soul Note, 1993). "Premonition" (Prime Source, 1993) war seine erste Soloaufnahme. Mit Marc Ribot (g) und Kenny Wolleson (dm) huldigte er auf der CD "The Sun Died" (Soul Note, 1996) seinem Vorbild Gene Ammons.

 

1991 wurde Eskelin mit Steve Swell (tb) Mitglied des Trios Barondown des Schlagzeugers Joey Baron. Tongue In Groove" (JMT, 1992), "Raised Pleasure Dot" (New World, 1994) sowie "Crackshot" (Avant, 1996) waren drei Aufnahmen. Später wurde Steve Swell durch Joshua Roseman (tb) ersetzt, ohne das weitere Aufnahmen erschienen.


Ab 1994 bildete Eskelin mit Andrea Parkins (acc, sampl) und Jim Black (dm) ein Trio, das unter anderem Stücke von John McLaughlin, Lennie Tristano, Charlie Haden und John Coltrane interpretierte. Von dieser Ellery Eskelin with Andrea Parkins & Jim Black benannten Gruppe kamen mehrere Aufnahmen heraus. 


Ein Duo-Album mit Han Bennink (dm) hiess "Dissonant Characters" (hatOLOGY, 1999). Ellery Eskelin war Gast des Trios Daniel Humair (dm), Marc Ducret (g) und Bruno Chevillon (b), das bei Konzerten in Paris "Liberté Surveillé" (Sketch, 2001) aufzeichnete.


"Vanishing Point" (2001) nahm Eskelin als Leader mit Hilfe von Mat Maneri (vio), Erik Friedlander (cello), Mark Dresser (b) und Matt Moran (vibes) auf. "Different But The Same" (2005), "Renewal" (2008) und "Non Sequiturs" (2012) waren auf dem Label "hattOLOGY" Quartett-Aufnahmen mit seinem ehemaligen Lehrer Dave Liebman (ts) als Co-Leader sowie mit Tony Marino (b) und Jim Black (dm).

 

Mit Vincent Courtois (cello) und Sylvie Courvoisier (p) kam "As Soon As Possible" (C.A.M. Jazz, 2008) zu Stande, nur im Duo mit Courvoisier "Every So Often" (Prime Source, 2008). Eine Duoaufnahme mit Gerry Hemingway (dm) hiess "Inbetween Spaces" (Auricle, 2011).

 

"Trio New York" (Prime Source, 2011) und "Trio New York II" (Prime Source, 2013) waren Aufnahmen mit Gary Versace (org) und Gerald Cleaver (dm). Die beiden Alben wurden auf der Doppel-CD "About (Or On) First Visit" (ezz-thetics, 2025) zusammengefasst.

 

Mit Gerry Hemingway an Stelle von Cleaver und als Ellery Eskelin Trio entstand 2015 "Willisau Live" (hatOLOGY, 2016). Später nannte sich das Trio Eskelin, Versace und Cleaver auf der DL-Aufnahme "Trio New York" (2020) und der Doppel-CD "About (Or On) First Visit" (ezz-thetics, 2025) Ellery Eskelin Trio New York.

 

Christian Weber (b) und Michael Griener (dm) waren Begleiter auf den Alben "Jazz Festival Willisau 25. August 2011" (Jazz Clan Willisau, 2012) "Sensations Of Tone" (Intakt, 2017) und "The Pearls" (Intakt, 2019). Vom September Trio mit Angelica Sanchez (p) und Harris Eisenstadt (dm) kamen eine gleichnamige CD (Clean Feed, 2011) und "The Destructive Element" (Clean Feed, 2013) heraus.


Unter den Namen von Ellery Eskelin (ts), Dave Ballou (tp), Michael Formanek (b) und Devin Gray (dm) erschienen "Dirigo Rataplan" (Skirl, 2012) und "Dirigo Rataplan II" (Rataplan, 2018). Mirage war ein Trio mit Susan Alcorn (pedal steel-g) und Michael Formanek (b), von dem eine gleichnamige Aufnahme (Clean Feed, 2013) erschien.


Bei einem Soloauftritt am 1. Dezember 2013 in Brooklyn wurde seine zweite Soloaufnahme "Solo Live At Snugs" (hatOLOGY, 2015) mitgeschnitten. Auf seiner Bandcamp-Seite bietet Eskelin neben einigen frühen Aufnahmen unter dem Titel "From The Archives" auch an die 40 Liveaufnahmen an, die er mit diversen Gruppen eingespielt hatte.

 

Eskelin spielte auf der Bühne oder machte Aufnahmen mit Rabih Abou-Khalil, Pheeroan AkLaff, Ray Anderson, Barry Altschul, Mark Helias, Tom Varner, Phil Haynes (4 Horns & What?), Dave Ballou, Steve Beresford, Tim Berne, Dave Bargeron, Thurman Barker und Joanne Brackeen.

 

Auch Eugene Chadbourne, Donald Byrd, Regina Carter, Anthony Coleman, Dave Douglas, Marc Copeland, Dennis Gonzales, Mark Dresser, Marc Ducret, Michel Godard, Robin Eubanks, Bruce Eisenbeil, Trevor Dunn, Satoko Fujii, Tim Hagans, Antonio Hart, Billy Hart, George Gruntz, Gerry Hemingway bauen auf seine Fähigkeiten.

 

Dazu wurde er von John Hollenbeck, Andy Laster, Joe Lovano, Denman Maroney, Ron McClure, Gabriele Mirabassi, Sean Mechan, Paul Motion, Tim Mulvenna, William Parker, Paul Pimley, Jim Pugliese, Michael Wimberley, David Taylor, Leni Stern, Mike Stern, Tom Rainey, Herb Robertson, Carlos Ward, Fred Wesley, Gebhard Ullmann und anderen verpflichtet.         04/26

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