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Firefall

  • musicmakermark
  • 12. März
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanische Folk Rock und Country Rock-Band, gegründet 1974 in Boulder, Colorado, von Rick Roberts (g, vcl), der von 1970 bis 1973 Mitglied von The Flying Burrito Brothers gewesen war. In jener Zeit hatte Roberts mit "Windmills" (A&M, 1972) und "She Is A Song" (A&M, 1973) zwei Alben unter eigenem Namen aufgenommen.


 

Sie entstanden mit Hilfe von Musikern wie David Crosby (vcl), Don Henley (dm), Chris Hillman (e-b), Jackson Browne (vcl), Bernie Leadon (g, vcl), Joe Walsh (g) und anderen. Bei einem Auftritt von Gram Parson's Band Fallen Angels im New Yorker Club "Max's Kansas City" machte Roberts Bekanntschaft mit dem Fallen Angels-Gitarristen Jock Bartley (g).

 

Die Musiker begannen gemeinsam aufzutreten und entschlossen sich, eine Band zu gründen. Als Mitmusiker engagierten sie Mark Andes (e-b, vcl) von Spirit und Jo Jo Gunne, Larry Burnett (vcl, g) und Ex-Byrds-Michael Clarke (dm), wie Roberts ehemaliges Bandmitglied der Flying Burrito Brothers. Die Gruppe nahm zuerst ein Demotape auf.

 

Gleichzeitig waren die Firefall-Mitglieder als Begleitmusiker von Stephen Stills und Chris Hillman tätig. Als Hillman ein Engagement im New Yorker Club "The Other End" nicht wahrnehmen konnte, liessen Roberts, Bartley und Andes ihre Firefall-Kollegen Burnett und Clarke einfliegen und traten als Firefall auf.

 

Dies brachte der Gruppe sogleich einen Schallplattenvertrag ein. Um dem Gruppensound noch mehr Farbe zu geben, wurde David Muse (sax, fl, key, harmonica) als weiterer Musiker verpflichtet. Das Debutalbum "Firefall" (Atlantic, 1976) verkaufte sich innerhalb kürzester Zeit eine halbe Million Mal.

 

Mit Platz 26 in den Billboard 200 schaute eine gute Chartsplatzierung heraus. Mit "You Are the Woman" enthielt das Album eine Top-10-Single in den Billboard Hot 100. Das zweite Album "Tropical Nights" mit Joe Lala (perc) als Gastmusiker war bereits im Kasten, als Atlantic-Chef Ahmet Ertegun der Gruppe befahl, neue Songs zu schreiben und das Album noch einmal neu aufzunehmen.

 

So hiess das zweite Album "Luna Sea" (Atlantic, 1977). Es verpasste die Top-10 der Billboard 200 nur knapp. Die Singeauskoppelung "Just Remember I Love You" landete ebenfalls auf Platz 11 der Billboard Hot 100.

 

Firefall war ständig auf Tournee und spielte mit den Doobie Brothers, Lynyrd Skynyrd, der Marshall Tucker Band, den Beach Boys und vor allem als Anheizer für Fleetwood Mac, eine Band, die sich damals dank dem Album "Rumours" (Warner, 1977) auf dem Höhepunkt ihrer Karriere befand.

 

Das dritte Firefall-Album "Elan" (Atlantic, 1978) mit neben anderen Jim Keltner (dm) als Gastmusiker verkaufte sich über eine Million Mal und kam ebenfalls auf Platz 11 der Billboard 200. Die Singleauskoppelung "Strange Way" verpasste die Top-10 der Billboard Hot 100 ebenfalls knapp.

 

Nach dem vierten Album "Undertow" (Atlantic, 1980) kehrten Clarke und Andes der Band den Rücken. Sie wurden durch George Hawkins (e-b) und Tris Imboden (dm) ersetzt, die vorher als Rhythmussection für Kenny Loggins tätig gewesen waren. Es war auf Platz 68 das letzte Firefall-Album in den Billboard 200.

 

Begleitet von vielen Besetzungswechseln veröffentlichte Firefall mit "Clouds Across The Sun" (Atlantic, 1980), der Compilation "The Best Of Firefall" (Atlantic, 1981), "Break Of Dawn" (Atlantic, 1982) und "Mirror Of The World" (Atlantic, 1983) weitere Alben. Fortan existierte Firefall weiter, ohne aber neue Alben einzuspielen.

 

Für Auftritte verpflichtete Jock Bartley immer wieder neue Musiker. Später erschien mit "Greatest Hits" (Rhino, 1992) weitere eine Compilation. 1993 war die Band auf einer Konzerttournee durch den Mittleren Westen der USA unterwegs, wo der Fluss Mississippi mehrere Städte zu überschwemmen drohte.

 

Bartley nahm diese Impressionen auf und schrieb mit "When The Rivers Rises" einen Song, den Firefall als Single veröffentlichte. Dies trug der Band einen neuen Vertrag bei einem kleineren Label ein. Elf Jahre nach "Mirror Of The World" konnte Firefall mit "Messenger" (Redstone, 1994) eine weitere CD auf den Markt bringen.

 

"Colorado" (Burning Airlines, 2001) und "Alive In America" (Renaissance, 2006) bestanden aus den selben Liveaufnahmen von 1979. "Colorado to Liverpool: A Tribute to the Beatles" (Winged Horse, 2007) war ein akustisches Beatles-Tributalbum, eingespielt von Jock Bartley (vcl, g, perc) und Steven Weinmeister (vcl, g, b, mand).

 

Für "Reunion Live" (Winged Horse, 2009) versammelte Bartley praktisch nur Musiker und Musikerinnen, die schon früher oder seit längerem mit dabei waren. Viele machten Jahre später auch bei den Aufnahmen zu "Comet" (Sunset Blvd Records, 2020) mit.

 

"Friends & Family" (Sunset Blvd Records, 2023) enthielt Cover-Versionen von Songs von den Doobie Brothers, Dan Fogelberg, Heart, The Marshall Tucker Band, Poco, Loggins & Messina, Lynyrd Skynyrds, Byrds, Fleetwood Mac, Spirit, The Band, The Flying Burrito Brothers und Gram Parsons. Die Fortsetzung davon war "Friends & Family 2" (Sunset Blvd Records, 2025).

 

Einige der frühen Alben wurde paarweise wiederveröffentlicht. Zu diesen Alben kamen weitere Compilations wie die Doppel-CD "The Singles A's & B's" (Wounded Bird, 2017).                                  03/26

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